Sind künftig Solar-PV-Anlagen auf privaten Dächern noch sinnvoll und wirtschaftlich?

Mein Bericht für die ARD zur Studie des @fraunhofergesellschaft ISE im Auftrag der @ews. Spoiler: der größte Fan von Dach-PV darin kommt aus der CSU. https://www.swr.de/swrkultur/wissen/umweltnews/foerderung-kleiner-dach-solaranlagen-fuer-die-energiewende-verzichtbar-100.html
In dieser Grafik sieht man den enormen Erfolg des Solar-PV-Zubaus in den letzten Jahren am Beispiel Bochum

Wenn ihr selbst die Solar-PV Statistiken für euren Kreis erkunden wollt.
Tipp von @BoKlima
PS: das Tool ist etwas langsam und ihr müsst die Orte links per Schlüsselnummer eingeben. https://dashboard.wattbewerb.de/superset/dashboard/wattbewerb_kreis/?native_filters_key=null
Wattbewerb Dashboard

@Ruhrnalist
Danke für den Beitrag! Für mich stellt sich auch die Frage, ob und wie die Haushalte von Großanlagen profitieren würden. Wenn der Strompreis insgesamt nicht sinkt und andere sich die Taschen vollmachen – wie es in Deutschland ja leider sehr verbreitet ist – dann sind solche Großanlagen abzulehnen. Zumal sie gegenüber vielen einzelnen Anlagen auf Hausdächern das Landschaftsbild massiv beeinträchtigen.

@fraunhofergesellschaft @ews

@Ruhrnalist
Die Argumentation von dem Ökonomen, dass die Förderung großer Anlagen sinnvoller ist, versteh ich nicht. Dem Staat kann als Förderer doch egal sein, wie viel der Betreiber investiert. Und ich als Dachbesitzer werde mir garantiert keine große Freifläche kaufen, nur weil dort die Installation einer PV-Anlage billiger ist.

Wieso ist eine exklusive Förderung großer Anlagen also sinnvoll?
@fraunhofergesellschaft @ews

@michaelgiesler die Kosten bei der Installation von Freiflächen PV sind pro kWp deutlich geringer, als auf einem Hausdach. Mit dem gleichen Fördergeld lässt sich mehr Fläche initiieren.
@Ruhrnalist die Kosten für die Fläche spielen da nicht mit rein?
Ein Dach hat man einfach, auf der Freifläche steht es meist in Konkurrenz zu anderer Nutzung.
@michaelgiesler @Ruhrnalist die Freifläche pachtez/mietet man vom Landwirt und kann das ganze sicherlich noch von der Steuer absetzen. Versuch das mal als privater mit deinem Hausdach. Geht dann wahrscheinlich nur wenn ich das Dach vom Nachbarn Miete und er meins.
@steffensmile @michaelgiesler es geht dabei nur um kleine Hausdächer, bzw um Anlagen mit weniger als 20 kWp
@michaelgiesler siehe diese Fläche am Rand der A45. Ein halbes Dutzend Eigentümer, steiniger Boden, Hanglage.
Da ist keine Pacht für Landwirtschaft zu erzielen. Hier produziert seit 15 Monaten eine PV Anlage Strom.

@michaelgiesler

Es gibt aber Vorteile von großen Anlagen:

- Steuerbarkeit leichter umzusetzen/einzufordern
- keine Verlagerung der eingesparten Netzentgelte auf alle anderen Stromkunden

Punkt 1 ist durch das Solarspitzengesetz schon teilweise entschärft worden.

Eingesparte Netzentgelte durch Direktverbrauch sind ein großer Posten von durchschnittlich 8CT pro eingespartem Bezug. Das Stromnetz wird dadurch aber nicht günstiger. Die Kosten werden dann auf alle anderen verteilt.

Beides sind aber Herausforderungen, die nicht direkt was mit der EEG-Förderung zu tun haben. Dies also mit deren Abschaffung zu regeln, ist nicht wirklich sinnvoll. Es gäbe möglicherweise auch andere Lösungen.