Wusstet Ihr das? Nach dem Zweiten Weltkrieg warb Island etwa 300 Frauen aus Deutschland zur Landarbeit an. In der Hoffnung, dass sie bleiben und heiraten.

In »Moosland« erzählt Katrin Zipse von Elsa, einer der Frauen. Innerlich vom Krieg versehrt, sprachlos inmitten einer anderen Sprache, überfordert von unvertrauten Aufgaben in einem rauen Umfeld, in einer Familie, die ihre eigenen Wunden mit sich trägt. Es ist eine Geschichte vom Fremdsein und Ankommen. Ich lese sie gern.

#wasichlese

Nachdem ich »Moorland« so sehr mochte (berührend, sachte und zugleich heftig), bleibe ich noch in Island. Von Auđur Ava Ólafsdóttirs »Eden« habe ich schon so viel Gutes gehört. Beide Büchern erinnern mich mit ihren Sprachthemen an »Flusslinien« von Katharina Hagena, eins meiner Lieblingsbücher im letzten Jahr.

@sinnundverstand
Vielen Dank für den Buchtipp. Das klingt auch für mich interessant.

Ich habe davon erst vor kurzem durch eine Folge von @DasWissen erfahren:
"Deutsche Migrantinnen in Island – Die unbekannte Geschichte der Esja-Frauen nach 1949"
https://ard.social/@DasWissen/115943037664669196

Das Wissen | SWR (@[email protected])

Deutsche Migrantinnen in Island – Die unbekannte Geschichte der Esja-Frauen nach 1949 Per Anzeige suchte Island 230 Frauen aus Deutschland, damit sie in der Landwirtschaft helfen und möglichst einen Isländer heiraten und bleiben. Die Frauen mussten sich anpassen. Mit Folgen für die Nachkommen. #podcast und Skript https://www.swr.de/swrkultur/wissen/deutsche-migrantinnen-in-island-die-unbekannte-geschichte-der-esja-frauen-nach-1949-das-wissen-2026-01-23-100.html

ARD.social
@sinnundverstand Ichcwusdte das bisher gar nicht. Danke für den Buchtipp!
@[email protected] Es gab in Island also einen Frauenmangel, ist bekannt warum?
@Life_is Mir nicht. Wenn man danach im Internet nachschlägt, finden sich aber Beiträge darüber. Etwa hier: https://www.mare.de/es-war-einmal-ein-fernes-land-content-9-1
Es war einmal ein fernes Land

1949 wanderten 200 deutsche Frauen nach Island aus – gelockt von isländischen Bauern „zur Auffrischung unseres Blutes“

@[email protected] Ich schau in Wikipedia, aber erst in die Stadt.
@sinnundverstand
Eine sehr berührende Geschichte; ich mag auch den sehr sinnlichen Schreibstil der Autorin.
@sofasophia Oh ja. Auch dass sie so viel Luft lässt und nicht alles auserzählt. Ich finde es gerade doch recht schwer, ins nächste Buch zu finden.
@sinnundverstand
Das finde ich auch immer schwierig, am liebsten habe ich es, wenn sich Bücher irgendwie thematisch ablösen. (Gerade habe ich einen Lauf mit an Herausforderungen wachsende Frauen. Wobei das vielleicht generell mein roter Faden ist.)