Mein Mann und ich haben gerade unseren Favoriten unter den pädagogisch wertvollen Lieblingssätzen unserer Mütter gekürt:
"Wenn dein Vater nach Hause kommt, kannst du dich auf was gefasst machen!"

So ungemein wichtig für eine harmonische, angstfreie Vater-Kind-Beziehung...

#Kinder #Erziehung

@LeilahLilienruh Könnte noch anbieten: „Du weißt doch, dass du deinen Vater nicht provozieren darfst“ 🙄
@BeeDoubleYou Der kam dann, wenn sie ihm mein "böses Verhalten" bereits beim Betreten des Hauses gepetzt hatte - also, noch bevor er Mantel und Tasche ablegen konnte - und er so genervt von ihrem Gezeter war, dass er zwecks Aggressionsabbau seinen Gürtel ausziehen u. mich verprügeln musste, bevor ich ihm die Situation aus meiner Sicht erklären konnte.
Die Provokation bestand dann aus meinem unglücklichen "Aber Papa!", woraufhin Mutter mich, logisch, eine Woche lang wie Luft behandeln musste.
@LeilahLilienruh @BeeDoubleYou Wow, das tut mir leid. Ich halte eine Ohrfeige für schlimm, aber verprügln mit dem Gürtel, verpetzt von Mama, das ist eine ganz andere Kategorie. Da hätten sich meine Eltern in meiner Erwachsenen-Zeit schön was anhören können.
@ausm @BeeDoubleYou Prügel galt damals (auch bei uns hinter blütenweißen bürgerlichen Fassaden) noch als "Erziehung".
Fast allen Akademikerkindern (Ärzte, Studienräte, Künstler) in meinem Umfeld ging's kein bisschen besser.
Vieles habe ich erst vor einigen Jahren von den längst erwachsenen Kindern der Freunde unserer Familie, also meiner Eltern, erfahren. Damals als Kinder u. Jugendliche sprachen wir nicht miteinander über sowas.
Gürtel, Fäuste, Schuhe, Valium... da kam vieles zum Einsatz.
@LeilahLilienruh Ich kenn sowas höchstens aus Erzählungen von meinem Vater aus seiner Kindheit. Ich hoffe du konntest das irgendwie verarbeiten. Wie ist jetzt deine Beziehung zu deinen Eltern?

@ausm Beide verstorben. Der Vater, als ich im Studium war und die Mutter vor drei Jahren.
Und nein: Ein Gespräch über all das war nie möglich. Der Vater war zu krank, um ihn am Ende noch ohne schlechtes Gewissen mit seinem Handeln zu konfrontieren. Die Mutter hat sich selbst stets als Opfer (wessen u. von was auch immer) gesehen. Ich war ein "Überleg mal, was wir alles für dich getan und dir ermöglicht haben -Kind".

Verarbeitet? Ich bin Künstlerin. Kunst ist unsere Art der Verarbeitung. 🤷‍♀️