Angesichts der offensichtlichen Schwierigkeiten, die das Justizsystem im Umgang mit analoger #Männergewalt hat, finde ich überraschend, wie sehr bei #Deepfakes auf Lösungen durch Strafrecht gehofft wird.

Ja, Strafbarkeitslücken sollten geschlossen werden. Aber das wird den Betroffenen nicht viel helfen.

Oder, um mal einen hinkenden Vergleich zu bemühen:

Das hilft so, wie wenn zur Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten konsequent kontrolliert würde, ob alle Autofahrer*innen einen gültigen Führerschein dabei haben.

@anneroth
Gerade bei PKW wird auch nichts gemacht. Vielleicht ja, weil Männer.

Gestern Beitrag zu überteuerten, lauten Temposchwellen gesehen.

Man könnte da einfach auch einen Blitzer montieren. Aber das wäre Abzocke der armen Autofahrer.

Vielleicht würden einfach viele qualifizierte gut bezahlte Angestellte oder Beamte helfen. Aber das kostet.

@hundhamm @anneroth Kannst Du eventuell genauer angeben, wo Du diesen Beitrag gesehen hast?

Genau diese Diskussion gibt es bei uns gerade in einem Ortsteil, in dem geplant ist, einen stationären Blitzer aufzustellen.

Realer Irrsinn: Verkehrsbuckel in Osnabrück | extra 3 | NDR

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@anneroth na im Zweifelsfall kann man ja einfach HateAid nicht mehr fördern.
Das reduziert zumindest die Sichtbarkeit des Problems.

(Ironie off)

Noch besser wäre es die Justiz und den Opferschutz so aufzustellen dass man HateAid nicht mehr fördern muss weil so eine Organisation nicht mehr nötig ist.

@anneroth
Nein, das nicht.
Aber das Bewusstsein ändert sich.
Wenn man gegen ein Gesetzt verstößt, verstößt man gegen die Regeln der Gesellschaft.
@Croco Deswegen steht da "sollten geschlossen werden."

@anneroth

Ich werde nie vergessen, wie ich als Schöffin in einem Vergewaltigungs-Prozess war und der Richter sagte: „Na ja, zum Glück ist ja nichts Schlimmeres passiert.“

Angeklagt war sexuelle Nötigung, weil es nicht zur Vollendung kam.

Der Fall: Mann zieht Frau nacht hinter Busch, will sie vergewaltigen, sie kämpfen halbe Stunde, sie wehrt sich so doll, dass er irgendwann ablässt. Sie massive Verletzungen (Prellungen, Schürfungen, …), posttraumatische Belastungsstörung.

@goodthinkhunting
Diese Aussage belegt ja wohl klar und eindeutig, dass es überall in der Bevölkerung Arschlöcher gibt. Auch im Richterstand!🤮

@anneroth

@ubo @anneroth Das war noch nicht alles. Strafmildernd wollte der Richter ansetzen:
- dass er ja von ihr abgelassen hatte
- dass er betrunken war
- das nichts Schlimmes passiert ist

Da haben die andere Schöffin und ich protestiert schließlich ist es erhöhte kriminelle Energie, wenn er trotz massivem Widerstand über so lange Zeit nicht von ihr ablässt.

Bewährungsstrafe.

Nach dem Prozess sind der Täter, das Opfer und ich in die gleiche Bahn gestiegen.👍

@goodthinkhunting @ubo @anneroth Wir unterscheiden uns von der USA nur darin, dass der Täter aus deinem Prozess nicht noch zum Präsidenten gewählt wird.

@w_wobble Oh, der Kanzler zweiter Wahl zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass er Vergewaltigung in der Ehe seinerzeit als Privatsache belassen wollte. So viel besser ist das in meinen Augen dann auch nicht.

@goodthinkhunting @anneroth

@ubo @goodthinkhunting @anneroth Ich bin wirklich kein Fan von Merz, aber der unterschied zwischen Trump und Merz sollten wir schon sehen.

@w_wobble Ich habe ja nicht gesagt, dass es KEINE Unterschiede gäbe. Aber das damalige Abstimmverhalten IN DEM KONTEXT sagt (mir jedenfalls) auch einiges zur Haltung und zum Charakter dieses Menschen.

@goodthinkhunting @anneroth

@goodthinkhunting
Das Ganze ist an so vielen Stellen absolut ekelhaft und nicht zu entschuldigen. Fehlt ja eigentlich nur noch so etwas wie der Vorwurf zu ihrer Kleidung. Ich frage mich sehr oft nicht was, sondern ob in den Köpfen anderer Männer überhaupt etwas vorgeht.

@anneroth

@anneroth
Unabhängig von einer ebenso dringend erforderlichen, gesellschaftlichen Debatte, hinkt Justitia aber dennoch hinterher...
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/deepfakes-collien-fernandes-ist-kein-einzelfall
Collien Fernandes ist kein Einzelfall

Deutschlandfunk Nova
@anneroth Deepfakes sind nur ein weiteres Werkzeug der Zersetzung.
Never mind the dog, beware of the owner.

@anneroth Ich glaube auch nicht, dass die Staatsgewalt allein das Problem von Männergewalt lösen kann, aber stärkere Intervention dürfte schon eine Wirkung haben.

E.g. mehr Plätze in Frauenhäusern, verpflichtende Kurse für Ersttäter, elektronische Fussfesseln bei Verstössen gegen Kontaktverbot etc.

Im digitalen Raum ist es wirklich schwierig, fürchte ich. Aufklärungskampagnen an Schulen wären gut, denn Deepfakes sind bereits dort ein wachsendes Problem. Prävention wo es halt möglich ist.

@anneroth ich war fast verwundert, dass die Justizministerin so schnell überhaupt das Thema aufgreift und offenbar schon einen Gesetzentwurf bereit hat. Das ist schon gut: denn nur wer Strafen zu fürchten hat, wir eher von der Tat abgeschreckt. Dennoch braucht es dringend, dringend regelmäßige Fortbildungen für Polizei und Justitz, wie schlimm es wirklich für zu 99.9% Frauen bedeutet, wrnn, wie oben beschrieben, angeblich "nichts passiert " ist.
@Zugfreundin Ob das mit der Abschreckung funktioniert, ist gar nicht so sicher, wie es scheint. Dazu gibt es eigene Debatten und durchaus begründete Skepsis.
@anneroth Kommt vielleicht auch auf das Strafmaß an: umso größer, umso abschreckender - oder? @ronent , was meinen Sie?
@anneroth wer es erträgt: Montag, 23.3.26 20.15 Uhr @ZDF einschalten. https://youtu.be/gaCkGdHkmEs?is=Ijs2OXAoEB5HrMIC Die Betroffenen brauchen unsere Solidarität! @SheDrivesMobility
Die Wut muss die Seite wechseln. Nicht die Scham.

YouTube
@anneroth @ZDF @SheDrivesMobility Film, auf den Katja in o.g. YouTube-Video hinweist: "eine bessere Welt" ist ein Spielfilm über das, wie Hass Menschen bedroht. Katja geht es auch so, seitdem sie sich für die #verkehrswende einsetzt.
@thijs_lucas
https://www.zdf.de/ > Film "eine bessere Welt". Eine Dokumentation gibt es anschließend auch.
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