Was ich mir von Männern wünschen würde? Dass sie sich untereinander sagen:

- Das war nicht witzig.

- Was hat die Frau dir getan, dass du so über sie redest?

- Ich möchte mit Sexismus nichts zu tun haben.

Dass sie sich selbsttätig über das Patriarchat und Feminismus informieren, damit sie nicht mehr sagen müssen, sie hätten nicht genug Kenntnisse, um was dazu zu sagen.

Weniger öffentliches Bedauern, mehr Solidarität im Alltag, wenn andere Männer Sexismus zeigen.

#Ulmen #Ally #Sexismus

Was ich mir auch wünsche: Dass eigentlich progressive Menschen nicht mehr sexistische Beleidigungen verwenden, wenn sie jemandem von der politischen Gegenseite verbal eins drüber geben wollen.

Es gibt genug Schimpfworte, die nichts mit der Mutter der zu beleidigenden Person zu tun haben.

Auch das wäre ein Anfang, die eigene Normalisierung von Frauenverachtung in der Sprache zu hinterfragen.

@AngelaCarstensen Überhaupt diese ganze Verwendung von sexuell konnotierten Ausdrücken zu Beschimpfungszwecken - ob es sich nun um Körperteile oder Handlungen handelt. Ich denke da echt jedes Mal, dass offenbar viele eine ganz ungesunde Sexualität haben, wenn sie das okay finden oder ihnen sowas als Erstes einfällt, wenn sie schimpfen wollen. Und auch das ist wahrscheinlich eine der Wurzeln des Übels ...

@lipow Mein Unbewusstes haut im Straßenverkehr auch immer das A-Wort raus. Aber auch, weil das I-Wort ableistisch ist und dann lieber das A-Wort! @AngelaCarstensen

Gestern flog allerding auch mal ein Blitzbirne von mir durchs offene Autofenster. Transporter-Fahry stoppte, und bedeutete mir, zu fahren. Oder besser zu fliegen, mit dem Lastenrad kam ich nämlich nicht durch die Lücke …
„ja, wie denn, du Blitzbirne?“

@exil_inselette @AngelaCarstensen Ja, es gibt so Sachen, die kommen sicher als tiefsitzender Reflex, und z. B. das F-Wort ist, wenn laut gebrüllt, für mich auch von der sexuellen Bedeutung getrennt. Aber nicht mehr, wenn es es als Verb verwendet wird, um auszudrücken, dass man wen anders fertigmacht, bestraft, erniedrigt ...
@lipow Absolut. Bei guten Schimpfwörtern ist ihre Länge das Problem. Arschloch und das I-Wort lassen sich in zwei Silben sprechen. Schon Blitzbirne hat 3. (Und man kann es auch entfernt ableistisch deuten).
Manchmal murmel ich auch „Eimer“. Aber es ist einfach nicht stark genug. Wenn ich mit dem normalen Fahrrad 10 km fahre, hab ich mind. 1, eher 2 Situationen, die zu schweren Unfällen führen könnten. Der Druck ist riesig … @AngelaCarstensen
@exil_inselette Unhold wäre was zweisilbiges. Dass es etwas aus der Zeit gefallen wirkt, macht es für mich eher stärker als schwächer.
@sibylle Hm, ich hab den Eindruck, dass ich ca. 70 % der Personen, die ich anbrülle, das Wort erstmal erklären müsste. 25 % der Bürger*innn in Hamburg haben Migrationshintergrund und ich wohne noch dazu in einem eher Bildungsfernen Stadtteil.
@exil_inselette "Eimer" laut schreien könnte funktionieren (und dann einfach hoffen, dass Eimer wirklich kein Bewusstsein haben, denn Eimer sind ja eigentlich sehr nützliche, oft schöne und multifunktionale Dinge) @AngelaCarstensen

@lipow

Man kann mit ihnen zum Beispiel Kröten über die Straße tragen 🤭

@exil_inselette @AngelaCarstensen

@lipow @exil_inselette

Es ist sehr bezeichnend, dass ein Verb, das eigentlich eine (idealerweise) erfreuliche und verbindenende Handlung beschreiben soll, für

- zerstören
- besiegen
- erniedrigen

steht.

Das sagt alles über die Haltung der Gesellschaft Frauen gegenüber aus.

Und gleichzeitig sollen wir über Angebote sexueller Betätigung begeistert sein.