Kolumne: Mein Leben ist gas- und ölfrei (von Schmier- und Speiseöl abgesehen). Es ist leiser, sauberer, sichererer und nicht zuletzt billiger als das von Leuten, die für Mobilität und Heizen auf fossile Brennstoffe angewiesen sind. In Zukunft werden wir alle so leben. #Iran

Kommen Sie doch rüber zu uns, ist angenehm hier. Und wenn es für Sie selbst aktuell schwierig ist: Helfen Sie dabei, dass politische Weichen so gestellt werden, dass es einfacher wird.

Geschenklink: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/iran-krieg-hoher-gas-und-oelpreis-ich-lebe-in-der-zukunft-ist-angenehm-hier-a-ace1defc-6c73-445b-abbf-70637f485ee0?giftToken=b832322e-69f2-4a6d-88cd-f0eca28b26f3

Hoher Gas- und Ölpreis: Ich lebe in der Zukunft. Ist angenehm hier!

Mir ist der Krieg gegen Iran keineswegs egal, seine Auswirkungen auf die Energiepreise aber schon. Öl und Gas spielen bei meinen Haushaltskosten keine Rolle. Das klingt privilegiert, doch auch Sie können etwas tun.

DER SPIEGEL
Unser Haus ist 15 Jahre alt. Wir wussten ja auch vor 15 Jahren schon, dass es eine potenziell apokalyptische Klimakrise gibt (Sie auch, wenn Sie kein Verschwörungstheoretiker sind). Dass Öl und Gas ein suizidaler, auch geopolitisch unsinniger Irrweg sind. Heute sollte das eigentlich wirklich jedem klar sein.
Abermillionen Deutsche dagegen haben sehenden Auges extrem unkluge Entscheidungen getroffen. Wenn es dann teuer wird, rufen sie nach dem Staat. Tankrabatt! Gaspreisbremse!
@chrisstoecker Mich regt der Tankrabatt-Mist auch total auf. Wie sollen EVs attraktiver werden, wenn Benzin ständig subventioniert wird!? 😡
(Sehr gute Kolumne, ganz Ihrer Meinung.)
@chrisstoecker Problem ist ja auch dass viele Menschen in WEGs und in Mietverhältnissen gar nicht in der Lage sind diese Entscheidungen zu treffen...
@chrisstoecker (aber ja wer sich noch nagelneue Verbrennerautos kauft gehört eher sanktioniert, und gezwungen ne MPU zu machen ob man ihnen überhaupt noch zutrauen kann am Straßenverkehr teilzunehmen)
@missqarnstein deshalb das hier:

@chrisstoecker ja das kommt davon wenn man schnell mal antwortet und dann den Artikel liest oO

Wünsche einen schönen Rest-Sonntag ;)

@missqarnstein Auch als Mieter hast Du einen Rechtsanspruch darauf, dass Dein Vermieter Dir die Installation einer Wallbox ermöglicht.

Wird halt nur problematisch, wenn es überhaupt keinen festen Stellplatz gibt.

https://mastodon.green/@taschenorakel/115286648098009320

@chrisstoecker

@taschenorakel @chrisstoecker ich weiß ja nicht warum alle von Wallboxen reden, ich fahr Fahrrad. Geht um so essentielle Sachen wie heizen und warmwasser.

@chrisstoecker

Ich kann diese Fingerzeige auf diese skandinavischen Zwergstaaten zur EU-Förderung aus der Portokasse nicht mehr ertragen😡😤

@missqarnstein

@missqarnstein @chrisstoecker Wir hier in der WEG mit 42 Parteien auf 6 Häuser haben es vor eineinhalb Jahren tatsächlich geschafft, uns auf die Anschaffung einer gemeinsamen Ladeinfrastruktur und auch auf den konkreten Anbieter zu einigen. Die erforderliche Mehrheit hatten wir locker erreicht. Vier Wochen später gingen die Baumaßnahmen los, halbes Jahr später gabs dann auch Abnahme durch den Energieversorger und offiziellen Netzanschluss.
@missqarnstein @chrisstoecker und wir haben hier mittlerweile auch gut ein Drittel der Parkplätze in der TG mit Wallboxen versorgt, Zaptec Pro mit bis zu 22 kW.
@missqarnstein @chrisstoecker doch jeder kann diese Entscheidung treffen. Es ging ja auch beim unterschreiben des Mietvertrags mit gastherme
@chrisstoecker Mein Haus ist jetzt sechs Jahre alt. Meine Baufirma wollte mir damals eine Gastherme mit Solarthermie verkaufen (ist in Niedersachsen Pflicht). Ich habe dankend abgelehnt und 4.000 € mehr für eine Wärmepumpe gezahlt. Allerdings konnte ich mir auch den Gasanschluss für 1.500 € sparen. Die Mehrkosten habe ich locker raus... 😎
@chrisstoecker soviel zur vielbeschworenen eigenverantwortung.
@bws Genau das ist es. Die Leute reden sonlang davon, bis es sie selbst betrifft. Dann muss der Staat ran.
@chrisstoecker @bws
Ja, das ist eine gängiger Reflex.

@chrisstoecker @bws Der Staat hat dem Bürger aber leider 30 Jahre lang eingetrichtert, dass er sich um nichts kümmern braucht und dass sich insbesondere nichts ändern muss.

Eigenverantwortliche Bürger stören nur beim Durchregieren (und bei der Erfüllung der Lobbywünsche).

@chrisstoecker Ich fühl' das, ist bei mir ebenso. Nur - wie kriegt man so eine Botschaft rüber, dass das für @DieselDieter nicht nach linkgrünversifftem Besserverdiener sondern der neuen Realität rüberkommt. Der Artikel ist schon gut gelungen, nur für Leute, die Dich absichtlich nicht verstehen wollen, noch zu angreifbar. Gut gemeckert von mir, ohne Alternativvorschlag. Trotzdem wichtiger Artikel, Danke dafür.

@chrisstoecker

Man sollte Kindern und Jugendlichen sagen, dass der Kauf einer Öl- oder Gasheizung durch die Eltern ein Grund ist beim Familienrichter für die Eltern "Betreuung in wirtschaftlichen Belangen" zu beantragen.

@chrisstoecker Geht mein Diesel oder meine Gastherme kaputt, kann ich sie für wenige tsd € austauschen. E-Auto gebraucht ist nicht vorhanden, eine Aufrüstung auf Wärmepumpe zzgl. Speicher, Wallbox, PV kostet einige 10.000 €. Warum wird immer so getan, als sei man unklug, wenn man diese Investition gerade nicht tätigen kann oder möchte? Wenn der ROI Jahrzehnte in der Zukunft liegt, ist auch das für viele ein plausibles Argument.
@zillgens @chrisstoecker Man hätte wenistens bei Neubauten in den letzten 10 Jahren konsequent auf WP setzen müssen. Die Niederlande haben seit 2018 ein Verbot für Gasheizungen in Neubauten.
@neuimneuland @chrisstoecker guter Punkt! Hier muss ja eh investiert werden und da ist die WP klar besser
@zillgens @chrisstoecker Ebenso bei neuen PKW, z.B. für die ganzen gewerblichen Flotten, Paketboten usw.
@zillgens @chrisstoecker Mein E-Auto fährt ohne feste Wallbox. Für Wenigfahrer (50km bis 100km pro Woche) reicht ein Kabel mit Schukostecker über Nacht locker aus - Kostenpunkt eine Tankfüllung. Selbst wenn man 50km pro Tag pendelt, sollte das gehen (und E-Autos sind auch deutlich billiger im Verbrauch als Benziner, gerade wenn man zuhause lädt und beim Pendeln immer wieder mal im Stau landet).

Sage nicht, dass das für jeden passt, aber man sollte es erwägen.
@divVerent Schön das es bei dir geht. Ich musste 2025 ein Benziner mir anschaffen weil ich als Laternenparker nicht mal eben die Kabeltrommel aus der Wohnung im 8 Parteien Wohnhaus über den Gehweg zum Auto legen kann um zu hause zu laden. Im Ort gibts drei 22 kW Ladesäulen. Alle über 1,5 km von meiner Wohnung entfernt. Extrem unattraktiv für mich. Solange Laden nicht genauso schnell geht wie Sprit Tanken an einer Tankstelle ist für mich Elektromobilität nicht sinnvoll. @chrisstoecker @zillgens
@ip6net @chrisstoecker @zillgens Eben - geht halt nicht bei jedem. Man soll es sich überlegen, wenn rauskommt, dass ein Benziner her muss, dann muss eben ein Benziner her.

Laden wird aber nie genauso schnell gehen wie Tanken. Das gibt die Physik nicht her, solche Stromstärken wird man nicht sicher hinbekommen (z.B. 35 kWh / 5 minutes / 400V = 1050A, was ein Ladestrom ist, den man gerade so durch armdicke Leitungen kriegen könnte - und den Lithium-Batterien ganz bestimmt nicht aushalten; dazu kommt, dass man da eine Verlustleistung von mindestens 8400 Watt hätte, die man irgendwohin ableiten muss - das ist evtl. noch verkraftbar, es ist etwa die doppelte Leistung einer Innenheizung). Wenn man jemals die Nachladegeschwindigkeit einer Tankstelle erreichen will, muss man "Batteriewechsel-Boxenstopps" anbieten, aber sowas ist bei aktuellen E-Autos nicht einmal vorgesehen. Der Trick ist, dass es einem egal ist, wenn man nachts lädt.

Aber in der Tat, eine Garage oder Straßen-Ladesäule braucht man da schon.
Blade-Batterie 2.0: BYD gibt lebenslange Garantie auf neue Akkus - Golem.de

BYD setzt neue Maßstäbe bei der Akkutechnik. Die Blade-Batterie 2.0 bringt mehr Reichweite, höhere Ladeleistungen und längere Lebensdauer.

Golem.de
@ip6net @chrisstoecker @zillgens Selbst wenn man die Verlustleistung unter Kontrolle bringt, bleibt fraglich, ob Ladesäulen mit der Technologie (bei >1000A braucht man ja zu allererst deutlich dickere Kabel und Stecker) jemals so weit verbreitet werden wie Tankstellen jetzt.

Eine andere Limitierung ist der CCS 2.0-Stecker, der maximal 500kW Ladeleistung zulässt (und das ist schon hochgradig optimistisch mit 1000V und wassergekühltem Kabel); damit kriegt man auch eine kleine Batterie (sagen wir mal, 40 kWh) nicht in unter 5 Minuten voll.
@divVerent @ip6net @chrisstoecker Mittelfristig sollte das Laden dort erfolgen, wo das Auto geparkt wird. Sobald die Reichweite steigt, benötigt man klassische Tankstellen nur noch selten oder eben nur bei sehr langen Strecken
@zillgens Ja, das wäre schön. Ich frage mich aber wie das bei Wohnungen in Mehrparteien Mietshäusern mittelfristig passieren soll die keine eigenen Stellplätze auf dem Grundstück des Hauses haben. @divVerent @chrisstoecker

@divVerent @ip6net @chrisstoecker @zillgens

Wen man schneller laden möchte, erhöht man nicht die Ampere, sondern die Volt. Es gibt bereits Autos zu kaufen die mit 300-400 kw bei 800v laden. Das dauert dann noch so 15-20 Minuten für eine Ladung. Ein mal in der Woche 20 Minuten der Handyzeit an der Ladesäule verbringen, sollte für die meisten möglich sein😉

Unterdessen sind auch schon Autos angekündet welche mit 1500 kw laden sollen. Die sind noch nicht auf der Strasse sollten aber bald kommen

@Hilmy @ip6net @chrisstoecker @zillgens Um, wie vom Vorposter gefordert, die Ladezeit so klein zu machen wie die Tankzeit, braucht man aber dann nicht nur so 1000 V, auf die der Stecker zertifiziert ist, sondern mindestens 10kV.

Man wird aber kaum Normalbürger mit 10kV hantieren lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man das überhaupt sicher hinbekommen soll mit einem Steckerkonzept, das dem aktuellen ähnlich ist.

Dazu kommt, dass es nichts an der Verlustleistung in den Akkus selbst ändert (so 2%), die irgendwo hin abgeleitet werden muss. Bei 1500kW Ladeleistung sind das 30kW an Wärme, die die Akkus produzieren. Das kann ich mir noch vorstellen, dass man das abgeleitet bekommt, ist ja nur ca. 5x die Leistung der Innenheizung - aber viel weiter kommt man da nicht, und selbst das ist schon grenzwertig und wohl kaum als Dauerlast zu schaffen, eher als theoretisches Maximum, solange noch alles kalt ist. Die 1500kW werden BTW erreicht mit 1000V 1500A.

Noch ein Problem hierbei ist, dass man erst einmal die Infrastruktur bauen muss, um solche Ladestationen mit Strom zu versorgen. Eine typische deutsche Hochspannungsleitung liefert ja nur 380 kV, 2000A. Damit kann man gerade mal 500 Autos parallel versorgen. Schlimmer noch, aus der typischen Mittelspannungsleitung, mit denen regional versorgt wird, kommen gerade mal 50 MW - also dann nur noch so 30 Autos. - das ist knapp genug, dass man dann erst einmal Koordination der Ladestationen untereinander braucht, damit das Stromnetz nicht beeinflusst wird.

Daher glaube ich kaum, dass Laden mit Benzingeschwindigkeit jemals die Norm wird. Es wird das vielleicht an ein oder zwei Tankstellen pro Großstadt geben, und an manchen Autobahntankstellen - das war's dann aber auch.

Und 15 Minuten schaffen wir schon heute. Für mich reicht das auch - aber wenn unsere Priorität wirklich Ladegeschwindigkeit sein sollte, dann müssen wir bei Benzin bleiben (oder eben Batteriewechsel-Boxenstopps anbieten).

@divVerent @ip6net @chrisstoecker @zillgens

Ich finde auch nicht, dass wir ganz an Tanken rankommen müssen um E Mobilität möglich und praktikabel zu machen

Ich komme seit 5 Jahren ganz gut mit 30 Minuten bis 80% klar, würde mir aber natürlich schon etwas weniger wünsche. 15 Minuten bis voll wäre super, dass jetzt von BYD angekündete 9 Minuten bis voll, ist aber eigentlich schon mehr als nötig

https://www.electrive.net/2026/03/13/byd-kuendigt-premiere-der-europaeischen-flash-charger-fuer-april-an/

Dies arbeitet auch noch mit Akku Zwischenspeicher um das Hetzt zu entlasten

BYD kündigt Premiere der europäischen „Flash-Charger“ für April an - electrive.net

Das von BYD vor einigen Tagen in China präsentierte „Flash Charging“ steht nur noch wenige Wochen vor seiner weltweiten Markteinführung. Am 8. April wird der

electrive.net
@ip6net
Die nächsten Jahre (10+ Jahre?) wird Laden nicht wie tanken funktionieren und es auch nicht 'das Laden' geben, allein schon der Unterschied zwischen DC und AC. Die Infrastruktur muss natürlich da sein. Bei uns ging es ohne Wallbox am Anfang problemlos, zB beim Einkauf. Er steht, er lädt. Wallbox+PV ist natürlich perfekt.
@divVerent @chrisstoecker @zillgens
@Mr_GHARice Aber genau an diese Infrastruktur fehlt ja hier bei mir auf dem Lande. An keiner unserer Einkaufsparkplätze ist eine Ladesäule vorhanden. Und wir haben hier im Ort, Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, Hol Ab, Jawoll und Action sowie zwei Baumärkte. Öffentliche Ladesäulen ist eine bei einem Autohaus und die anderen zwei am Bahnhof, die jeweils nur 22 kW liefern. Eventuell gibts bald bei McDonalds zwei schnellere Säulen, aber wer will da jedes mal essen? @divVerent @chrisstoecker @zillgens
@Mr_GHARice @chrisstoecker @zillgens @ip6net Und dann passt es eben für dich noch nicht. Ich sagte nicht, dass keiner mehr Benziner kaufen soll, ich sagte nur, dass man E-Autos erwägen soll. Das hast du getan. Damit ist doch alles in Ordnung, mehr kann man gar nicht verlangen. Wer kann, soll jetzt umsteigen, wer nicht kann, dann eben nicht (wobei ich schon jetzt empfehlen würde, keine neuen Benziner mehr zu kaufen, um Geld zu sparen bei zukünftiger Umstellung - aber das ist keine moralische Sache, nur einen finanzielle).
@ip6net
Ja. Die fehlende Infrastruktur und, fast noch relevanter, das App-Chaos beim öffentlichen Laden sind die Hindernisse.
Wir haben hier Aldi und Lidl mit Schnelllader. Eon 22kW AC 400 m entfernt. Dann können wir über unseren lokalen Stromanbieter an dessen Ladesäulen (Parkhaus) mit unserem Stromtarif laden. Beim P&R habe ich vergleichsweise günstige Ad-hoc Schnelllader.
Es ist eben nicht mehr wie tanken. Nur das was in der Zeit geht wird geladen.
@divVerent @chrisstoecker @zillgens