@Sagesse nun, dass Autistys mehr (vielleicht zu viel) fühlen als angenommen finde ich auch aus meiner Erfahrung plausibel. Ich war selbst jahrelang Shiatsupraktikerin und in der Energetikerbubble unterwegs bevor ich mich gefragt habe, was davon einer Überprüfung auf Wahrheit standhält (nicht viel). Im Nachhinein glaub ich, dass ich auf der Suche nach Erklärungen war, wieso ich mich immer fremd gefühlt habe und das Leben für mich so mühsam ist. Und hey, hier gibt es viel Spezialwissen und scheinbaren Trost. Gute Mustererkennung und Detailfokus lässt einen auch schnell in einer Rinde Baumgesichter finden... Der Gedanke, es gäbe einen Engel, Fee, Gott, shamanisches Krafttier, Ahnen o.ä. das über einen wacht ist natürlich schön - hat mir aber auf Dauer nicht geholfen zu verstehen, und mir eigentlich noch mehr Angst gemacht (es gibt ja in diesen Vorstellungen ja auch immer Dunkles). Meine Diagnose hat mir dann Erklärungen gegeben, die tatsächlich hilfreich waren um Wege zu finden etwas weniger Stress zu haben. Ich mag auch gute Geschichten um der Welt mal zu entkommen (Terry Pratchett)
Und wenn ich ehrlich bin, finde ich es magisch, dass wir auf einem Planeten durchs All sausen und jetzt überall die Natur wieder erwacht.