Das #Atommüll-Problem ist durchaus lösbar, glaube ich.
Aber nicht mit einem #Endlager.
Und es wird sauteuer – aber das wussten eigentlich alle schon vorher.

Wir müssen das Zeug aufheben. Rückholbar. Engmaschig überwacht. Alle 100 Jahre oder so packen wir's um, in bessere Behälter als vorher.
Und irgendwann, in 10.000 oder 100.000 Jahren, können wir es tatsächlich entsorgen.
Wie? Keine Ahnung. Aber wir ™️ werden etwas entwickeln, falls wir nicht vorher an Blödheit untergehen.
(1/3)

Wir werden den Müll auf 10¹² K erhitzen und die dabei entstehenden Kernteilchen zu grünem Wasserstoff rekombinieren.
Oder wir werden Scotty sagen, er soll das Zeug ins Zentrum der Sonne beamen.
Oder wir tauschen es mit den Typen in einem Paralleluniversum, bei denen die Kerne stabil sind, gegen deren Atommüll.
Oder sonst irgend was völlig Utopisches, das heute genauso unrealistisch klingt, wie "Kernspaltung" vor 10.000 oder 100.000 Jahren klang.
(2/3)
Bis dahin ist es wichtig, dass wir den Atommüll bewusst sichtbar aufheben. Es muss allen klar sein, dass das Zeug existiert, gefährlich ist, wir uns alle drum kümmern müssen – und dass es eine unglaubliche Scheißidee war. Gerne mit Schulausflügen ins Atomkraftmuseum mit Zwischenlager.
Der Müll darf nicht vergraben und vergessen werden, damit nicht irgendwann eine kommende Zivilisation ein Loch gräbt, mit dem Symbol ☢️ auf irgendwelchen Fässern nix anfangen kann und auf einmal sterben alle.
(3/3)
Endlagerfrage Das Atomklo der Republik

Simon Kowalewski macht einen Vorschlag zur nuklearen Endlagerung. Irgendwer muss das ja machen.

der Freitag
@deBaer Wenn ich in meinem Twitter-Archiv grabe, werde ich auch noch zwei, drei ähnlich alte Threads finden…
Die Idee mit dem Platz der Republik ist gut, finde ich – definitiv besser als die Suche nach einem "Endlager", und realistischer als die Idee, jeden Volksvertreter, der je für Atomkraft gestimmt hat, zur persönlichen Betreuung eines Castor-Behälters bei sich zu Hause zu verpflichten.
@joschtl MYRHHA in Belgien ist eine geplante Transmutationsanlage. Damit kann man theoretisch hochradioaktive Elemente in 100 bis 300 Jahre Elemente umwandeln. D macht aber nicht mehr mit…
@fixiecommuter Genau. Transmutation ist einer der Wege, die man vielleicht in 1.000 oder 10.000 Jahren so weit hochskaliert und marktreif hat, dass man sie anwenden könnte.
Woher die Energie kommen soll, um hunderttausende Tonnen existierenden #Atommüll mit Neutronen aus Teilchenbeschleunigern zu beschießen, ist dabei wohl das kleinste Problem – schwieriger wird es, den Müll so aufzubereiten, dass man ihn überhaupt transmutieren kann.
Rückbau der Transmutations-Reaktoren ist auch ungelöst.
@fixiecommuter Alle solche Ideen (und das ist nicht die erste – "schnelle Brüter" versprachen Ähnliches) betreiben Cherrypicking, indem sie sich prinzipiell nur um einen kleinen Teil des bestehenden #Atommüll​s kümmern können, und sie sind selbst wieder Kernreaktoren, die, wenn sie irgendwann für unfassbar viel Geld zurückgebaut werden, selbst wieder aus Atommüll bestehen.