Die Antenne ist eine kombinierte Konstruktion: Ein Moxon-Rechteck für das 2-Meter-Band und eine kleine Yagi-Struktur für das 70-Zentimeter-Band. Mechanisch sind beide Antennen auf einer gemeinsamen Trägerstruktur aufgebaut.
Wenn man die Antenne vom Griffstück aus beschreibt, beginnt alles mit einem kreuzförmigen 3D-gedruckten Bauteil. Der untere längere Arm dient als Griff. Links und rechts gehen zwei Querarme ab. In diese werden jeweils Kunststoffrohre mit etwa 33,5 cm Länge gesteckt. Diese Rohre bilden die seitlichen Träger für den Draht des Moxon-Rahmens. (4/11)
Aus der oberen Seite des Griffstücks ragt ein weiteres Kunststoffrohr von etwa 12 cm Länge nach vorne. Am Ende dieses Rohres sitzt ein weiteres kreuzförmiges Verbindungsteil aus dem 3D-Drucker. Dieses Bauteil hat vorne und hinten Aufnahmen für weitere Kunststoffrohre sowie quer dazu eine Bohrung für einen Aluminiumstab.
Der Aluminiumstab in dieser Querbohrung ist ein parasitäres Element der 70-cm-Yagi und arbeitet als Reflektor. Er befindet sich innerhalb des späteren Moxon-Rahmens, gehört elektrisch aber zum 70-cm-Teil der Antenne. (5/11)
Vor dem Einspeisepunkt setzt sich die mechanische Struktur weiter nach vorne fort. Das zentrale Kreuzstück mit dem Stecker enthält wieder eine Querbohrung für einen Aluminiumstab, der sich unmittelbar vor dem Moxon-Rahmen befindet. Dieser Aluminiumstab ist der passiv erregte Strahler der 70-cm-Yagi.
Noch einmal etwa 17 cm weiter vorne folgt ein weiterer Aluminiumstab, der als Direktor dient. Damit besteht die 70-cm-Antenne aus drei Elementen: Reflektor, Strahler und Direktor.
Die gesamte Antenne arbeitet also als Kombination zweier Richtantennen auf einem gemeinsamen Träger:
– der Moxon-Rahmen für 2 m mit Strahler und Reflektor aus Litze… (9/11)
– eine kleine 3-Element-Yagi für 70 cm mit Aluminiumstäben als parasitäre Elemente
Die erzielbaren Richtgewinne liegen ungefähr bei 4,5 dB auf 2 m und etwa 9 dB auf 70 cm.
Gegen elf Uhr begann Jan damit, alle Antennen mit seinem NanoVNA durchzumessen. Die Ergebnisse waren insgesamt sehr gut. Die gemessenen SWR-Werte lagen überwiegend zwischen 1,2 und 1,5. Bei einigen Antennen ließ sich die Anpassung durch leichtes Kürzen der Litze schnell weiter verbessern. (10/11)
Pascale und ich haben unsere Antenne anschließend kurz vor der Tür getestet und über das Relais DB0LZ einen ersten Funkkontakt hergestellt. Danach gab es noch ein Gruppenfoto, bei dem alle Teilnehmenden ihre fertigen Antennen präsentierten.
Zum Abschluss sind wir noch gemeinsam im Restaurant der Wildpark Alm essen gegangen und haben den Workshop dort ausklingen lassen. Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung – und das Ergebnis für alle Beteiligten war eine funktionierende selbstgebaute Richtantenne für zwei Amateurfunkbänder. #Amateurfunk #Ham #Antenne #Workshop #Selbstbau #DARC #Familie (11/11)