@lagedernation

Liebe @Philip und @vieuxrenard einmal mehr habe ich mich darüber gefreut, dass und wie intensiv Ihr die offensichtliche Politik von Frau #Reiche analysiert und kritisiert.

Zwei Hinweise möchte ich dazu aber noch aus Perspektive der #Vermieter ergänzen. Ihr sagtet ja, dass es für diese bequem wäre, die alte #Gasheizung zu belassen anstatt auf eine günstige #Wärmepumpe zu setzen, da man die Kosten bequem auf den #Mieter umlegen könne.

Mein Hinweis zielt dabei nicht...

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@lagedernation @Philip @vieuxrenard

...darauf ab, dieses Risiko zu leugnen, sondern ich möchte verdeutlichen, dass hier sogar aus Sicht des Vermieters eigentlich ein anderes Gedankengut/Narrativ wichtig und richtig wäre:

Zunächst wird die #CO2 Umlage in Abhängigkeit von der #Energieeffizienz zwischen Mieter und Vermieter verteilt. Wenn es also die #Fossillobby nicht auch noch schafft den #ETS kaputt zu machen, kommen hier auf den Vermieter hohe nicht umlagefähige Kosten zu.

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@lagedernation @Philip @vieuxrenard

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und zudem muss jeder wirklich wirtschaftlich denkenden Vermieter berücksichtigen, dass Mieter am Ende ein Gesamtbudget für Ihre #Wohnung haben. Wenn dieses ausgeschöpft ist, spielt es für diesen keine Rolle, ob das an der Miete oder an den Heizkosten liegt.

Ein Vermieter, der entweder viel verdienen möchte oder einen Wettbewerbsvorteil eines niedrigeren Preises haben möchte, hat deshalb auch ein eigenes Interesse daran, dass die Heizkosten...

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@lagedernation @Philip @vieuxrenard

...möglichst niedrig ausfallen.

Budget Mieter = 1.000,- Euro

700,- Miete 300,- Euro BK
800,- Miete 200,- Euro BK

macht für den Vermieter 1.200,- Unterschied im Jahr...

Oder er kann den Mieter mit 700,- Miete und 200,- BK länger in der Wohnungen behalten.

Und ich denke es könnte dem Ergebnis des öffentlichen Diskurs helfen, wenn man dieses Narrativ/diese Erkenntnis entsprechend würdigt.

Niedrige BK sind auch für den Vermieter toll!

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@Der_zuversichtliche_Daniel @lagedernation @Philip Die Rechnung stimmt leider nur für gesunde Wohnungsmärkte. In der derzeitigen Marktlage haben Mieter jedenfalls in großen Städten meistens gar keine Wahl. Außerdem ist die Kaltmiete eh gedeckelt, dh ein größeres Budget bringt einem Vermieter oft keine höheren Einnahmen.

@vieuxrenard @lagedernation @Philip

Nein, das kann ich aus der Erfahrung so nicht bestätigen. Der Erfahrungsschatz ist auch gar nicht nur regional und auch gar nicht so klein. Sicher gibt es Situationen, in denen der Effekt weniger stark wirkt, aber egal ist er nie:

1. Schon rein der Logik folgend, ist es in jedem Falle so, dass die CO2-Umlage auch im angespannten Wohnungsmärkten beim Vermieter verbleibt.

2. Viele Vermieter möchten wenig Stress mit der Vermietung. Da hilft geringe...

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@vieuxrenard @lagedernation @Philip

Fluktuation und dabei hilft es günstiger sein zu können als andere. Das gilt umso mehr, wenn man sich an die #Mietpreisbremse hält.

3. Auch die Neuvermietung geht schneller, wenn man bei der gleichen Kaltmiete Dank niedrigerer #Heizkosten billiger ist.

4. Niemand mag Mietausfälle oder gar Räumungsklagen, sofern sie nicht zu anschließender Neuvermietung mit höherer Miete führen.

5. Es gibt nicht nur angespannte Wohnungsmärkte.

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@vieuxrenard @lagedernation @Philip

Unabhängig davon ist das Narrativ nicht hilfreich, weil es den Eindruck vermittelt als wäre es die Regel und als müsse man sich als "kluger" #Vermieter so verhalten, wie von Euch in der Folge beschrieben.

Aber das Gegenteil ist der Fall: Es bietet zahlreiche Vorteile, auch als Vermieter aktiv zu werden und sich für günstige Heizkosten ohne CO2-Umlage einzusetzen.

Vielleicht hilft es ja, wenn jemand mit Eurer Reichweite zumindest mal eine Anregung...

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@vieuxrenard @lagedernation @Philip

in die Richtung gibt und eine entsprechende Debatte angestoßen wird.

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