"Nichts ist so alt wie die Nachricht von gestern", lautet ein Grundsatz in meinem erlernten Beruf, dem Tageszeitungsjournalismus.

Nie schien sich mir diese Regel im Alltag mehr zu bestätigen als gerade jetzt. Wir erleben eine "Themenschwämme" verbunden mit einem "Themenhopping" epischen Ausmaßes, so dass sich die Ereignisse quasi überschlagen u. die mentalen wie auch zeitlichen/platzmäßigen Kapazitäten fehlen, all das "auf dem Schirm" zu behalten.
Über #Israel und #Palestina

1/3
#Presse

Eine Situation, die für Berichterstattende und Rezipienten gleichermaßen ungünstig ist.
Für die Möglichkeit, seitens der Gesellschaft regulierend und verbessernd in Abläufe eingreifen zu können, ist es geradezu tödlich.

Wir haben die Informationen, nicht alle aber viel mehr als früher, und sind aufgrund des Tempos und der Fülle nicht mehr in der Lage, sie angemessen zu verdauen und zu verwerten.

Kein Paradoxon doch eine schier unauflösbare Misere.

3/3

@LeilahLilienruh nun ja, vielleicht doch paradox in dem Sinn: wer versucht, den Nachrichten hinterherzulaufen und immer up to date zu sein, wird abgehängt — wer es schafft, sich selbstbestimmt dann und auf eine Weise zu informieren, die einen nicht überfordert — bleibt informiert… sogar urteilsfähig
@docalm Ja, möglicherweise tatsächlich auch auf diese Art paradox. 🤔