Nachdem es Banksy über zwei Jahrzehnte lang gelang, seine Identität geheim zu halten, rühmen sich nun drei Reuters-Journalisten, womöglich das geschafft zu haben, woran die Presse seit Jahren gescheitert ist: den Graffiti-Künstler gegen seinen Willen zu enttarnen.
Die obsessive Suche nach seiner Identität offenbart eine gesellschaftliche Unfähigkeit, Unwissen auszuhalten. Das Unerreichbare wird als störend empfunden. Dabei liegt genau darin der Wert. 👉️ https://taz.de/!6163029/
Ist das Recherche oder kann das weg?

Nach 20 Jahren Anonymität haben Reuters-Journalisten Banksy enttarnt. Das ist aber kein Erkenntnisgewinn, nur das zerstörtes Geheimnis eines Künstlers

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@tazgetroete Ich verstehe die Kritik nicht. Banksy spielt bewusst mit seiner Anonymität, und seine Kapitalismuskritik prallt längst an seinen privaten Auktionen ab. Die Enthüllung verändert auch nichts. Die Namen sind bekannt, bringen aber auch nichts weiter. Der Künstler hat genug Mittel und Möglichkeiten, weiterhin in der Pseudonymität zu agieren, und wird dies wahrscheinlich auch tun.