Auf dem Oberfränkischen Imkertag 2026, gestern in #Münchberg, referierte Herr Dr. Andreas von Heßberg [1], Universität #Bayreuth über den dramatischen, ja katastrophalen, Verlust an Arten, Lebensräumen und genetischer Ressourcen – zusammengefasst: der Biodiversität. Er machte unter anderem deutlich, dass der meist betrachtete Verlust an Arten nur ein Teil der Biodiversität ist. Die Vielfalt an Lebensräumen und die genetische Vielfalt sind genauso wichtig für die Netze des Lebens.

Ein Folie aus seinem Vortrag visualisierte den Stand der Dinge und die zukünftige Entwicklung anschaulich: Die untere Kurve zeigt den fortschreitenden Biodiversitätsverlust. Wenn wir so weitermachen, zerstören wir unsere eigenen Lebensgrundlagen endgültig. Auch wenn viele inzwischen naturfern leben, sind wir auf funktionierende Ökosysteme angewiesen. Ohne sie können sich die Menschen z. B. nicht ernähren... 1/2

[1] https://kurzlinks.de/VonHessberg_UniBT

#imkertag #oberfranken #vonheßberg #unibayreuth #bayceer #biodiversität

Die mittlere Kurve zeigt ein Szenario, wenn wir unsere bisherige Schutzstrategie mit Schutzgebieten etc. deutlich verstärken. Dann kann zumindest eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erreicht werden. Ein Wandel zu einer positiven Entwicklung kann nur über erhöhte Naturschutzanstrengungen 𝘂𝗻𝗱 nachhaltiger Produktion 𝘂𝗻𝗱 nachhaltigem Konsum erreicht werden (obere Kurve).
Abschließend appellierte Dr. von Heßberg an die Zuhörer:Innen, alle sollten in ihrem Wirkungsbereich Maßnahmen für mehr Vielfalt an Lebensräumen ergreifen. Er zeigte einige anschauliche Bespiele wie das mit wenigen Mittel möglich ist. Auch riet er dazu die Landwirte als Partner zu gewinnen. Denn die Imker brauchen sie und die Landwirte profitieren von der Imkerei. Oft entsteht der Eindruck einer Gegnerschaft der zwischen Naturschutz und Land- und Forstwirte. Doch sind nicht die Bewirtschafter das Problem, sondern die Art der Landbewirtschaftung, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und die gelehrt wird. 2/2