Keine Worte. Der Postillon könnte solche Artikel nicht schreiben.
@ErikUden tbf das ist eine Überschrift, daraus über den Artikel darunter zu urteilen kann manchmal irreführend sein
@nitrml Nach so einer Überschrift ist der Artikel egal! @ErikUden
@suessbisscharf er kann dir dann gerne egal sein. Mir ist er es halt nicht, weil mich interessiert, was der Typ tatsächlich im O-Ton gesagt hat und was das Medium draus macht. @ErikUden

@nitrml @suessbisscharf @ErikUden Hier der Artikel:

https://www.fr.de/panorama/deutscher-erlebt-iran-eskalation-auf-kreuzfahrtschiff-todesangst-zr-94195347.html

Das längere Zitat im Artikel liest sich wie ein Ausschnitt aus einem Gespräch à la »so was kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat«. Aber auch im Fedi empört man sich gerne.

Deutscher durchsteht 54-Stunden-Lockdown auf Kreuzfahrtschiff: „Wann kommt der Einschlag? Das ist Todesangst“

Deutsche Reisende erleben die iranische Eskalation aus nächster Nähe. Bei Ippen.Media schildert ein Kreuzfahrt-Passagier die Lage auf der „Mein Schiff 4“.

@katzentratschen @nitrml @suessbisscharf @ErikUden

> Ich kann jetzt Kriegsflüchtlinge verstehen. Ständig hat man Angst, immer gehen die Alarme los. Wenn man im Inneren von diesem Schiff sitzt, fragt man sich nur: Wann kommt jetzt der Einschlag? Das ist Todesangst!

Darüber kann man sich empören. Von einem empathiefähigen Menschen sollte ich erwarten können, die Todesangst von Menschen in Kriegsgebieten auch ohne TUI Cruises zu *verstehen*.

@tribut @nitrml @suessbisscharf @ErikUden Verstehen, dass jemand im Kriegsgebiet Todesangst hat? Ja. Verstehen, wie sich diese Todesangst anfühlt? Gewiss nicht. Wir haben uns doch nicht jahrelang darum bemüht, auf die Relevanz von »lived experience« Betroffener hinzuweisen – sei es Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchtete, Marginalisierte, Behinderte –, um nun auf ein plumpes »Das kann doch wohl jede*r mit Empathie verstehen!!1elf!« zurückzufallen. 1/2
@tribut @nitrml @suessbisscharf @ErikUden Die Ereignisse der letzten Tage machen die Urlauber*innen nicht zu Kriegsflüchtlingen. Sie haben nicht das Ausmaß an Todesangst erlebt, das Kriegsflüchtlinge erlebt haben. Aber ja, sie können deren Erleben nun etwas besser nachfühlen und mithin besser verstehen als wir Sesselpupser. Und er sagt übrigens mit keiner Silbe, er hätte zuvor kein Mitgefühl gehabt. 2/2