Kann ein Film zugleich ästhetisch überzeugen, spannend und politisch notwendig sein? Die Frage wirkt fast schon naiv, wenn Streamingalgorithmen vor allem nach Aufmerksamkeit sortieren. Doch genau da liegt die Herausforderung. Ein Film wird notwendig, wenn er blinde Flecken sichtbar und Machtverhältnisse neu lesbar macht. Wirklich gut wird er aber erst, wenn er seine Dringlichkeit nicht als Parole benutzt, sondern als Form. Dann trägt das Kino Verantwortung und entfaltet zugleich seine künstlerische Kraft. Ayşe Polat kann das! (ARD, Wh.)
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