Was ich mir von Männern wünschen würde? Dass sie sich untereinander sagen:

- Das war nicht witzig.

- Was hat die Frau dir getan, dass du so über sie redest?

- Ich möchte mit Sexismus nichts zu tun haben.

Dass sie sich selbsttätig über das Patriarchat und Feminismus informieren, damit sie nicht mehr sagen müssen, sie hätten nicht genug Kenntnisse, um was dazu zu sagen.

Weniger öffentliches Bedauern, mehr Solidarität im Alltag, wenn andere Männer Sexismus zeigen.

#Ulmen #Ally #Sexismus

Was ich mir auch wünsche: Dass eigentlich progressive Menschen nicht mehr sexistische Beleidigungen verwenden, wenn sie jemandem von der politischen Gegenseite verbal eins drüber geben wollen.

Es gibt genug Schimpfworte, die nichts mit der Mutter der zu beleidigenden Person zu tun haben.

Auch das wäre ein Anfang, die eigene Normalisierung von Frauenverachtung in der Sprache zu hinterfragen.

@AngelaCarstensen Überhaupt diese ganze Verwendung von sexuell konnotierten Ausdrücken zu Beschimpfungszwecken - ob es sich nun um Körperteile oder Handlungen handelt. Ich denke da echt jedes Mal, dass offenbar viele eine ganz ungesunde Sexualität haben, wenn sie das okay finden oder ihnen sowas als Erstes einfällt, wenn sie schimpfen wollen. Und auch das ist wahrscheinlich eine der Wurzeln des Übels ...
@lipow Zu 100%
@lipow Betrifft auch ableistische und antiqueere Schimpfwörter. Da bin ich auch meinen Schüler:innen gegenüber immer sehr humorlos.
@AngelaCarstensen Auf jeden Fall, allerdings erlebe ich da oft Gegenrede inzwischen, bzw. die werden weniger gebraucht. Das, was ich meine, sehe ich reichlich bei (hauptsächlich cis männlichen) Leuten, die sich ansonsten anders geben - es dann aber irgendwie okay finden, einen Mann zu beleidigen, indem sie ihn als weibliches Geschlechtsteil bezeichnen oder ihm unterstellen, ein inadäquates männliches Geschlechtsteil zu haben - das lässt einfach sehr tief blicken.
@lipow Das finde ich auch immer extra enttäuschend.