Mal an die Marxismus-Spezialisten: Gibt es eigentlich einen besonderen Grund dafür, dass im Kapitalismus immer besonders ressourcenintensive Technologien gepusht werden? Oder ist das gar nicht so? Bei der Mobilität ist es immer der "Verbrenner", der gerettet werden muss, weil wahlweise Arbeitsplätze oder zu geringe Reichweite oder die Chinesen sind eh schneller oder so ... KI wird dagegen gepusht, obwohl auch da die sozialen Bedenken ja astronomisch groß sein müssten, die Energiekosten ...
@Jakobphilipp Ich bin kein besonderer Spezialist, aber vielleicht helfen dir die Begriffe (Neo-)Extraktivismus und Landnahme weiter. Und natürlich gilt auch hier die (nicht nur marxistische) Kritik des Kapitalismus, der kein Verständnis ökologischer Bedürfnisse oder Folgen hat, die nicht über den Preis abgebildet werden.
@Rackhir Ja, der Extraktivismus ... ich frage mich halt gerade: Gibt es irgendeine Gesetzmäßigkeit, die besagt: "Wir müssen immer möglichst viele natürliche Ressourcen aufrauchen, selbst, wenn es einfachere und ebenso gewinnträchtige Wege gibt, mit weniger Öl, Uran und Dreck ans gleiche Ziel zu gelangen"? Irgendein Kram mit organischer Zusammensetzung des Kapitals...? Kann man diesen Irrationalismus irgendwie ganz einfach verstehen, oder ist es einfach kolossaler Blödsinn bzw. beides?
@Jakobphilipp Ich würde mutmaßen, dass das daran liegt, dass "alte" Interessen (hier: Industrien, die auf alten Energieträgern beruhen) besser im politischen System verdrahtet sind. Wandel erzeugt ja auch Verlierer und alte, schon abgeschriebene Anlagen sind pure Profitmaschinen.