Das amerikanische Nationalarchiv hat die NSDAP-Mitgliederkartei zur Recherche öffentlich gemacht und ich lese allerorts gerade nur „Was interessiert mich das?“ Kann ich nicht nachvollziehen.

Ich kann nur für mich sprechen: So schnell konntet ihr gar nicht gucken, wie ich meine Familienunterlagen rausgeholt und recherchiert habe. Ich weiß, dass beide meiner Großväter im Krieg waren, aber die „Family Lore“ sagte immer: Nicht aus Überzeugung. [Thread]

@carolin uuuuuuuh, Recherche läuft!
@carolin Opa 1 hat seine Aufnahme im Oktober 1940 beantragt
@dnddeutsch Ordentlich spät. Weißt Du , warum?
@carolin keine Ahnung, in der Familie habe ich bisher aber auch nur einen gefunden, der vor 1940 dabei war. Glaub 1940 war's einfach nicht mehr vermeidbar für Otto Normal
@dnddeutsch @carolin eine Mitgliedschaft in der NSDAP war zu jedem Zeitpunkt eine bewusste Entscheidung. Einen Zwang dazu gab es nie. Eine Parteimitgliedschaft war ggf. Durchaus Karrierefördernd. Die Mitgliedschaft in der Partei angegliederten Organisationen wie der NSLB waren allerdings durchaus Vorraussetzung. Bei Lehrkräften z.B. waren etwa 97% NSLb Mitglieder. Ein Drittel davon auch in der NSDAP.
@_Fuchs @dnddeutsch Ich sage mal: Jein. Unterschätze nicht die Kombination aus Angst, Gruppendruck und Propaganda, die da gewirkt hat.
Nur weil es keine formellen Zwang gibt, heißt das nicht, dass keine Mechanismen wirken. Wer bspw. beruflich abhängig von anderen Menschen oder heimlich homosexuell ist, überlegt sich ggf. doppelt, ob er die Einladung zur Partei ausschlägt und sich damit womöglich verdächtig macht.