#GuteFrage: Wenn kein Konsument E-Autos will, warum steckt die deutsche Autouindustrie, die weiterhin auf Verbrenner setzt, dann in der Krise?

@TwraSun
Hypothese:
Weil die dt. Automobilindustrie weder attraktive Verbrenner NOCH attraktive BEV anbietet.
Die haben sich einfach in den letzten 6-8 Jahren mit immer größeren SUVs und immer kleinteiligeren Nischenprodukten ins Knie geschossen.

(Ich stand eben mit meiner nicht gerade kleinen Familienkutsche hinter einem AMG GLE 63S. Der hat die Sonne verdunkelt. Wer kauft sowas?)

@TwraSun ich sah diese Tage eine Reportage über Ford in Köln. Alle, die nichts zu sagen haben, wissen, dass an Bedarf und Nachfrage vorbei produziert wurde und wird, nur die Konzernspitze interessiert es nicht.
@Mirabeaulacht @TwraSun Ich war begeistert, als Ford komplett auf EAutos umschwenkte - und dann kam ich in ein Ford-Autohaus mit lauter riesigen Elektro-Schlitten. Komplett an mehreren Marktsegmenten vorbei produziert. Pech gehabt.
@TwraSun Einzige mögliche Antwort bei der Frage: Der Konsument hat gar keinen Bock mehr auf Auto.
@jackpearse @TwraSun
Das ist in dieser Absolutheit ("der Konsument", "gar keinen Bock mehr") eher falsch.
Aber tatsächlich scheint es so, dass viele Konsumenten keinen Bock auf das derzeitige Auto-Angebot haben (bzw. keine Kohle dafür).

@musevg @TwraSun Selbst wenn mir jemand 20000Euro schenken würde. Ich käme NIE auf die Idee mir ein Auto dafür zumkaufen.

Alleine schon die Laternativrechnung verbietet es. Wie viele Bahnrickets bekomme ich für den Preis? Wie lange kann ich mein Fahrrad dafür ausstatten? Wie viel kostet alternativ der Carsharingvertrag.

Es im Jahr 2026 Strenggenommen nix bescheuerteres als sich ein eigenes Auto zu kaufen, wenn man nicht im hinterletzten Dorf lebt.

@jackpearse @TwraSun
Für 20k bekommst du ja auch kein vernünftiges BEV ;)

Nein im Ernst: Deine Sicht- und Lebensweise in allen Ehren, du bist da wohl zeitgemäßer/moderner unterwegs als ich und viele andere Menschys im Land. Mit 'bescheuert' kann ich leben, andere würden sich an deiner Wortwahl stören.

@musevg @TwraSun

https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2025GL118804

Wir bringen uns gerade alle um. Das IST bescheutert. Beleg in dem oberen Link. Kam vor einigen Tagen raus Open Access.

In 4 Jahren sind wir bei etwa 2°C erwärmung. Dann ist auch das Aphalt 65°C Szenario erreicht.

Kapiert eigentlich wirklich keiner hier, dass Autofahren im Sommer in einigen Jahren unmöglich geworden ist?

Asphalt ist ab 65°C vollkommen unbrauchbar. Man sinkt ein.

Das ist Professor Stefan Ramstorf.

@musevg @TwraSun

Und genau das ist hier das Problem. Leute stören sich an der Wortwahl. Das ist nicht Schönsprech genug.

Und deshalb ergreift man keine Maßnahmen, die dazu führen, dass die Menschen eine Lebenserwarung von 80 Jahren behalten.

Nein, wir wollen lieber, wegen dem TüV, ein neues Auto kaufen. Dass der Enkel dann eine Lebenserwartung von 50-60 Jahren hat ist dabei eher zweitranging.

Und 2030 klebt man dann an der Ampel im heissen Asphalt fest.

@musevg @TwraSun Kein Deutsches. Es gibt mittlerweile sogar einen Second hand markt …

@musevg @TwraSun Jeder, der wirklich wirklich ein Auto braucht, hat bereits eins.

Der Automarkt ist tot.

@jackpearse @TwraSun
ICYMI: Autos werden alt. Manche Leute 'müssen' immer aktuelle Modelle fahren und wechseln alle 1-2 Jahre.
Und ältere Autos müssen irgendwann für teuer Geld für den nächsten TÜV ertüchtig werden.
Nein, der Automarkt ist nicht tot.

@musevg @TwraSun Es gibt etliche Parameter, die auf uns zu kommen.

Der Second Hand Markt für Verbrennner kollabiert 2028 (rein mathematisch ermittelt), 70% Wertverlust. Nachfrage stopp. Diese Ölkrise wird nachhaltig. Die Umwelt wird nich immer nicht erwähnt. Asbpalt wird ab 65°C unbrauchbar. Hitzewellen stoppen den Verkehr. Erdrutsche und Überachwemmungen nehmen zu.

Das Auto ist tot. Aber das rafft hier nur noch immer keiner. Und „TüV“ ist Sachzwang, kein Kaufanreiz.

@jackpearse @TwraSun
Gute Sammlung, aber du bist da nicht ganz konsistent zwischen Verbrenner und Auto. Ja, man könnte sagen: Verbrenner ist tot - wir (d.h. große Teile der Gesellschaft) leugnen nur das Unausweichliche.
Aber BEVs nicht... nicht, so lange die Straßen nicht schmelzen.

@musevg @TwraSun Die Autobahn GmbH macht doch schon weissen Asphalt.

Autofahry sind wirklich weit weg von der Klimarealität. Ganz besonders Ostbayern ist masisv betroffen.

Brücken kaputt. Asphalt wird weich. Dadurch geht der Unterbau kaputt. Oberschicht muss alle 10 Jahre erneuert werden. Unterbau hält länger. Die Straßen werden bald eine Lebensdauer von 10 Jahren haben.

Das kollabiert gerade Alles. Game Over.

@musevg @TwraSun Nein, bin sehr konsistent. Die Verbrenner sind historisch die Ursache der Probleme.

Und die Elektrowagen werden im Aspalt versinken. Wir sind in einen Klimapfad eingebogen, der die komplette PKW-Infrastruktur unbrauchbar macht.

Aber wir bauen lieber noch AKW und Gaskraftwerke. Damit Google in BW ein KI-RZ bauen kann.

Blow-ups zerstören Betonfahrbahnen: Hitzige Gefahr auf der Autobahn durch Klimawandel

Blow-ups zerstören Betonfahrbahnen, Asphaltstraßen werden weich, Regen unterspült Trassen: Deutschland sucht nach Lösungen, um die Infrastruktur für den Klimawandel zu wappnen.

@musevg @TwraSun

Warum weiss dass den wieder Niemand?
Die neuen Sommer machen die Straßen unbenutzbar. Beton wird lebensgefährlich (Eisscholleneffekt).
Und Asphalt ist ab 65°C vollkommen unbrauchbar.

Autofahren wird immer problematischer.

https://www.autobahn.de/aktuelles/aktuell/hitzewellen-stresstest-fuer-die-autobahn

Hitzewellen – Stresstest für die Autobahn

Temperaturen bis an die 40 Grad Celsius sind auch in Deutschland keine Seltenheit mehr. Für den Fahrbahnbelag der Autobahnen sind sie ein echter Stresstest. Das zeigte sich in dieser Woche an mehreren Autobahnabschnitten im gesamten Bundesgebiet.

Die Autobahn GmbH des Bundes
@musevg @TwraSun Denn gegen BlowUps und Temperatur-Spurrillen hilft keine Klimaanlage.
@TwraSun Ich kenne seit den 90ern viele, die sofort einen Neuwagen kaufen würden, wenn irgend ein Hersteller sowas wie den Polo Variant zu einem vernünftigennOreis au den Markt bringen würde. Aber, wer Variant will oder braucht, muss mindestens eine Klasse größer kaufen.

@rseefeldt @TwraSun das sagen viele, ich glaube aber nicht dran. Es gibt Peugeot 308sw oder den mg 5 (nicht mehr neu scheinbar). Ja listenpreise sind deftig.
Aber ich bin mir nicht sicher ob das wirklich das problem beim schleppenden absatz derselben ist, denn die suvs die stattdessen gekauft werden kosten +- dasselbe.

Was die lieben leute wirklich kaufen und warum hab ich aber nie durchdrungen, mir sind die kaufentscheidungen bei Automobilen antriebsunabhängig schon immer ein rätsel.

@GroberUnfug2 @TwraSun Ja? Warum die Leute Kaufen, was sie kaufen hat wohl viel mit Werbung zu tun. Sicher auch mit Geltungsdrang, …
Den 308 verorte ich in der Golfklasse, den MG5 in der Passtklasse. Sind Optionen, würde aber lieber in der Poloklasse fündig werden.
@TwraSun Es gibt da so den ein oder anderen Politiker, der halt kein E-Auto will und deren Meinung wiegt halt deutlich mehr als die Meinung normaler Konsumenten…

@TwraSun den Chinesischen Markt haben sie komplett falsch gelesen, den Heimatmarkt ignorieren wollen.

Wo soll in einem gesättigten Heimatmarkt noch Wachstum herkommen? Wenn doch alle schon 2-3 KFZ im Haushalt haben?

@Reinald @TwraSun

In dem man einen Antriebswechsel durchführt zum Beispiel?

@seebeutel @TwraSun Den hätten sie ja habn können. Den wollten sie nicht durchhalten. In einem kurzen Fenster der Historie haben die deutschen Hersteller WIRKLICH mal die Weichen neu gestellt.

Und (das ist reine Spekulation) dann wurde das Management von den Eigentümern zurückgepfiffen und ausgetauscht und zurück gerudert. Die neuen chinesischen Player im Markt bekommen Elektro, DE macht noch ein Bissi Verbrenner bis Schluss ist.

@seebeutel @TwraSun aber auch ein Antriebswechsel im Produktangebot löst das Problem in DE nicht: wir haben einen KFZ Überbestand. Wir brauchen nicht nur Antriebswechsel, sondern einen Systemwechsel zu weniger KFZ-Mobilität. Da will die Industrie natürlich nicht mit.
@seebeutel @TwraSun Wenn wir uns mal zurück erinnern: Der Smart war vom Design her schon als e-Variante angedacht, von Anfang an. Die erste Mercedes A-Klasse. Der 1er BMW. Der i3 war mit einer völlig neuen Produktentwicklungsstrategie entworfen auf Benutzerbedürfnisse und nicht auf Markendesign. Bei VW habe ich keinen Einblick, bin aber zuversichtlich das es dort ähnliches gab, e-Golf z.B.
Alles das wurde nicht weiterverfolgt und aufgegeben. Um jetzt hinterherzulaufen.
@seebeutel @TwraSun Selbst das Thema "Mobilitätsanbieter statt Autoverkäufer" hatte mit den Floating-Share Angeboten ein Experiment. Das man justament dann aufgegeben hat, als erste Erfolge sichtbar wurden. Man hat sich entschieden, doch lieber Teil des Problems zu bleiben, statt teil der Lösung zu werden. Ebenso wie das vormals stolze britische MG-Oktagon heute auf einem chinesischen Auto pappt, wird das auch dem Mercedes-Stern und dem BMW-Propeller so gehen können.
@TwraSun Weil das einzige,was das deutsche Automanagement auszeichnet, Arroganz ist.
@TwraSun Vermute, dass es daran liegt das es keine bezahlbaren Stromer gibt. Hinzukommt das die meisten so hässlich sind das man sich damit kaum auf die Straße traut. Die deutschen Autobauer sollten bitte mal ihre Arroganz ablegen und ihren Blick gen Osten wenden. Meine Meinung 😼

@TwraSun
Wer so fragt, versteht nichts von Wirtschaft. Sorry.

#GuteFrage

@Boerps @TwraSun Magst du uns aufklären, oder belässt du's bei einem abwertenden Kommentar?
@sero_one @TwraSun
Mit 500 Zeichen kaum möglich. Aber Wirtschalftliche Zusammenhänge sind nicht so platt.
ZB. storniert nicht jede Autofirma und es sind bei einigen gerade die Elektroautos, die nicht verkauft werden.
Bitte lies doch einfach den Wirtschaftsteil einige Zeitschriften und schau nicht nur durch Deine ideologische Brille.
@TwraSun In China hat die deutsche Industrie etwa die Hälfte ihrer Gewinne realisiert. Die einheimischen Hersteller sind jetzt technisch auf Stand und berücksichtigen den lokalen Geschmack besser. Deutsche Autos gelten als Altherrenautos. Dazu kommt Nationalstolz und ein brutaler Unterbietungswettbewerb. Mit dem gesättigten Markt in Europa kommt nicht genug Gewinn herein um weiterzumachen wie bisher. USA machte nur im Nobelbereich Gewinne und das bricht wegen der Zölle weg.
@TwraSun Ich vermute mal das liegt an der Käuferstruktur. Meines Wissens ist der/die durchschnittliche Käufer:in um die sechzig, beim ersten Neuwagen. Wenn ich vierzig Jahre vom Brummen eines neuen BMW geträumt habe, will ich vermutlich nicht was nur surrt. Jüngere Menschen können sich nur Gebrauchtwagen leisten und müssen dann die Verbrenner nehmen die die Alten loswerden wollen.