#abendgedanken 🧵

#autismus und #magie

Wie ich schon mal geschrieben habe, halte ich die Theorie, dass es Autist:innen an Empathie fehlt, für schwierig.
Aus meiner Sicht und aus dem, was ich so an neuerer Forschung gelesen habe, scheint es eher so zu sein, dass Autist:innen zu viel fühlen - und viele das überfordert.

Dazu schreibe ich vlt an anderer Stelle nochmal mehr.

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Mir geht es heute um etwas anderes.

Was wäre, wenn Autist:innen tatsächlich mehr fühlen, mehr wahrnehmen können als "normale" Menschen?
Was, wenn wir tatsächlich Geister und Kobolde, Engel und dunkle Wesen sehen können, aber einfach keine Worte dafür haben?
Warum üben Fantasy und SF so eine große Faszination für so viele von uns aus?
Vielleicht, weil es etwas in uns zum Klingen bringt?

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Seit ich ein Kind bin, ist für mich alles lebendig, kommuniziert alles mit mir, fühle ich mich mit allem und allen verbunden.
Das hat mich immer wieder in Schwierigkeiten mit meinen Mitmenschen gebracht. So habe ich diese Seite nur sehr wenigen Menschen gezeigt.

Aber ich war und bin davon überzeugt, dass es mehr gibt als wir sehen und anfassen können, dass es andere, magische, Ebenen gibt.

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Was wäre, wenn wir an einen Punkt kämen, an dem wir diese Fähigkeit offen leben könnten, ohne ausgelacht, verhöhnt oder gar eingesperrt und unter Drogen gesetzt zu werden?
Was wäre, wenn wir unsere Verbindung zu diesen anderen Ebenen nutzen dürften, um diese so völlig aus den Fugen geratene Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen?
Was wäre, wenn wir gemeinsam Worte dafür finden würden, wenn wir uns untereinander austauschen könnten?

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edit: 🧵

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Was wäre, wenn wir den Kindern zuhören würden, wenn sie von Begegnungen mit Kobolden und Elfen erzählen?
Was wäre, wenn wir ihnen die Botschaften glauben würden, die sie uns überbringen?
Was wäre, wenn sie sich mit dem Wissen nicht verstecken müssten?

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#lebenmitautismus #spoonielife

@Sagesse nun, dass Autistys mehr (vielleicht zu viel) fühlen als angenommen finde ich auch aus meiner Erfahrung plausibel. Ich war selbst jahrelang Shiatsupraktikerin und in der Energetikerbubble unterwegs bevor ich mich gefragt habe, was davon einer Überprüfung auf Wahrheit standhält (nicht viel). Im Nachhinein glaub ich, dass ich auf der Suche nach Erklärungen war, wieso ich mich immer fremd gefühlt habe und das Leben für mich so mühsam ist. Und hey, hier gibt es viel Spezialwissen und scheinbaren Trost. Gute Mustererkennung und Detailfokus lässt einen auch schnell in einer Rinde Baumgesichter finden... Der Gedanke, es gäbe einen Engel, Fee, Gott, shamanisches Krafttier, Ahnen o.ä. das über einen wacht ist natürlich schön - hat mir aber auf Dauer nicht geholfen zu verstehen, und mir eigentlich noch mehr Angst gemacht (es gibt ja in diesen Vorstellungen ja auch immer Dunkles). Meine Diagnose hat mir dann Erklärungen gegeben, die tatsächlich hilfreich waren um Wege zu finden etwas weniger Stress zu haben. Ich mag auch gute Geschichten um der Welt mal zu entkommen (Terry Pratchett)

Und wenn ich ehrlich bin, finde ich es magisch, dass wir auf einem Planeten durchs All sausen und jetzt überall die Natur wieder erwacht.

@Ulrike
Danke für deine Gedanken.

Ich höre daraus ein "entweder - oder", "entweder Wissenschaft oder Magie", höre ich das richtig?

Was wäre, wenn es ein "sowohl als auch" gäbe?
Wenn wir anerkennen dürften, dass beides seine Berechtigung hat?
Dass es sich möglicherweise gegenseitig ergänzt?

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@Sagesse ich habe in Esoterik über Jahre gesucht und im Endeffekt wenig hilfreiches für mich gefunden. Trotzdem kann ich mich an der "Magie" der Natur und der Gedankenwelt und Fantasie erfreuen. Nur weil etwas wissenschaftlich erklärbar ist verliert es für mich nicht seinen Zauber. Aber ich war lange genug in der Alternativbubble um ihre Schattenseiten zu kennen ...
@Ulrike
Da fühle ich mich dir sehr nahe.