Wusstet ihr, dass viele Arbeitgebende nur "Gehalt nach Vorschrift" zahlen, also nur das Nötigste überweisen, wie vertraglich vereinbart? Sie sind emotional nur gering an ihre Arbeitnehmenden gebunden und erfüllen nur das Minimum ihrer Fürsorgepflicht, ohne sie darüber hinaus wertzuschätzen.

https://www.stern.de/wirtschaft/studie-in-deutschland--viele-machen-nur--dienst-nach-vorschrift--37213910.html

Studie in Deutschland: Viele machen nur „Dienst nach Vorschrift“

In Deutschland sind weiter zu viele Menschen bei der Arbeit im „Energiesparmodus“, fanden Forscher heraus. Dabei kostet jede „innere Kündigung“ Geld.

STERN.de
@blogwart
Im Artike wird ja auch klar der Grund genannt: Mangelnde Wertschätzung durch den AG bzw. der Vorgesetzten.
Den AN wurde jahrzehntelang abgewöhnt, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren.
Wer AN als leicht ersetzbar hält braucht sich nicht wundern, wenn die AN den AG als ersetzbar halten.

@juergen

Und genau deshalb werden Arbeitslose stärker sanktioniert, drangsaliert und stigmatisiert. Damit die Arbeitnehmenden mehr Angst haben die Arbeit zu verlieren und endlich wieder richtig buckeln.

@blogwart

@palaress @juergen @blogwart und auch darauf kann man auf mindestens zwei Weisen reagieren: Entweder man buckelt wie gewünscht, oder man erschließt sich andere Einkommensquellen...

@blogwart dieses Arbeitnehmergebashe regt mich so unglaublich auf.

Gewerkschaften.

Jetzt.

@blogwart Der Anfang des Artikels liest sich echt wie von Merz selbst verzapft. Dass dann gar nicht den Arbeitnehmenden die Schuld gegeben wird, war n echter Plottwist.
Sorry für den Spoiler.
@AndreaKusel @blogwart danke für den Hinweis auf den Plottwist.

@blogwart
So könnten die Medien es auch interpretieren.

Wenn man nicht von vornherein die Sichtweise des Kapitals annehmen würde.

@blogwart und selbst das scheint ihnen Schmerzen zu bereiten.

@AHeid @blogwart

Was willst Du eigentlich? Mitarbeiter sind ein notwendiges Übel. Ein Kostenfaktor. Gottseidank kommt jetzt endlich AI, dann brauchen wir weniger davon oder gar keine mehr.

/s

@blogwart
Tja nun, es heißt ja auch nicht mehr Angestellte, sondern "Human Ressources", das trägt schon dazu bei, dass Angestellte ein wenig auf die Stufe mit dem Inventar gestellt werden, weniger als Menschen wahrgenommen werden und Ressourcen sind zum Verbrauchen da, nicht um sich um sie zu kümmern. Sie sind einfach nur durchlaufende Kostenfaktoren. Personalnummern sind auch nur noch Inventarnummern.

@Elyastorah @blogwart

Ohne Witz heisst es sogar mancherorts "Human Capital". Was allen Ernstes versucht wurde als eine Kehrtwende in Richtung Wertschätzung zu verlaufen.

@glitzersachen @Elyastorah @blogwart Der neueste Name ist People & Culture.

@blogwart
Ist sowieso einiges schräg. Der Arbeitgeber kann unter bestimmten Umständen Überstunden anordnen. Er war also nicht in der Lage, die Arbeit auf seine Mitarbeitenden zu verteilen. Am Ende des Tages, der Woche oder des Monats war leider die Arbeitsleistung leer und reichte nicht mehr für die übrige Arbeit.

Wenn wir das mal umdrehen, dann müsste ich ja Überstunden einfordern können, wenn mir am Ende des Tages, der Woche oder des Monats das Geld ausgegangen ist, weil ich nicht in der Lage war, es auf den Monat zu verteilen. Man stelle sich das vor.

Aus meiner Sicht ein menschenverachtendes Ungleichgewicht.

@mrkslrnz @blogwart Überstunden sind mitbestimmungspflichtig, ein Betriebsrat hilft hier.
@Carsten_O
Stimmt. Aber nur auf Antrag des Arbeitgebers, nicht des Arbeitnehmers. Wenn der Arbeitgeber die Auftragslage nicht genügend an die Arbeitsleistung anpasst, kann ich zu Überstunden gezwungen werden. Wenn der Arbeitnehmer seine Ausgaben nicht genügend an die Ausgaben anpasst, kann er keine Überstunden einfordern. Da hilft auch kein Betriebsrat.
@blogwart
@mrkslrnz @Carsten_O @blogwart ne entsprechende Petition würd ich unterschreiben.

@mrkslrnz @blogwart

Willkommen im Kapitalismus?

@blogwart immer diese Lifestyle-"Arbeiter", die glauben, ein Job wäre dafür da um sich vom dem Gehalt ein gutes Leben zu machen. Zum Kotzen.
@Ketakater @blogwart Eher Lifestyle Arbeitgeber, die Teilzeit zahlen und dann exploit-profit balance wollen...
Nein! - Doch! - Ohh!

Louis de Funes... Urheber des Insiders überhaupt auf diesem Seminar

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@blogwart
Ich finde das nicht gut und erwarte eigentlich schon, dass das Unternehmen hier für seinen Mitarbeiter nochmal eine Schippe drauf legt und die Extrameile geht, damit wir alle unsere Ziele erreichen können und das laufende Geschäftsjahr erfolgreich abschließen...
@momo @blogwart Kann nicht mal wer in dem Stil ne Tageszeitung aufmachen, mit nur solchen Framings?

@blogwart „Sind die Chefs schuld?

Allerdings geben die Gallup-Experten dafür weniger den Mitarbeitern, als der jeweiligen Unternehmensführung die Schuld. „Geringe emotionale Bindung ist kein Einstellungs-, sondern ein Führungsproblem“, sagte Studienleiter Marco Nink.“

Man hört halt irgendwann auf, gegen die Wand der Ignoranz zu laufen, weil man gelernt hat, dass sich nichts verändert, nur weil ein Mitarbeiter auf Missstände aufmerksam macht.

@Carsten_O @blogwart Dieses oft ignorante Verhalten von Chefs, Vorgesetzten ist ein weitgehend unterschätztes Problem. Meiner Erfahrung nach auch nur sehr schwer zu ändern, viele können und wollen nicht begreifen, wie enorm wichtig ein angenehmes Betriebsklima, das Gefühl des Arbeitnehmers, ernst genommen zu werden für das gesamte Unternehmen ist. Diese verkrusteten Verhaltensweisen schädigen oft den Betrieb als Ganzes, sind nicht nur ein Ärgernis für Mitarbeiter.

@scheichsbeutel @blogwart
Das ist aber ein natürliches Problem unserer Gesellschaft.
#Narzissten können sich besser verkaufen und sind flexibler.
Dass sie dabei alles unter sich und ihrem Ego zermalmen ist war hinlänglich bekannt.
Aber wenn man sich damit auseinander setzen würde, müsste man ja tatsächlich etwas ändern.
Narzissten bringen schnell die gewünschten Ergebnisse - man darf nur nicht fragen: WIE?

vgl. #Stromberg

@Carsten_O @blogwart Was für mich dabei so - naja - unsäglich dämlich war (ich hatte so etwas wie "Beraterfunktion"): Trotzdem es offenkundig für _alle_ schlecht war, den Betriebsablauf störte, die Motivation senkte etc. und (meist ein Argument, auf das gehört wird, auch _kostete_), war dieser von dir beschriebene Narzissmus meist stärker. In Kombination mit Vorurteilen, Angst vor Veränderung (war schon immer so), oder scheinbarem Machtverlust. 1/5
@Carsten_O @blogwart Es erinnert mich sehr an die derzeitigen energiepolitischen Diskussionen: Man braucht wahrlich kein Experte zu sein, sondern nur ein wenig Hausverstand und guten Willen, um zu erkennen, was die Stunde geschlagen hat. Jeder, wirklich jeder, der sich auf das Thema ein wenig einlässt, würde verstehen, dass die erneuerbaren Energien sowohl für Umweltschutz aber auch wirtschaftlich (!!) absolut sinnvoll sind, dass es eigentlich nur Argumente dafür, keine dagegen gibt. 2/5
@Carsten_O @blogwart Und trotzdem passiert das Gegenteil (natürlich ist bei letzterem der mit der Korruption eng verwobene, kaum unterscheidbare Lobbyismus ein Hauptgrund). Aber diese Uneinsichtigkeit, Verbohrtheit ist ganz ähnlich: Es ist unendlich mühsam, einem Betriebsinhaber zu erklären, warum es klug ist, Mitarbeitern Entscheidungen zu übertragen, Verantwortung, ihnen Freiräume zu bieten etc. Die nutzen das _nicht_ aus (oder so gut wie nie), sondern sind dann bereit, _mehr_ zu leisten, 3/5
@Carsten_O @blogwart weil es einfach mehr Spaß macht in einem Unternehmen zu sein, in dem man in die Prozesse eingebunden ist, Einfluss nehmen kann, sich ernst genommen fühlt. Tatsächlich wünscht man sich aber auf Führungsebene Vorschläge für Rationalisierungen, Kosteneffizienz, Optimierung der Prozessabläufe mit entsprechendem geldwertem Vorteil. Das ist ja alles schön und recht, funktioniert aber nur _mit_ den Mitarbeitern: Vor allem wird auch auf deren Wissen und Kenntis durch 4/5
@Carsten_O @blogwart diese Ignoranz völlig verzichtet. Mitarbeiter wissen oft (fast immer) sehr viel besser und genauer, was wie anders (auch effizienter) gemacht werden kann als ein Berater von außen oder die Führung. Auf dieses Wissen zu verzichten ist so unglaublich kurzsichtung und dumm (womit ich wieder am Anfang wäre), das es schlicht zum Verzweifeln ist. 5/5

@scheichsbeutel @blogwart dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

AMEN!

@Carsten_O @blogwart Ach, ich könnte noch mehrere 10000 Zeichen an Anekdotischem und Prinzipiellem hinzufügen ;-) - aber im Sinne der mit dem "Amen" benamsten Sinnlosigkeit: Der ist offenbar tatsächlich nicht beizukommen. (Man könnte vielleicht eine Anti-Aphorismensammlung mit den dümmsten Bemerkungen herausgeben ;-)).
@scheichsbeutel @blogwart ich habe das Glück (oder Pech?) es noch nie aus der Sicht eines Beraters erlebt zu haben, sondern immer von innen.
Man redet, man geht voran, man zieht ein paar Kollegen mit.
Aber sobald man aufhört zu zerren, verebbt alles.
Und ich kann nicht neben meinen Hauptaufgaben, mit denen die Firma ihr Geld verdient, dauerhaft versuchen ein Rad zu drehen, während andere es anhalten, oder sogar zurück drehen wollen.
Das kann nicht funktionieren.
@blogwart Musste eigentlich heißen "Arbeitnehmer*innen machen keine unbezahlte Mehrarbeit", aber das klingt nicht so schön

@blogwart
AN machen ihren Job?
Ist doch super!
Warum sollten sie auch mehr leisten als wofür sie bezahlt werden?
Warum der Extra-Schritt?
BTW: Wie erklären sich dann die Milliarden Überstunden jedes Jahr?

Da hat sich etwas in die sehr falsche Richtung entwickelt.

Wie schaut die Sache eigentlich auf AG-Seite aus? Wird da (für die AN) der extra-Schritt gegangen?

#bashing #AG #uberstunden #DienstnachVorschrift

@sisyphos_sw @blogwart

Nein. Selten. Dass er gegangen würde, wird allerdings gerne immer wieder herbeigelogen.

@blogwart das Problem wäre ja durchaus ernst zu nehmen. Man will nur auf keinen Fall so ähnlich klingen wie „entfremdete Arbeit“, sonst würde man ja gleich in eine Ecke gestellt werden und nicht ernst genommen. Also nimmt man so eine Redewendung 🙈
@blogwart wie im Artikel: Es sind vor allem die Führungskräfte. Ich hätten gerne Chefs eher wie V. Kompany, B. Obama oder J. Klopp. Stattdessen sitzen Chefs wie O. Scholz, M. Söder oder K. Reiche am Ruder. Wen wunderts, dass die Begeisterung überwiegend gering ist, die Unternehmenskultur aus Rückzug und Resignation bzw. loyale Stiefelleckerei/Ellbogen-Gesellschaft besteht.
Einordnung meiner 6 letzten Chefs: 3 Soziopathen, 1 charismatisch, 2 kaum/wenig existent. #fuehrungsstil
@blogwart
@Rhabarberbaer

die dpa macht noch weniger, da sind grammatikfehler in dem text.
@blogwart Das sagt der Text ja auch: Es ist ein Problem, dass durch die Unternehmensführung verursacht wird.
@blogwart Ach, es tut sich langsam etwas. Viele Arbeitgeber sind inzwischen bereit, dieses schnöde, emotionslose Geld zu reduzieren und stattdessen wertvolle Bindungsenergie in Dinge wie Tischkicker, Obstkörbe und freie Getränke am Arbeitsplatz zu investieren
@blogwart @zynaesthesie Bei meinem letzten AG gab es drei Sorten kostenloses Wasser. 🥰
@carolin @zynaesthesie Aus dem Wasserhahn, aus der Toilette, aus der Regentonne?
@blogwart @zynaesthesie OMG dann waren es ja sogar sechs. 🤯
@carolin @blogwart „Oh, Limonade?“ „Nee, bunte Gläser.“
@blogwart Ich bin schockiert!
@blogwart
Ja, isso. Wusste ich. Deshalb können viele Arbeitgebende auch einfach Firmenteile verkaufen, umsiedeln oder schliessen.
@musevg @blogwart das mit dem Umsiedeln sollten die AN auch dürfen. Dann kommt es vielleicht zum Wettbewerb der Standorte über Kapitalismusdumping und immer mehr Sozialgesetze und Regulationen...
@blogwart Ja wie dreist halt auch: Da geben die Firmen schon großzügig Arbeit, und diejenigen, die sich diese dreist nehmen, zeigen sich nicht mal erkenntlich dafür sondern machen nur das, wozu sie sich vertraglich verpflichtet haben!