Die Union fordert gerade nonstop die Rückkehr zur Atomkraft. Gleichzeitig schafft Deutschland es nicht einmal, seinen bestehenden Atommüll zu managen: Die Bergung der Fässer aus der Asse wird nun auf unbestimmte Zeit verschoben (statt wie geplant 2033), während immer mehr Grundwasser in das marode und inzwischen instabile Bergwerk eindringt. In der Schachtanlage liegen rund 126.000 Fässer in 13 Kammern.
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Noch einmal zur Dimension: In Asse lagert Atommüll aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Eine einzige Generation profitierte von der Kernenergie – die nächsten 33.000 bis 40.000 Generationen müssen mit den Risiken leben, das Wissen darüber weitergeben und die Kosten tragen. Allein die Vorbereitungen für eine mögliche Bergung werden von der Bundesgesellschaft für Endlagerung auf mehr als drei Milliarden Euro geschätzt. So viel zur "billigen" Kernenergie.
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@avatter Da schrillt doch sofort etwas bei mir in den Ohren: gab es da nicht ein Urteil, daß die Klimaprobleme nicht auf die kommenden Generationen abgewälzt werden dürfen? (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Klimabeschluss)

Hieße das nicht, daß mindestens bei uns AKWs schlicht verboten sind? Oder daß eine Klage auf gleicher Grundlage möglicherweise erfolgreich sein könnte?

Klimabeschluss – Wikipedia