...und das Uran kommt... genau!...aus Russland...wenn es dann überhaupt noch Uran gibt... Bis so ein Kraftwerk wirklich steht, dauert es 40 Jahre (Genehmigung & Bau)... 
Dabei ist es doch so einfach. Die Anbieter müssen nur ein paar Voraussetzungen erfüllen:
Bei jedem der Punkte werden die Voraussetungen nicht erfüllt.
Die Diskussion gibt es eigentlich nur aus einem Grund (abgesehen von der atomaren Bewaffnug):
Die Gewinne aus der Stromerzeugung sollen bei den Kozernen entstehen und nicht bei den Bürger*innen.
Edit: ein wollen entfernt
@wolfgang
Nicht zu vergessen:
- Planung und Bau auf eigene Kosten ohne Subventionen.
Wie viel kostet dann die kWh, 1 Euro, 2 Euro?
Das haben fähigere Leute mal ausgerechnet. Ich weiß leider nicht mehr, wo ich das gelesen habe.
Der Preis wäre jedenfalls absolut nicht marktfähig.
@wolfgang @aerofreak @VQuaschning
Es gab in den 1990ern eine Studie von Prognos, bei der die Schadenshöhe eines Super-GAUs im Raum Biblis bei ein paar Billionen DM errechnet wurde. Bei voller Haftpflichtversicherung betrüge der Strompreis etwa 2DM/kWh.
Eine neuere Studie (Versicherungsforen Leipzig) kommt auf Versicherungsprämien von 72 Milliarden Euro pro Jahr (Schaden sechs Billionen Euro): "Der Strompreis läge damit bei rund vier Euro pro Kilowattstunde." https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/oekonomie/wie-teuer-waere-eine-haftpflichtversicherung-fuer-ein-atomkraftwerk-133710207
Diese Studie wird von Klub der Nuklearfreunde wegen systematischer Mängel kritisiert/verrissen. https://nuklearia.de/2022/04/30/widerlegt-deutschlands-bekannteste-studie-zur-versicherbarkeit-von-kernkraftwerken/
Ich kann's nicht beurteilen.
@NichtVielZuSagen
Klar, dass die Befürworter solche Studien torpedieren. Ohne die Texte gelesen zu haben: die ganzen Subventionen (siehe mein Post oben) kämen da ja wohl noch on top.
Aber auch das wird ja von den Atomfreunden immer gerne unterschlagen.
@aerofreak @wolfgang @VQuaschning
Wenn es denn nur um Kosten ginge!
Die Menschen in den Industrieländern haben dank lange angesammelten Knowhows, ausreichend technisch nutzbarer Energie und industrieller Fertigung - ich nenne es ausdrücklich: - BILLIGE Produkte, was zu einem Rebound führt:
Billig ---> gleich mehr davon !!
Sie denken nur an das Hier und Jetzt.
Zukunft? Dann leb ich nicht mehr.
Globaler Süden? Ich spende schon an Misereor o.ä. Und dann gibt's noch Entwicklungshilfe vom Staat, also von der Steuer.
"Die Menschen hier kennen den Preis von allem und den Wert von nichts," heißt es so schön.
Wenn also das Verfeuern von fossilen Kohlenstoffen und das Spalten von Uran in einer Kettenreaktion nebenwirkungsfrei wäre, könnte man über die genannten Energiequellen neutral reden. Aber beide HABEN eben Wirkungen, die in der räumlichen bzw. zeitlichen Ferne auftreten. Ob eine Kilowattstunde 0,1 oder 10 Euro kostet, wäre dann nachrangig, wenn keine Menschen hier oder anderswo in ihrem Leben geschädigt würden.
Wenn Klimaschutz im Bereich Energie teuer ist, dann ist das so. Das Klimaproblem haben sich die Industrieländer historisch eingebrockt. Daß die hiesigen Menschen Großkraftwerke vorziehen, entspringt dem gleichen Denken: Besser viel auf einmal als viel Kleinkram, den man erstmal zusammensuchen muß.
Auch im Bereich der Erneuerbaren Energien und ihrer Speicherung sehe ich die - wie ich finde - falsche Zielsetzung der hohen Energiedichte: Lithium-Ionen-Akkus werden Natrium-Ionen-Akkus vorgezogen.
Zu den Gegenargumenten der Nuklearfreunde kann ich wie gesagt keine Bewertung abgeben. Wir müssen aber davon ausgehen, daß diiese Leute nicht ganz doof sind. Aber nach dem oben Gesagten will ich mit Detailfragen zu den Kosten keine Zeit verplempern.
Die Kosten sind in erster Linie ein guter Hebel, um die "Argumente" der Befürworter anzugehen.
Meiner Meinung nach geht es bei der Diskussion über Atomkraft und Fusionstraktoren in erster Linie darum zu verhindern, dass Strom dezentral und mit Beteiligung der Bürger*innen an den Gewinnen erzeugt wird.
Die Konzerne können an Atomkraft und Fossilenergie deutlich mehr verdienen.
Der worst Case ist für diese Klientel eine Gemeinde, die die erforderliche Energie selbst erzeugt und auf Elektromobilität, Rad und ÖPV setzt.
@wolfgang @aerofreak @VQuaschning
Genau das!
Aber ohne das EEG von 2000 wäre es heute nicht ganz so leicht. Die Grundgedanken von damals waren:
1. vorrangige Einspeisung, weil sauber
2. Förderung in der Höhe, die jeder Kraftwerksbetreiber kalkulieren muß, wenn er nicht pleitegehen will.
@wolfgang @aerofreak @VQuaschning
Tu ich eigentlich auch nicht.
Was ich mit meiner leicht provokanten Aussage meinte: Auch wenn man Physik oder sonstwas sudiert hat, legt man sich eine bestimmte Perspektive zu, die anderen nicht entspricht. Déformation professionelle.
So kommen teils endlose Diskussionen zustande, bei denen man aufpassen muß, ob die Prämissen stimmig sind.
Mit einem habilitierten Physiker hab ich mal diskutiert, der den Klimawandel nur in bezug auf CO2 (ohne andere Treibhausgase) und ohne Rückkopplungen betrachtete. So kam er zur Folgerung, daß der in diesem Jahrhundert erwartbare Klimawandel nicht besonders drastisch ausfallen würde.
Immer wieder der gleiche Lobbyisten Schwachsinn. Am Ende eine weit teurere, in keinster Weise nachhaltige Energie, die uns genau wieder in die Abhängigkeit zu den Russen führt, die weltweit die Mehrheit der Atomindustrie kontrollieren.
Und Macron sollte lieber mal erklären, warum jedesmal, wenn in Frankreich ganz unerwartet der Sommer ausbricht oder der Winter einfällt die so unzuverlässige erneuerbare Energie aus Deutschland helfen muss, die Atomflaute auszugleichen, die unweigerlich eintritt.
Für Macron geht es ums Prinzip: „Sans nucléaire civil, pas de nucléaire militaire.“ („Ohne zivile Atomkraft keine militärische Atomkraft.“)
https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2020/12/08/deplacement-du-president-emmanuel-macron-sur-le-site-industriel-de-framatome
Sommerhitze hin oder her.

À l’occasion d'une visite chez Framatome au Creusot, le Président Emmanuel Macron a énoncé les trois convictions qui guident l’avenir du nucléaire français.
@VQuaschning
Mein Demo-Schild damals:
FUK U
MAPPUS
Seither haben wir einen Grünen Ministerpräsidenten. Jetzt müsste es wohl heißen
FUK U
MACRON
Das naheliegende Argument für Atomenergie, das den offensichtlichen Nachteilen entgegen gesetzt werden könnte, wäre vermutlich eines militärischer Art. Allerdings hat sich im Ukraine-Krieg gezeigt, welch leicht angreifbares Ziel eine zentrale Energieversorgung bietet. Es bleibt so am Ende kein einziges Argument übrig, das aus einer am Allgemeinwohl orientierten Politik für Atomenergie spricht. Wer politisch trotzdem daran festhält, vertritt keine Interessen des Allgemeinwohls.
Genau.
UvdL hat von ihrem Vater gelernt, wie man undurchdachte Optionen auf die Tagesordnung setzt.
"Gorleben wurde handschriftlich von niedersächsischen Regierungsbeamten hinzugefügt."
https://www.tagesspiegel.de/politik/fragen-an-ein-endlager-1810441.html
Grube Mariaglück bei Celle und Gorleben handschriftlich nachgetragen https://www.bi-luechow-dannenberg.de/2018/12/17/k-eine-weihnachtsgeschichte/
Seite 18-20 - Tab. 3.3-1 in:
https://d21buns5ku92am.cloudfront.net/69457/documents/47172-1638859718-pk_greenpeace_gorleben_13042010_0%20%281%29-332c5c.pdf
Falls es interessiert.
Warum wurde der Salzstock in Niedersachsen ausgewählt? Die Opposition ist überzeugt, dass der Untersuchungsausschuss beweisen wird, dass politische Erwägungen zur Auswahl des Standorts Gorleben als Atomendlager geführt haben, und nicht fachliche Argumente.