Kolumne: Mein Leben ist gas- und ölfrei (von Schmier- und Speiseöl abgesehen). Es ist leiser, sauberer, sichererer und nicht zuletzt billiger als das von Leuten, die für Mobilität und Heizen auf fossile Brennstoffe angewiesen sind. In Zukunft werden wir alle so leben. #Iran

Kommen Sie doch rüber zu uns, ist angenehm hier. Und wenn es für Sie selbst aktuell schwierig ist: Helfen Sie dabei, dass politische Weichen so gestellt werden, dass es einfacher wird.

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Hoher Gas- und Ölpreis: Ich lebe in der Zukunft. Ist angenehm hier!

Mir ist der Krieg gegen Iran keineswegs egal, seine Auswirkungen auf die Energiepreise aber schon. Öl und Gas spielen bei meinen Haushaltskosten keine Rolle. Das klingt privilegiert, doch auch Sie können etwas tun.

DER SPIEGEL
Unser Haus ist 15 Jahre alt. Wir wussten ja auch vor 15 Jahren schon, dass es eine potenziell apokalyptische Klimakrise gibt (Sie auch, wenn Sie kein Verschwörungstheoretiker sind). Dass Öl und Gas ein suizidaler, auch geopolitisch unsinniger Irrweg sind. Heute sollte das eigentlich wirklich jedem klar sein.
Abermillionen Deutsche dagegen haben sehenden Auges extrem unkluge Entscheidungen getroffen. Wenn es dann teuer wird, rufen sie nach dem Staat. Tankrabatt! Gaspreisbremse!
@chrisstoecker Geht mein Diesel oder meine Gastherme kaputt, kann ich sie für wenige tsd € austauschen. E-Auto gebraucht ist nicht vorhanden, eine Aufrüstung auf Wärmepumpe zzgl. Speicher, Wallbox, PV kostet einige 10.000 €. Warum wird immer so getan, als sei man unklug, wenn man diese Investition gerade nicht tätigen kann oder möchte? Wenn der ROI Jahrzehnte in der Zukunft liegt, ist auch das für viele ein plausibles Argument.
@zillgens @chrisstoecker Mein E-Auto fährt ohne feste Wallbox. Für Wenigfahrer (50km bis 100km pro Woche) reicht ein Kabel mit Schukostecker über Nacht locker aus - Kostenpunkt eine Tankfüllung. Selbst wenn man 50km pro Tag pendelt, sollte das gehen (und E-Autos sind auch deutlich billiger im Verbrauch als Benziner, gerade wenn man zuhause lädt und beim Pendeln immer wieder mal im Stau landet).

Sage nicht, dass das für jeden passt, aber man sollte es erwägen.
@divVerent Schön das es bei dir geht. Ich musste 2025 ein Benziner mir anschaffen weil ich als Laternenparker nicht mal eben die Kabeltrommel aus der Wohnung im 8 Parteien Wohnhaus über den Gehweg zum Auto legen kann um zu hause zu laden. Im Ort gibts drei 22 kW Ladesäulen. Alle über 1,5 km von meiner Wohnung entfernt. Extrem unattraktiv für mich. Solange Laden nicht genauso schnell geht wie Sprit Tanken an einer Tankstelle ist für mich Elektromobilität nicht sinnvoll. @chrisstoecker @zillgens
@ip6net @chrisstoecker @zillgens Eben - geht halt nicht bei jedem. Man soll es sich überlegen, wenn rauskommt, dass ein Benziner her muss, dann muss eben ein Benziner her.

Laden wird aber nie genauso schnell gehen wie Tanken. Das gibt die Physik nicht her, solche Stromstärken wird man nicht sicher hinbekommen (z.B. 35 kWh / 5 minutes / 400V = 1050A, was ein Ladestrom ist, den man gerade so durch armdicke Leitungen kriegen könnte - und den Lithium-Batterien ganz bestimmt nicht aushalten; dazu kommt, dass man da eine Verlustleistung von mindestens 8400 Watt hätte, die man irgendwohin ableiten muss - das ist evtl. noch verkraftbar, es ist etwa die doppelte Leistung einer Innenheizung). Wenn man jemals die Nachladegeschwindigkeit einer Tankstelle erreichen will, muss man "Batteriewechsel-Boxenstopps" anbieten, aber sowas ist bei aktuellen E-Autos nicht einmal vorgesehen. Der Trick ist, dass es einem egal ist, wenn man nachts lädt.

Aber in der Tat, eine Garage oder Straßen-Ladesäule braucht man da schon.

@divVerent @ip6net @chrisstoecker @zillgens

Wen man schneller laden möchte, erhöht man nicht die Ampere, sondern die Volt. Es gibt bereits Autos zu kaufen die mit 300-400 kw bei 800v laden. Das dauert dann noch so 15-20 Minuten für eine Ladung. Ein mal in der Woche 20 Minuten der Handyzeit an der Ladesäule verbringen, sollte für die meisten möglich sein😉

Unterdessen sind auch schon Autos angekündet welche mit 1500 kw laden sollen. Die sind noch nicht auf der Strasse sollten aber bald kommen

@Hilmy @ip6net @chrisstoecker @zillgens Um, wie vom Vorposter gefordert, die Ladezeit so klein zu machen wie die Tankzeit, braucht man aber dann nicht nur so 1000 V, auf die der Stecker zertifiziert ist, sondern mindestens 10kV.

Man wird aber kaum Normalbürger mit 10kV hantieren lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man das überhaupt sicher hinbekommen soll mit einem Steckerkonzept, das dem aktuellen ähnlich ist.

Dazu kommt, dass es nichts an der Verlustleistung in den Akkus selbst ändert (so 2%), die irgendwo hin abgeleitet werden muss. Bei 1500kW Ladeleistung sind das 30kW an Wärme, die die Akkus produzieren. Das kann ich mir noch vorstellen, dass man das abgeleitet bekommt, ist ja nur ca. 5x die Leistung der Innenheizung - aber viel weiter kommt man da nicht, und selbst das ist schon grenzwertig und wohl kaum als Dauerlast zu schaffen, eher als theoretisches Maximum, solange noch alles kalt ist. Die 1500kW werden BTW erreicht mit 1000V 1500A.

Noch ein Problem hierbei ist, dass man erst einmal die Infrastruktur bauen muss, um solche Ladestationen mit Strom zu versorgen. Eine typische deutsche Hochspannungsleitung liefert ja nur 380 kV, 2000A. Damit kann man gerade mal 500 Autos parallel versorgen. Schlimmer noch, aus der typischen Mittelspannungsleitung, mit denen regional versorgt wird, kommen gerade mal 50 MW - also dann nur noch so 30 Autos. - das ist knapp genug, dass man dann erst einmal Koordination der Ladestationen untereinander braucht, damit das Stromnetz nicht beeinflusst wird.

Daher glaube ich kaum, dass Laden mit Benzingeschwindigkeit jemals die Norm wird. Es wird das vielleicht an ein oder zwei Tankstellen pro Großstadt geben, und an manchen Autobahntankstellen - das war's dann aber auch.

Und 15 Minuten schaffen wir schon heute. Für mich reicht das auch - aber wenn unsere Priorität wirklich Ladegeschwindigkeit sein sollte, dann müssen wir bei Benzin bleiben (oder eben Batteriewechsel-Boxenstopps anbieten).

@divVerent @ip6net @chrisstoecker @zillgens

Ich finde auch nicht, dass wir ganz an Tanken rankommen müssen um E Mobilität möglich und praktikabel zu machen

Ich komme seit 5 Jahren ganz gut mit 30 Minuten bis 80% klar, würde mir aber natürlich schon etwas weniger wünsche. 15 Minuten bis voll wäre super, dass jetzt von BYD angekündete 9 Minuten bis voll, ist aber eigentlich schon mehr als nötig

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