6.000 Jahre altes „Geschichtsarchiv“ schmilzt

Doch so wertvoll das Gletschereis der #Weißseespitze ist – ein erheblicher Teil des Archivs ist bereits unwiederbringlich verschwunden. „Die Oberfläche des Eises war schon im Jahr 2019 mehr als 300 Jahre alt", sagt Fischer. „Man kann sich also vorstellen, dass mittlerweile ein Großteil des Eises, das überhaupt noch menschliche Aktivitäten gespeichert hat, abgeschmolzen ist."
In den 6.000 Jahren davor gab es laut den bisherigen Analysen auch keine vergleichbar langen Phasen starken #Eisverlusts. Die heutige Schmelzrate sei somit beispiellos in der gesamten dokumentierten Geschichte des #Gletscher's.

Die #Alpen'gletscher selbst können laut Fischer nicht mehr gerettet werden. „In den 20 bis 30 Jahren, die es braucht, bis unsere Maßnahmen zur Verringerung der #Treibhausgasemissionen wirklich wirksam werden, werden die #Alpengletscher weitgehend abgeschmolzen sein", so die Glaziologin. Was bleibt, sind die geretteten Daten – und die Aufgabe, daraus zu lernen.

https://science.orf.at/stories/3234616/

#Klimaforschung
#Kryosphäre
#Klimakatastrophe

@tuxom was bedeutet das für die Flüssen in Europa und die Wasser Versorgung?

@Holuderhaus

Hochgebirge speichern Wasser, das in heißen und trockenen Jahren in Flüssen gespeichert und in heißen und feuchten Jahren wieder abgegeben wird. Auch der Rhein ist davon betroffen.
Modellierungen zeigen, dass der Anteil von Regen, Schnee und Gletscherschmelze im Rhein und seinen Zuflüssen bis zum Jahr 2100 sinken wird. Die Abflusskomponenten werden sich verändern. Insgesamt wird die Abflussmenge aus Regen und Schnee zunehmen, während die Gletscher schmelzen. Niedrigwasser wird häufiger und extremer. Besonders betroffen sind die Niedrigwasser-Regionen. Am Ende des Jahrhunderts wird die Eisschmelze keine Niedrigwasser-Regulierung mehr unterstützen. Dies wird Auswirkungen auf die Wassernutzung haben.

https://publikationen.badw.de/de/050619393
https://publikationen.badw.de/de/050619393/050619393%5BCC%20BY-ND%5D%7B02%20Stahl%20%28Wasser%20in%20und%20aus%20den%20Alpen.%20Hydrologie%20im%20Wandel%29%7D.pdf

BAdW · 050619393