PizzaLehmBackOfen die Zweite.

edit: Jetzt fehlt nur noch die Ofentür. Die Funktionsprobe folgt heute abend Ich will eine Pizza darin zubereiten

Ich habe den Ofen soweit "standardisiert", dass er gut reproduzierbar ist. Falls er wirklich funktioniert, biete ich ihn zum Mit- und Selberbauen an. Gut geeignet für Kindergeburtstage oder andere Festanlässe. Material-Eigenleistung wären fünf Maulwurfshügel Lehmerde...

#Kindergeburtstag #Kinder #Dresden #WerkabenteuerLehm #WerkabenteuerBacken

@werkabenteuer Sehr cool! Aber eher für Mini Pizzas (Pizzi? Pizzen? Pizzae?), oder?
@goblin
Pizzinis? Ja, der Ofen ist nur für ein Stück Pizzola groß genug... Das ließe sich aber mit einer größeren Blechdose ändern, dann würde das alles etwas nach oben skaliert.
@werkabenteuer Hmmm... *denkt an den vertrockneten Töpferlehm, den sie hier noch stehen hat*
@Magic_Cauldron
Klingt gut! Aber wie kriegst du den wieder weich?
@werkabenteuer Ganz leicht: Einfach Wasser hinzu geben und nen Tag warten. Wird ja in ner Töpferwerkstatt nicht viel anders gemacht, der rehydriert problemlos.
@Magic_Cauldron
Ist das ein Klumpen oder sind es Krümel?

@werkabenteuer Es ist ein großer Klumpen, so in Plastiktüten, wie eins sie vom Handel bekommt. Trocknen halt irgendwann mal aus. Habe die schon mehrfach so wiederbelebt und damit gearbeitet und dann brennen lassen.

Wenn du Krümel hast, in der Werkstatt wo ich jahrelang getöpfert habe wurde das so gehandhabt: Alle Tonreste (verschiedene Sorten) wurden in einem großen Wasserbottich gesammelt. Wenn genug zusammengekommen war, wurde der Ton da rausgeholt, fett auf Holz- oder Gipsplatten (?) ausgebracht zum Trocknen. Dann wurde der Ton von Hand durchgewalkt und in Tüten gelagert. Da das wild gemischt war (verschiedene Tonsorten schrumpfen ja verschieden/haben verschiedene Schamotte-Anteile) wurde das immer für die Kinderkurse verwendet.

@Magic_Cauldron
Ich hab immer größere Klumpen erst sehr mühsam zerkleinert vor dem Einweichen, manchmal sogar klein gekrümelt, wenn ich den Lehm "schnell" brauchte. Jetzt weiß ich, dass auch große Klumpen weich werden. Man muss nur rechtzeitig dran denken. Danke!
@werkabenteuer You're welcome!
Wenn du den Ton länger feucht halten (oder anfeuchten) willst, kannst du auch feuchte Tücher rein legen oder ihn damit umwickeln. Gammelt dir halt nur evtl. irgendwann weg. Der Ton ist aber noch benutzbar.

@werkabenteuer

👏🏻

Welche TGL? 😉
Der Backraum eine ausgebrannte Gurkenbüchse oder so?

@dendroniker Nee ich glaube Applmus (Schulküche).

@werkabenteuer
... besser - schmeckt nicht vor - aber
das ist ja "oder so"

Jedenfalls prima Werkstück!

@werkabenteuer Melde direkt Interesse für die Bauanleitung an ☝️
Woran erkenne ich, ob mein Material genug Ton/Lehm enthält?
@zynmaster
Das war vielleicht etwas missverständlich... Da ich von solchen Projekten lebe, biete ich den Bau als Mitmach-Workshop an. Wenn Material vor Ort ist, umso besser. Das könnte vorbereitend schon besorgt werden. Der Ofen ist aus Stampflehmteilen zusammengesetzt - die entsprechenden Formen samt Knowhow bringe ich mit. Bei Interesse bitte Bescheid geben, dann arbeite ich dir ein Angebot zu.
@werkabenteuer Schade. Bis ins Ruhrgebiet kommst Du nicht, oder?
@zynmaster Doch schon, da kommen aber die Fahrtkosten noch hinzu. Plus evtl. Übernachtung.
@werkabenteuer Naja, das wäre ne ganz ordentliche Nummer, um zu lernen, wie man einen Lehmofen baut. Vielleicht schau ich mal, dass ich noch ein paar Leute finde, die mitmachen.
@zynmaster Ich habe da so eine ganz spezielle "Werkabenteuer-Methode" des Lehmofenbaus entwickelt. Es gibt verschiedene andere Techniken, aber auch da könnte man bei einem workshop drüber reden und alles ausprobieren. Es würde mich ja freuen, falls du paar Leute zusammenbekommst.
@zynmaster ich glaube, wenn es gelblich ist, klebt, sich gut kneten lässt und aushärtet, ohne hinterher zu zerfallen, ist es okay. Sicher gibts auch andersfarbige Werkstoffe. Ich sah schon grauen Ton, roten und gelben.
@irgendlink
Ja, den Lehm gibt es in allen Farben. Die Pigmente kommen von den beiliegenden Oxyden. Die Klebkraft des Lehms liefern die Tonminerale. Das sind Aluminium- und Magnesiumsilikate, die in der Lage sind, mit Wasser aufzuquellen und sich im trockenen Zustand zu verkacheln. Dabei schrumpfen die Minerale wieder. Man erkennt sie im weichen Quell-Zustand an ihrer Seifigkeit, die Erde fühlt sich schmierig-klebrig an. Wenn die feuchte Erde in Klumpen an den Schuhen kleben bleibt, wären darin schon ausreichend Tonminerale für einen Ofen enthalten. Ich habe dafür Maulwurfshügel genommen. Danke liebe Maulwürfe!
@zynmaster