Europäische Energieagentur: Verbrauch senken, Home Office, schnellere Transformation.
Katharina Reiche: Erstmal den Solarausbau abwürgen. Selbst jetzt noch.
Europäische Energieagentur: Verbrauch senken, Home Office, schnellere Transformation.
Katharina Reiche: Erstmal den Solarausbau abwürgen. Selbst jetzt noch.
Und ich kann beim besten Willen die Aufregung nicht verstehen.
Es kann doch nicht richtig sein, mit öff. Geldern wirtschaftlich unvernünftiges, gedankenloses Verhalten zu fördern.
Statt sich dem Kernproblem zu widmen, nämlich Angebot und Nachfrage besser zur Deckung zu bringen.
Hm?
Was ist am Solarausbau wirtschaftlich unvernünftiges, gedankenloses Verhalten“?
Der Solarausbau wie bisher betrieben, ist mE hochgradig unvernünftig.
Das hängt mit der von der Besonnung abhängigen und nicht steuerbaren Energiemenge zusammen, die der Einfachheit halber ins (zu schwache) Netz fließt, solange es möglich ist.
Den suboptimalen Zustand durch Subventionen noch zu verlängern statt zB den Autarkiegrad zu erhöhen, ist kontraproduktiv.
Also nicht der Solarausbau an sich, sondern seine Form, in der er betrieben wird, gehören überdacht.
@finche 2/2 Das erwartbare Ergebnis: Deutlich weniger Zubau, womöglich mehr Speicher, die so lala den Eigenbedarf über Nacht decken und möglichst Nulleinspeisung.
DAS können wir uns tatsächlich nicht mehr leisten.
Genau das aber ist doch vernünftig derzeit, oder?
Wenn wir keine Lösung finden zur Angleichung von Angebot und Nachfrage, nützt uns weiterer Ausbau wenig bis nichts, wenn die Netze nicht leistungsfähig sind.
Oder sehe ich das falsch?
PS. ME kommen wir ohne grundlastfähige Energieerzeugung nicht aus. Und wenn es noch so schmerzt.
Dezentrale Speicher sind einerseits für die genannte Veredelung sehr geeignet, erlauben, Netzanbindungen gleichmäßiger zu nutzen („Peak Shaving“) und Preise zu glätten. Reißt bereits sehr viel, sowohl bei kleinen Solaranlagen wie auch dem Transport von Windstrom in die Orte. Und senkt die Zahl der Laststunden fossiler Kraftwerke - was bereits sehr klar und jenseits bundespolitischer Gestaltungsoptionen finanziell viel bringen wird.
Genau das will Reiche doch auch, oder nicht?
Nicht, daß ich Reiche-Fan wäre - es geht mir um die orchestrierte ideologische Wut von grüner Seite. Sie tut uns nicht gut.
Mich machen die Taten wütend. Welche Ideologie sie dabei verfolgt, ist zweitrangig.
Ansonsten ist „Ideologie“ hier so ein Kampfbegriff: Es gibt keine Politik ohne Ideologie. Es gibt auch kein Handeln ohne, selbst reinster Pragmatismus ist wenigstens der Bewertung „jetzt schnell ist wichtiger als gut“ unterworfen (und mag zuweilen das Gebot der Stunde sein).
Mir geht es gar nicht um billige Beschimpfung der Grünen.
Mit Ideologie meine ich eine Überbetonung eines Aspekts unter Vernachlässigung anderer, gleichrangiger Probleme.
Das ist sicher allen Parteien vorzuwerfen in der je eigenen Ausprägung. Und es ist unsere Aufgabe als kritische Individuen, Widerstand gegen diese Art von Vereinnahmung zu leisten.
Auch, wenn es um eine gute Sache geht.