Weil ich oft zum Verhältnis von #Union und #Grüns gefragte werde, möchte ich (als progressive Grüne) mal versuchen zu femsplainen :

Durch die Brille des Rechts-Links-Spektrums/progressive versus konservativ ist nicht viel Gemeinsames zu sehen.

Aber die Überschneidungen zwischen „wir sind Bewahrer dessen, was uns hinterlassen wurde“ und „wir sind Treuhänder:innen dessen, was unsern Kindern bleiben soll“ ist nicht so klein, wie viele denken.

@AwetTesfaiesus für die einzelnen Ökothemen mag das reichen. Aber die zentrale Frage der Verteilungsgerechtigkeit lässt sich mit dieser Union nicht lösen. Dazu die zunehmende "Arschlochigkeit".
Ohne den Versuch, so was wie Gerechtigkeit herzustellen, kann alles andere nichts werden.

Warum ist es so unmöglich, ein breites linkes Wahlbündnis um die Themen: Umverteilung, Klimaschutz, Bildung, etc. auszustellen und damit wieder Wahlen zu gewinnen?

@daccle das sehe ich auch als größte Herausforderung der CDU, zumal sogar ihre Mitgliederschaft ja eine Vermögenssteuer deutlich befürwortet

@AwetTesfaiesus kannst Du mir erklären, warum das Thema Gerechtigkeit und Vermögensverteilung so wenig eine Rolle spielt? In der Ampel wurde da nix erreicht. Eigentlich müssten alle Nachrichten, ständig darüber berichten und es müsste ein Selbstläufer sein, um Wahlen zu gewinnen.

Stattdessen bekommen wir alle relevanten Systeme kaputtgespart und den Vorwurf der Faulheit gedrückt.

@daccle @AwetTesfaiesus

Aus einer Kleinpartei heraus, die sich schon oft mit diesen Fragen auseinandergesetzt hat:
Deutsche Wahlgesetze verunmöglichen so gut wie jede Form von Wahlbündnis oberhalb der kommunalen Ebene. Die einzige Form, die auf Bundesebene möglich ist, ist die von CDU/CSU, die für kleinere Parteien und/oder nicht für die Ewigkeit gedachte Bündnisse nicht praktikabel ist - oder man muss gleich die Parteien komplett fusionieren.

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@ErikML @AwetTesfaiesus es würde ja reichen gemeinsamen Wahlkampf zu machen und gemeinsame Forderungen zu stellen. Listen zu koordinieren käme ja ganz am Schluss.
Das hat mehr mit Sprach- und Strategielosigkeit zu tun. Auch damit, dass es während der Regierungsverantwortung von Rot/Grün (und auch der Ampel) nicht spürbar gerechter wurde. Gerechtigkeit muss gegen den Widerstand der Besitzenden durchgesetzt werden.

@daccle @AwetTesfaiesus

Auch das Erfahrungswert aus bald 15 Jahren politischem Engagement: gemeinsamer Wahlkampf ohne gemeinsame Liste/Kandidatur funktioniert nicht. Am Ende ist man dann doch immer Konkurrenz füreinander - meist konkurriert man sogar um weitgehend dasselbe Wählerklientel.

Ceterum censeo afdem esse damnandum