Europäische Energieagentur: Verbrauch senken, Home Office, schnellere Transformation.
Katharina Reiche: Erstmal den Solarausbau abwürgen. Selbst jetzt noch.
Europäische Energieagentur: Verbrauch senken, Home Office, schnellere Transformation.
Katharina Reiche: Erstmal den Solarausbau abwürgen. Selbst jetzt noch.
Und ich kann beim besten Willen die Aufregung nicht verstehen.
Es kann doch nicht richtig sein, mit öff. Geldern wirtschaftlich unvernünftiges, gedankenloses Verhalten zu fördern.
Statt sich dem Kernproblem zu widmen, nämlich Angebot und Nachfrage besser zur Deckung zu bringen.
Hm?
Was ist am Solarausbau wirtschaftlich unvernünftiges, gedankenloses Verhalten“?
Der Solarausbau wie bisher betrieben, ist mE hochgradig unvernünftig.
Das hängt mit der von der Besonnung abhängigen und nicht steuerbaren Energiemenge zusammen, die der Einfachheit halber ins (zu schwache) Netz fließt, solange es möglich ist.
Den suboptimalen Zustand durch Subventionen noch zu verlängern statt zB den Autarkiegrad zu erhöhen, ist kontraproduktiv.
Also nicht der Solarausbau an sich, sondern seine Form, in der er betrieben wird, gehören überdacht.
Derzeit ist Gasenergie wesentlich günstiger als zugekaufte Stromenergie. Da muß sich eine Menge tun, damit das anders wird. Die Preise müßten sich etwa verdreifachen (Vorkriegsniveau).
Das kann man alles nicht vom Tisch wischen. Für Industrie sieht die Kalkulation anders aus.
Wir brauchen gute Lösungen, nicht mehr unsinnige Investitionen.
Damit man etwas zukaufen kann, muss es da sein (jenseitig aller Verantwortung). Der Gasmarkt wird nunmehr auf Jahre nicht bedient werden können, was preislich wie auch bei Abhängigkeiten fatal wirkt. Auch für Strom.
Das stimmt so nicht ganz.
Europa bezieht nur etwa 3% seines Gases von dort. Der Löwenanteil des LNG-Bezugs für D stammt aus den USA, auch Norwegen liefert bedeutende Mengen.
Das soll aber nicht heißen, daß Europa nicht schwer betroffen ist - wird es sein wegen indirekter Betroffenheit.
In der letzten FAS stand eine sehr gute Analyse dazu.
Das stimmt. Auf jeden Fall in der Theorie.
In der Praxis entscheidend sind mE langlaufende Lieferverträge, die Fähigkeit, technisch am Markt teilzunehmen (Terminalkapazitäten) und ökonomische Potenz.
Wir werden sehen, was sich tut.
Ich habe ein Beispiel wie es sicher nicht geht:
Statt unbürokratisch zu erlauben, daß ich meinen Überschuß verschenke... nein, es braucht Smartmeter, Verträge, Netzentgelte ggfs sogar externe Abrechnung...
So erstickt ein Land seine Möglichkeiten.

Ab Juni 2026 können Sie durch neue Regelungen zum Energy-Sharing im Energiewirtschaftsgesetz Ihren selbst erzeugten Solarstrom mit den Nachbarn teilen. Die Verbraucherzentralen erklären, wie Sie die Rendite Ihrer PV-Anlage steigern und gemeinsam von günstigem Lokalstrom profitieren können.
Ich wüsste nicht, wie so etwas sinnvoll ohne Smart Meter laufen kann. Das smart Meter ist das Problem nicht, der bürokratische Wahnsinn drum herum und der Wahnsinn in der Umsetzung ist die andere Baustelle. Diese komplette Marktkommunikation dazu ist obendrein offenbar ein Stück technical debt by design, überkomplex, dafür unterstabil. Es ist surreal.
Tatsächlich sind hier bereits Smartmeter das Problem.
Der Rollout langsam und nicht kostenlos: der Einbau eines neuen Zählerschranks stünde wahrscheinlich an.
Auch sonst möchte ich darauf gern verzichten, solange es geht. Aus unterschiedlichen Gründen, die ich hier nicht erörtern möchte.
Hier sollen Kuchenstücke an Stakeholder verteilt werden zwecks Kompensation, vermute ich. Und natürlich wird die Kontrolle nicht aufgegeben...
Dagegen werden nur Hardcore-Guerillas angehen.
Also eine Idee hätte ich schon. Vor allem, wenn es kein kommerzielles Interesse gibt.
Man verlegt Privatleitungen, die man öffnet bei Überschuß. Erfahrungswerte helfen, um den Aufwand gering zu halten.
Ich bin sicher, daß es bereits etwas gibt, das Feintuning erlaubt.
Gäbe es hier längst, wäre da nicht eine Straße mit Infrastruktur. Weshalb ich nie richtig geforscht habe.
:)
@finche Das würde elektrisch nicht unproblematisch. Ich finde es auch okay, öffentliche Infrastruktur zu nutzen und denke auch nicht, dass das gratis sein muss.
ich hab ja auch keine Standleitung zu Dir und doch kannst Du mich lesen. Das geht virtuell und anteilig berechnet.
Was nicht passt, ist, etwa für Transport innerhalb der gleichen Straße oder dem gleichen Dorf dafür das volle Netzentgelt abdrücken zu müssen.
Es wäre selbstverständlich die sauberste Form.
Warum ich die umgehen würde, haben bereits Sie dargelegt. Man schafft sich direkt einen bürokratischen Rattenschwanz um wenige kWh täglich aufs Netz zu geben.
Und liefert sich einer Kontrollinstanz aus, was ich auch zunehmend unheimlich finde. Meine Geschenke und meine Beziehungen zur Nachbarschaft sind Privatsache.
@finche Ich habe ja seit vielen Jahren einen ziemlich genauen Einblick (viel detaillierter, als ein Netzbetreiber bekommt) in meinen Stromverbrauch.
Mir fallen zahllose Dinge ein, bei denen mich Datenschutz viel eher umtreibt, und viele denkbare, viel besser missbräuchliche Datenpunkte. Wann ich jetzt meinen Herd anschalte und wann die (eh programmierte...) Waschmaschine läuft, das kann man erkennen. So what, das ist begrenzt gut missbrauchbar.
Ah - ich bin interessiert. Gibt es da Möglichkeiten, ohne an den Kasten zu müssen?
Ich renne jeden Morgen zum Zähler und führe eine Planmaker-Liste. Sehr lästig.
@finche Kommt drauf an, wie weit das Ding weg ist. Möglichkeiten gibt es IMMER, die Frage ist, wie aufwändig. ;)
Einfachster Fall: Strom vor Ort und "moderne" Messeinrichtung. Über Photodiode auslesen und fertig.
Schlimmster Fall: Nen Ferris-Zähler ohne Steckdose in der Nähe in einem verschlossenen Anschlussraum 20 Stockwerke unter einem. Auch das geht, aber wird sehr teuer und aufwändig. ;)
Danke. Ferris-Zähler (die alten mit einem Rad) ist im Flur.
Ich werde mal googlen, was ich unter Photodiode finden kann - ich ahne, da werden Photos gemacht und im Idealfall in Daten verwandelt...
"Moderne" Messeinrichtungen haben eine Datenschnittstelle - über Infrafot. Einmal die PIN rein und die sendet alle paar Sekunden aktuelle Wattzahl und Zählerstände.
Ferris - ich glaub, es gibt auch da welche, die eine Leuchtdiode haben, die x mal pro Wattstunde blitzt, oder vielleicht ein Reed-Kontakt. Sonst bleibt dann wirklich nur Fotos machen und analysieren, was teuer ist und obendrein viel Strom vor Ort braucht. Was teuer ist...
Dann habe ich also nichts übersehen. Lieben Dank.
Ich überlebe auch so mit meiner Primitivlösung.
Ich bin paranoid.
Das Heikle ist nicht der einzelne Datensatz, sondern die Möglichkeit, vorhandene Daten miteinander zu verknüpfen.
Und die werden immer größer. Was heute nicht geht, geht vielleicht in fünf Jahren. Die Daten werden aufbewahrt:)
Kann man nicht vermeiden, aber aktiv darauf achten, möglichst wenig Daten zu liefern.
@finche Die Frage ist, was da verknüpft mehr Infos bringt, als umverknüpft.
Ich bin grundsätzlich bei dir, aber nachdem ich durchaus selbst nicht unparanoid und gerade in der Verknüpfung die Gefahr sehe:
Wenige Daten machen mir weniger Sorgen, als diese. Ich denke eher, das das riesige Aufbauschen des Themas vor einigen Jahren (auf das auch ich eingestiegen bin!) dazu diente, Smart Meter aus ganz anderen Gründen möglichst zu verzögern und zu verteuern.
@Saupreiss
Apropos Standleitung. Unsere Kommunikationsbeziehungen sind nicht exklusiv, Stromliefeungen an den Nachbarn aber schon:)
Tatsächlich sind alle Formen des Energietransports denkbar. Aber ich kenne keine sinnvollere als eine Leitung. Als technisch interessierte Nicht-Technikerin.
Speicher schleppen für Senioren ist auch kein zukunftsweisendes Konzept, will mir scheinen.
@finche Es ist aus Gründen ziemlich verboten, Kabel zwischen verschiedenen Stromkreisen, die jeweils eigens abgesichert sind, zu Spannen.
Wir müssen da auch an die freiwilligen Feuerwehren denken.
Strom ist auch nie "exklusiv", außer halt aus nem Speicher.
Ich verstehe den Wunsch. Aber es widerspricht den Realitäten. Aber was spricht dagegen, auf zwei Seiten zu messen, aufzurechnen und einen geringen pauschalen Satz für die Nutzung lokaler Infrastruktur?
Das wäre das Bequemste. Pauschale in zweckmäßiger Höhe auf Basis Fairuse.
Aber netzdienlich wäre es gerade nicht, nicht wahr? Und das soll es mE unbedingt sein.
Meine Nachbarn sind nicht arm, sie können den Strom kaufen.
Ich hätte gern eine Lösung, in der mein Überschußstrom sinnvoll und netzdienlich verwendet wird.
Da dachte ich an Verschenken. Aber nicht an den Netzbetreiber, der mit dem Geschenk Last hat, sondern an den Nachbarn ohne PV.
@finche Ich denke, es sind zwei paar Schuhe. Ob Strom von deinem Zähler die Straße lang fließt (auch, wenn es alles bilanziell ist) - ist wurscht für die Netzdienlichkeit. Aber es nutzt gemeinsame Infrastruktur, also darf es was (wenig!) kosten.
Wenn Du gerade Sonnenstrom übrig hast, ist das Netz eher mit dem Ableiten überlastet. Das dann "netzdienlich" zu verschenken, geht nicht.
1/2
@finche 2/3 Außer vielleicht, es steht im Ort auch ein Speicher, der damit geladen wird, um es auch über Nacht lokal zur Verfügung zu stellen oder über eine dann kleiner dimensionierte Leitung abzuführen.
Davon haben dann tatsächlich alle was, und es müsste Nichtmals verschenkt sein: Der dann günstige Strom ist Rohstoff, aus dem (durch Speicherung) veredelter Strom wird.
Genau da sind die Einspeisevergütungen am Spiel. Die Peaks zu glätten und die Veredelung geht wunderbar dezentral....
@finche 3/2... und es spart UNSUMMEN beim Ausbau der Infrastruktur und kann ebenso im Winter genutzt werden, um dann günstigen Windstrom schon zu transportieren, bevor die Nachfragespitzen ihn ziehen.
Da ginge so Vieles!
@Saupreiss Genau das aber ist der Plan. Und das wäre mE doch auch politisch wünschenswert: Entlastung der Infrastruktur in Zeiten hoher Stromerzeugung durch EE.
Alternativ oder zusätzlich zu Kleinspeichern, die aber Effizienzverluste aufweisen.
Hm. Schade, daß Du keine Lösung siehst.
Tatsächlich dachte ich, das mit der einer eigenen Leitung tun zu können. Über die techn. Umsetzung hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht.
@finche Die Kleinspeicher sind nicht nur im Verhältnis sehr teuer, sie sind auch (dürfen nicht!) für Windstrom aus dem Netz hergenommen werden. Ist etwa bei steigenden WPs ein Thema, denn auch dafür braucht man ohne lokale Buffer dickere Kabel. Und wie schon gesagt, die reine Dimensionierung auf maximal Eigenversorgung hilft der Mietskaserne einen Block weiter bereits nicht mehr.
Das Kabel zum Nachbarn benutzt auch öffentliche Infrastruktur: Die Feuerwehr. ;)
Sei sicher, ich denke daran. Auf dem Land muß man praktisch sein. :)
Dem Rest Deiner Ausführungen habe ich nicht folgen können. Auf private Kleinspeicher hat doch kein Externer Zugriff.
Oder meinst Du das Abschaltfeature von PV für Reparaturen am Netz?
Ich bin im Denken in Inselanlagen befangen.
Ich bin völlig verwirrt:) Das ist überhaupt nicht die Idee.
Meine Motivation ist eher Gemeinsinn, keine Karriere als Mikro-Energieversorger.
Trotzdem weiß ich, daß oa Ideen zB von A. Schmitz (Akkudoktor) beworben werden. Und halte sie prima vista nicht einmal für verdammenswert. Der Grund des Verbots erschließt sich mir auch nicht, denn so könnte man sinnvoll Lastausgleich betreiben. Es sei denn, man ist bösartig und fährt koordinierte Attacken aufs Netz.