NEUER BEITRAG: Währenddessen… (KW 10)
Nachdem Christian endlich die Lektüre von Craig Thompsons "Habibi" nachgeholt hat, wird er nie wieder an Thompson zweifeln…
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Währenddessen… (KW 10)
Christian: Nach meiner überfälligen Erstlektüre von Craig Thompsons Habibi: Gedanken zu Craig Thompsons Habibi (2011): 1. 646 Seiten. Habibi ist in seinem Umfang ein einschüchterndes Werk. 2. Für Habibi hat sich Craig Thompson ein Thema gesucht, mit dem er beweisen kann, dass er nicht nur autobiografisch schreiben kann, sondern literarisch. Ist Skepsis angebracht? 3. Einige Kritiker schrieben, Craig Thompson habe sich bei Habibi verhoben: sein Strich sei wunderschön, sein Orientalismus und seine kulturelle Aneignung dagegen ein Ärgernis, seine Haremsfantasien frivol und leichtfertig, die Erzählung um ein neunjähriges Mädchen, das an einen Erwachsenen verheiratet wird, indiskutabel. 4. Habibi ist wahnsinnig ambitioniert. Craig Thompson widmet sich der Formenvielfalt arabischer Schriftzeichen und arabischer Kunst und entwickelt seine eigene arabische Bildsprache. Er lässt sich auf poetische Assoziationen ein und verknüpft die Handlung mit Geschichten aus dem Koran und aus 1001 Nacht. Es beginnt fast archaisch mit einer Geschichte über Sklaverei und Haremsleben und erhält erst spät eine realistische Komponente, beispielsweise wenn moderne Umweltprobleme in die Handlung einsickern. 5. Und dann ist Habibi noch eine epische Liebesgeschichte über zwei verlorene …