Femizid in Mannheim. Ein Mann tötet seine Partnerin wohl aus Eifersucht in einem Waldstück.

SWR interviewt Frauen, die dort spazieren gehen, und die sich dort jetzt unwohl fühlen.

Ich akzeptiere diese Angst, aber die Gefahr kommt fast immer aus dem nahen Umfeld. Die korrekte Frage müsste eigentlich sein: Fühlen Sie sich in Ihrer Partnerschaft sicher? Werden Sie von Ihrem Ex-Partner belästigt?
Der Wald ist nicht die Gefahr. Der Mann aus dem nahen Umfeld ist es.

@sarah_ist_muede das Eine schliesst das Andere nicht aus. 2016 wurden 2 Frauen (zu verschiedenen Daten, nicht gleichzeitig) in einem Wald in BW, nahe Baden Baden, von einem Einzeltäter ergriffen, vergewaltigt und ermordet. Ja, dieser Mann war aus dem "Umfeld" aber nicht persönlich mit den Frauen bekannt. Während der Baum sicherlich nicht die Gefahr ist, bietet der Wald eine Vielfalt von Optionen für Täter = Gefahr.
@Ilka4You Die Wahrscheinlichkeit, von einem Fremden angegriffen und/oder ermordet zu werden ist aber sehr gering. Die meisten Gewalttaten gegen Frauen finden Zuhause statt und draußen häufig auch mit Männern, mit denen eine Beziehung besteht oder bestand.
Diese berechtigte Sorge muss adressiert werden. Für Frauen ist der Wandabschnitt heute nicht gefährlicher als letzte Woche, denn es war ja kein Serientäter, der auf der Flucht ist, sondern der Partner der Getöteten.
@Ilka4You Dass Frauen schon von Kindesbeinen an Angst vor dem Draußensein und vor allem vor dem Draußensein ohne Männer eingetrichtert wird, finde ich falsch. Es hält Frauen Zuhause, in Abhängigkeit und letztlich auch in Gewalt.
Es ist nicht gefährlich, als Frau alleine einen Spaziergang durch den Stadtwald zu machen. Dass trotzdem immer etwas passieren kann: klar. Aber diese wenigen Fälle sollten nicht dafür sorgen, dass Frauen keinen Mut auf das Draußen haben.

@sarah_ist_muede @Ilka4You

Ich fühle mich allein abends in der Stadt unwohl und nicht sicher - niemals im Wald.

@IngridAusOL jede kann für sich entscheiden, wie sie sich wann/wo wohlfühlt. Ich war früher beruflich sehr viel in Europa unterwegs. Wenn ich nachts anhalten musste an 1 Raststätte habe ich immer möglichst strategisch geparkt, ggf. jemanden angesprochen & einmal habe ich einen Trucker gefragt mich zum Auto zu begleiten. (Hat er freundlich und sehr lieb gemacht.) Angst ist ein Kontroll-Tool gegen Frauen, klar. Sicherheit heisst ich habe Chancen morgen noch darüber zu reden.
@sarah_ist_muede

@Ilka4You @sarah_ist_muede

Was pinkelst du mich denn jetzt von der Seite an und widersprichst dir selbst? Ich hab VON MIR BERICHTET.

Und jetzt geh einfach weiter...

@IngridAusOL @sarah_ist_muede @Ilka4You Guck, bei mir ist es umgekehrt. Schon alleine wegen der Wildschweine, was jetzt aber natürlich ein anderes Thema ist. Ich würde aber dennoch die Stadt bevorzugen. Wär ja jetzt interessant, wie viele Frauen auf offener Straße in der Stadt von wildfremden Männern angegriffen werden im Gegensatz zum Wald. Den Stadtwald (Park) würde ich vermutlich ebenfalls eher meiden, wobei ich mich noch nie eingeschränkt habe, wo ich wann lang laufe.
@katzkowski @IngridAusOL @sarah_ist_muede @Ilka4You Das entscheidende ist doch, dass die Wahrscheinlichkeit von einem Fremden angegriffen zu werden verschwindend gering ist im Vergleich zu einem aus dem eigenen Umfeld. Das ist die Kernbotschaft.
@sarah_ist_muede stimme ich 💯% zu. Leider ist es so, dass Sicherheit für Frauen häufig Einschränkung der räumlichen und in Folge dessen mentalen Freiheit bedeutet. Vernünftig abwägen? Schwierig! Soll man jetzt bei jedem treffen mit dem Partner ein Video aufnahmen? Soll man beim joggen im Wald immer einen Mann des Vertrauens zur Aufsicht mitnehmen? Es ist ein wirklich feiner Grad zwischen Sicherheit, Angst & natürlichem Vertrauen. Gerne wird "Sicherheit" auch als Unterdrückungstool eingesetzt.
@Ilka4You Ich würde gerade dazu raten, den Mann des Vertrauens Zuhause zu lassen - statistisch betrachtet. 🙃
Ich glaube einfach, wenn mehr Frauen diese Narrative durchbrechen, dann werden viele Räume alleine dadurch sicherer, dass mehr Frauen unterwegs sind.
@sarah_ist_muede "einige wenige Fälle" finde ich sehr unglücklich ausgedrückt. 13k Vergewaltigungsopfer per anno in DE alleine & 50k getötete Frauen weltweit (und deren Familien) haben Achtung verdient.
@Ilka4You Da schiebst du mir aber etwas unter.
@sarah_ist_muede ich hatte nicht vor "dir etwas unter zu schieben!" & weiss ehrlich gesagt auch nicht was Du meinst. 1 Posterin fühlt sich derartig gestört von meiner Antwort, dass sie schreibt ich hätte sie "angepinkelt" dabei habe ich ihr zugestimmt. Ich glaube das hier ist nicht meine Bubble, derartig feindseelige Leute habe ich auf mastodon noch nicht getroffen - dabei denke ich, haben wir eine ähnliche nur leicht differenzierte Ansicht. Ich wünsche euch alles Gute. (Kein Sakasmus.)
@sarah_ist_muede ich denke wir sprechen hier über unterschiedliche Feinheiten im Terminus. 13k Vergewaltigungen (Dunkelziffer höher) sollten nicht lapalisiert werden zugunsten eines geliebten Waldstücks. Femizid findet häufig im öffentlichen Raum statt, emotional motivierte Taten gegen Frauen meistens aus dem nahen Umfeld. 1 schliesst 2 nicht aus. Beim nachlesen der Tat erschien mir dieser spezielle Fall eher eine spontane emotionale Reaktion mit Todesfolge zu sein als ein geplanter Mord.
@Ilka4You Für mich ist das kein geliebtes Waldstück, ich gehe da gar nicht hin, weil mir dort zu viel los ist. Und genau das, es ist dort zu viel los, sollte doch eigentlich zusätzlich Sicherheit vermitteln.
@sarah_ist_muede das kommt sicherlich auf die Uhrzeit an. Die tat fand um 00:30h statt, da war wohl kein Hochbetrieb mehr.
@Ilka4You Klar. Aber 1. wurden die Frauen, die interviewt wurden, tagsüber interviewt und gehen da wohl selten nachts spazieren. Und 2. war es eben eine Tat, die aus der "Partnerschaft" kam. Die Ermordete hat dort ihren Freund getroffen. Der Partner ist die Gefahr, nicht der Wald. Und der Partner wäre auch Zuhause die Gefahr gewesen und das ist doch, was ich sagen will: Niemand fragt die Frauen, ob sie sich Zuhause oder in ihrer Partnerschaft unsicher fühlen. Es wird nach dem Wald gefragt.