Die Bundesregierung hat heute ihre #Rechenzentrenstrategie verabschiedet: Ziel ist es, die Rechenkapazitäten bis 2030 zu verdoppeln und für #KI sogar zu vervierfachen.

Das ist fatal angesichts der negativen Folgen von Rechenzentren auf die Umwelt!

Bevor man Rechenzentren ausbaut, sollte klar sein, was dort gerechnet werden soll. KI-Systeme haben enorme gesellschaftliche Folgen und es ist schädlich, wenn damit Anwendungen z.B. zur Erstellung von DeepFakes gefördert werden. [1/5]

Für Kommunen ist die Ansiedlung von Rechenzentren meist ein Flop: Der Stromverbrauch ist enorm und bringt damit die Netzkapazitäten an ihre Grenzen, auch der hohe Wasserverbrauch wird gerade in trockenen Regionen, wie z.B. Brandenburg, zunehmend zum Problem. Gleichzeitig werden vor Ort praktisch keine Arbeitsplätze geschaffen und es fließt auch keine Gewerbesteuer, daran dürfte auch die in der Strategie angedachte Anpassung des Gewerbesteuermessbetrags wenig ändern. [2/5]
Und auch der gesamtwirtschaftliche Nutzen ist fraglich: Kein einziges KI-Unternehmen ist bisher profitabel, die Produktivität steigt durch KI-Anwendungen nicht und es verdichten sich die Anzeichen, dass es sich um eine spekulative Blase handelt. Hier allein auf die Prognosen des Wirtschaftsverbandes Bitkom zu setzen, der ein Geschäftsinteresse daran hat, das alle an den Boom glauben, ist unseriös. [3/5]
Mantraartig schreibt sich die Bundesregierung zudem Nachhaltigkeit in ihre Strategie. Das ist scheinheilig, denn ihr gesamtes Handeln torpediert diese Ziele. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird ausgebremst, stattdessen setzt die Bundesregierung auf Kohle und Gas. Ein erster Entwurf des neuen Energieeffizienzgesetzes zeigt, dass die Bundesregierung die Energieeffizienzvorgaben für Rechenzentren lockern will und Vorgaben zur Abwärme-Nutzung unter eine Wirtschaftlichkeitsvorbehalt stellen will.

Kommerzielle Rechenzentren gehören nicht ausgebaut, sondern verhindert!

Stoppt die TechBros, ihre sinnbefreiten Tools und die damit einhergehende Umweltzerstörung! [5/5]

Kein Freifahrtschein für Rechenzentren!: Die Linke MdB Sonja Lemke

Die Bundesregierung hat heute ihre Rechenzentrumsstrategie verabschiedet. Ihr Ziel ist es, die Rechenkapazitäten in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln, für Künstliche Intelligenz zu vervierfachen, obwohl, wie die Bundesregierung selbst schreibt, dass weiterhin unklar ist, wie hoch der Bedarf zukünftig ausfallen wird.

Die Linke MdB Sonja Lemke

@sonjalemke
Danke! Ich war heute eingeladen, etwas zu erzählen über den ökologischen Fussabdruck unseres Digitallebens und wie wir ihn verkleinern könnten. Erwartet war, dass ich gegen Streaming und für das Löschen von Dateien aus der Cloud plädieren würde.

Das Pladoyer war dann aber gegen ungezügelte KI-Nutzung und -Ausbau. Und wurde überraschend positiv aufgenommen.

Eine Textversion des Vortrags mit vielen Links gibt es seit ein paar Stunden. Vielleicht helfen sie.
https://dnip.ch/2026/03/18/wie-gross-ist-mein-digitaler-fussabdruck-und-was-kann-ich-tun/

Wie gross ist mein Digitaler Fussabdruck? Und was kann ich tun? - Das Netz ist politisch

Wir trennen Abfall, recyclen; wir fahren Velo oder Zug statt Auto. Oder nehmen es uns mal wieder vor. Einige essen weniger Fleisch, auch aus Rücksicht auf die

Das Netz ist politisch
@sonjalemke Technologiefeindlichkeit pur: Die Linke verwechselt Zukunftsgestaltung wieder mit Weltuntergang. KI als bloßen "Hype" abzuwerten, ist realitätsfern. Wer Rechenzentren pauschal blockiert, lagert Daten und Emissionen nur ins Ausland aus. Statt konstruktiver Konzepte liefert Frau Lemke hier nur sinnlosen, ungeplanten Aktivismus. Wenn wir so weitermachen, wird Deutschland digital endgültig abgehängt!
@sonjalemke wenn wir Geld für KI ausgeben, dann
Doch bitte für die Forschung, nicht für dumme Datacenter. Europa sollte gezielt in sinnvolle KI Forschung investieren, in energieeffizienze Lösungen, in deterministische Sprachübersetzung (das ist eine Barriere in der EU, die wir gut niederreissen können) und andere angewandte KI Lösungen. Nicht fancy, aber auch nicht evil.