Was wir brauchen: Einen Preisdeckel auf Sprit und das Comeback des Jahres, das 9‑Euro‑Ticket. Damit Menschen wirklich entlastet werden!

@bifouba @dielinke Sicherlich irgendwo aber die Zahl ist hier nicht entscheidend. Wenn man zueinem Arzt fährt, aber der ist 50km weit weg, ist das eine private Fahrt und mit einem kaputtgesparten, nicht gut ausgebaut Bahnnetz und völlig überteuerten Ticketpreisen, hat man keine Wahl.
Hier braucht es eine Infrastruktur- und Industriepolitik. Die Leute müssen alles, was sie alltäglich brauchen - Lebensmittelgeschäfte, Ärzte, Post, aber auch Freizeitaktivitäten wie z. B. mal ein Kino oder ...
@bifouba @dielinke ... einen Sportverein - in ihrer Nähe haben und es muss gut mit dem ÖPNV erreichbar sein.
D. h. wenn man in der aktuellen Situation einfach nur das Benzin teurer zu macht und ein 9€-Ticket einzuführt, wird das eine Lenkungswirkjng haben, ist das weltfremd
Die einzigen, die so leicht umsteigen können, sind in der Regel Großstädter, die im Stadtzentrum wohnen, wo nachts man noch gut ohne Auto wegkommt. Und die fahren ohnehin schon wenig Auto - weil sie eben alles in der Nähe...
@bifouba @dielinke ... haben und es mit dem ÖPNV gut erreichbar ist.
D. h. wenn man das Benzin teurer macht, hat es eine sehr geringe Lenkungswirkung + für die gesamte Landbevölkerung macht man nur das Leben teurer und verspielt bei denen Zustimmung zu Klimaschutzmaßnahmen.
Es ist wieder dieses typisch liberale Unsinn, bei dem nur auf den individuellen Konsum geguckt wird und alles gesellschaftliche und systemische ausgeblendet wird.

@bifouba @dielinke Umverteilung bei alltäglichen Verbrauchsgütern ist daher immer Quatsch.
Was man auch noch machen kann, aich ein Vorschlag der Linken, ist es die Kfz-Steuer anzupassen
https://www.dielinkebt.de/themen/reden/detail/joerg-cezanne-reform-der-kfz-steuer-ueberfaellig/
Die gibt es schon und sieht vor, dass Autos nach bestimmten Merkmalen unterschiedlich besteuert werden. Die müsste nur noch so anpassen, dass Autos mit einem hohen Verbrauch - was meistens die großen Luxuskarren = Autos von Wohlhabenden sind - hoch besteuert und welche mit einem ...

Um die Klimakatastrophe abzuwenden ist es zwingend notwendig die KFZ-Steuer an diesem Ziel auszurichten. DIE LINKE möchte daher die KFZ-Steuer nicht an der Größe der Motoren sondern vor allem an deren CO2-Ausstoß orientieren. Die im Gesetzentwurf vorgesehene exponentielle Steigerung der Steuersätze für höheren CO2-Ausstoß bietet einen guten finanziellen Anreiz, beim Neuwagenkauf auf ein sparsames Modell zu setzen. Daneben wäre es nötig auch für batterieelektrische PKW den CO2-Ausstoss z.B. zur Herstellung des für die Batterie verwendeten Storms heranzuziehen. So würde der höhere Stromverbrauch großer und schwerer SUV auch steuerlich berücksichtigt werden.
@bifouba @dielinke ... geringen Verbrauch - kleine und alte Autos (da früher Autos im gesamten kleiner waren und daher weniger Energie benötigten) - wenig besteuert werden.
Das würde den Armen nützen und gleichzeitig Anreize setzen, sich Autos mit einem geringen Verbrauch zuzulegen. Das wäre viel einfacher und unbürokratischer als über die Benzinpreise und Rückerstattungen ranzugehen.
Das ist aber eben nur eine Übergangslösung. Ohne Infrastruktur- und Industriepolitik geht es nicht.
Ich antworte hier mal auf den Thread im Ganzen.
Vorweg: Klassismus ist definitiv tendenziell von allen -ismen mein schwächster Punkt, einfach vom familiären Hintergrund her, und ich schätze deine Ausführungen hier und generell als wichtiges Korrektiv. Was aber natürlich nicht automatisch bedeutet, dass ich dir mit allem recht gebe.
Dass es jenseits von Übergangslösungen eine andere Infrastrukturpolitik braucht, ist unstrittig. Ebenso, dass auf der Ebene der Fahrzeuge eine typenbezogene Besteuerung hergehört (wie darüber hinaus auch unterschiedliche Parkgebühren etc.). Dass eine “Umverteilung" via x€-Ticket für Busstrecken, die es nicht gibt, Quatsch ist, auch.
Aber das schließt sich ja alles nicht aus.
Und natürlich ist die Zahl, nach der ich gefragt habe, nicht unwichtig. Wenn es hypothetisch so wäre, dass die Landbevölkerung mit geringen Einkommen nur 1% vom Kraftstoff verbrauchen, wäre es Unsinn, die anderen 99% auch zu subventionieren um die 1% auf diesem Wege zu erreichen, egal, ob alles andere stimmt, was du sagst.
Tatsächlich leben über 70% in Großstädten und Umland (https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aspekte/demografie-grossstadtregionen.html). Bei den übrigen 30% sind auch einige mit Porsche dabei. Durch erhöhte pro-Kopf Fahrleistung im motorisierten Individualverkehr auf dem Land wird das nicht ausgeglichen, die ist tatsächlich nur ca. 25% höher (https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/verkehr-in-zahlen25-26-pdf.pdf?__blob=publicationFile).
Die Frage zu stellen, ob Mobilität auf dem Land mit Abschaffung von Dutzenden Milliarden an fossil fuel subsidies nicht zielgerichteter gefördert werden könnte, scheint mir legitim und zumindest nicht per se 'liberaler Unsinn', selbst falls die Antwort letztlich nein lauten sollte.
Abgesehen davon ist das Narrativ von den ‘metropolitan elites' (die in Wirklichkeit die Mehrheit stellen) ein ganz gefährliches, dass auch beim Brexit usw. von den Rechtsextremen missbraucht wurde, wie du ganz sicher weißt. Da bitte ich um Vorsicht.
Die Mehrheit der Bevölkerung Deutschlands lebt in einer Großstadt oder deren Umland. Wie sich die Großstadtregionen gewandelt haben, welchen Einfluss die Binnenwanderung oder der Zuzug aus dem Ausland haben und ob das Alter und der demografische Wandel eine Rolle spielen, zeigt unser Beitrag.
@bifouba Einen wirklich gut ausgebauten ÖPNV hat man aber auch in den wenigsten Großstädten und dann auch nur im Zentrum und zwischen ca. 22 - 5 Uhr fährt meist gar nichts mehr.
Alle Busfahrerinnen, Krankenpfleger, Schichtarbeiterinnen, die ich aus Großstädten kenne, haben z. B. ein Auto.
Es ist gibt in den großstädten Gentrifizierungsprobleme und zu benennen ist kein "rechter Talking Point". Es gibt vom Statistikservice des Arbeitsamtes, von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, usw. ...
@bifouba ... Untersuchungen dazu, wer wo in der Stadt wohnt. Die zeigen Arm-Reich-Schweren auf zwischen Stadtzentrum und Stadtrand.
Salopp Je ärmer, je weiter draußen und je weiter draußen desto schlechter wird der ÖPNV.
https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/daten-karten/verkehr-mobilitaet/2025/pendlerstroeme.html
"Rund 20,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiteten im Jahr 2023 in einer anderen Gemeinde als sie wohnten [...]"
Das ist fast die Hälfte aller Arbeitenden (ca. 46 Millinen Menschen), die pendelt. Also wir reden hier wirklich ...

Rund 20,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiteten im Jahr 2023 in einer anderen Gemeinde als sie wohnten – im Jahr 2022 waren es noch 20,34 Millionen. Das ergibt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die auf Daten der Bundesagentur für Arbeit beruht.
@bifouba ... nicht von einem Problem, was nur wenige Menschen betrifft.
"So wohnten im Jahr 2023 454.900 der in München arbeitenden Beschäftigten außerhalb der Stadtgrenzen. Es folgen Frankfurt am Main (404.800), Hamburg (391.900), Berlin (391.200) und Köln (305.200). Hamburg verzeichnete den größten Anstieg der Einpendlerinnen und Einpendler gegenüber dem Vorjahr (+13.200 Beschäftigte), es folgen München (+10.900), Berlin (+8.800) und Düsseldorf (+8.300)."
Und:
@bifouba
"Die Entwicklung der Pendlerströme innerhalb der Städtehierarchie gibt dabei auch Auskunft über weitere Konzentrationstendenzen am Arbeitsmarkt. Die Großstädte stellen für viele Arbeitsnehmer nach wie vor ein bevorzugtes Ziel dar, auch wenn dort vielleicht kein ausreichendes Wohnraumangebot vorhanden ist."
Also die Wohnungsfrage und Mietpreise sind daher auch mit Klimaschutz verbunden.
Dann ist es auch so, dass man in den Außenbezirken von Grosstadten, da wo die Armen wohnen, es ...
@bifouba ... meistens auch einen gewaltigen Ärztemangel, Lehrermangel, wenigerFreizeitaktivitäten, usw. gibt.
Anguckempfehlung dazu:
https://youtube.com/watch?v=19vIlQkiotc
Er erklärt in dem Video die Gentrifizierungsprobleme anhand am Beispiel Bildung und dass es einen sich Lehrerermangrl nur in den Armenviertel gibt und erklärt, woher das kommt und warum es sich so entwickelt.

@bifouba Der Text bei der bpb ist auch gut.
https://www.bpb.de/themen/stadt-land/stadt-und-gesellschaft/216871/gentrifizierung-ursachen-formen-und-folgen/
Ich bin ja nicht dagegen, Autos mit einem hohen Verbrauch zu besteuern, aber es ist einfacher umsetzbar und zielgerichteter über die KfZ-Steuer als über den Benzinpreis. Da müsste man einfach nur fie Steuersätze anpassen und nicht so ein Bürokratiemonster mit Rückerstattungen schaffen.
@bifouba Das hier passt gut zu dem Thema. Es ist eine Weile hef seid ich das gesehen habe, aber wenn ich mich recht erinnere ist sie auch gut auf die Unterschiede zwischen Stadt und Land und Innenstadt und Ranbezirke/umland eingegangen.
