Heute vor 20 Jahren hatte ich einen Autounfall. Seitdem bin ich querschnittsgelähmt und sitze im Rollstuhl.

Nein, es hat damals nicht “alles verändert”. Ich war derselbe. Meine Umgebung auch. Am meisten verändert hat sich … der Blick meiner Umwelt auf mich. Vorher war ich ein junger Mann, sportlich, aktiv, fit.

Danach war ich - ein Krüppel. Ein Behinderter. Ein Typ im Rollstuhl.

Ich wusste damals nicht, dass nicht die Treppenstufen oder die fehlenden Rampen mein Leben am meisten prägen würden. Die größten Barrieren sind bis heute nicht aus Beton. Es sind die Barrieren in den Köpfen unserer Gesellschaft.

@RollingSohn Hmm ... "behindert" ist man, wenn man sich diesen "Schuh" selber anzieht? In über 40 Jahren habe ich mir diesen "Schuh" nie selber angezogen.
Der Gedanke, etwas nicht oder nicht mehr zu können = Behinderung, ist mir fremd. Denn, wenn dem so wäre, dann sind alle Menschen behindert, weil kein Mensch Alles kann! (Und auch nicht könnte, selbst wenn er wöllte!) 🤔
@RollingSohn Und noch ein Punkt: nach einem schweren Unfall ist man nicht mehr der selbe Mensch! Und der eigene Blick auf sich selber verändert sich in Folge dessen ebenfalls. Und das wiederum führt zu einem veränderten "Blick" der anderen.

@die_Leo

Wenn

@RollingSohn

hier schreibt, dass •er• nach seinem Unfall immer noch derselbe Mensch ist, dann lass das bitte so stehen.

Wenn es sich•für dich• nach deinem Unfall anders anfühlt, ist das ja auch dein gutes Recht.

Dann mach doch aber bitte dazu deinen eigenen Post.

@kommaKucken @RollingSohn Hmm ... wenn ein Mensch öffentlich eine Aussage macht, dann ist es legitim, darauf zu antworten.
Auch dann, wenn diese Antwort unbequem sein sollte. Meinungsvielfalt & Meinungsfreiheit.
Und mit Opfer-Täter-Umkehr hat meine Aussage nix zu tun. Ändert sich ein Mensch, ändert sich der Blick auf ihn. Das passiert ja schon, wenn sich jemand im Krankenhaus einen Arztkittel anzieht, ohne selber Arzt zu sein ...
Selbstreflexion? 🤔

@die_Leo

Du antwortest nicht, sondern grätschst hier von der Seite unter eine sehr persönliche Aussage rein und erklärst dem Poster seine Situation, als würdest du es besser wissen als er, was für ihn stimmt.

Hattest du einen Unfall und sitzt selber im Rollstuhl? Nein? Dann kannst du hier gar nicht mitreden, weil du das nicht aus seiner Perspektive kennst. Gib ihm das Mikro zurück und hör auf mit diesem Psycho-‘splaining aus deiner privilegierten Position.

„Empathie“, my ass.

@RollingSohn

@kommaKucken Hmm ... wie kommst Du dazu, derart "im Namen" einer anderen Person zu schreiben? Wirkt auf mich übergriffig.
Und was weißt Du, womit andere ein Leben lang zu Recht kommen müssen?
Oder gibt es da eine Skala?
Wir können gerne tauschen ... die Hölle, mit der ich überleben muß gegen Deinen Rollstuhl. Von wegen "privilegiert".
Aber egal. Wünsche Dir alles Gute für Dein Leben und blocke Dich gleich mal. 🍀

@die_Leo @kommaKucken

Ändert sich der Mensch, ändert sich der Blick - ja. Aber der MENSCH ändert sich nicht nur wegen einem Rollstuhl. Zumindest nicht in die Art, die "die Gesellschaft" impliziert.

Mein Rollstuhl - und meine Behinderung - sind Teil meiner Wirklichkeit. Aber sie DEFINIEREN nicht wer ich bin. Sie definieren aber, wie andere mich sehen. Und DAS ist der Punkt ;-)