Big-Tech nutzen – Ja oder Nein?

"Wenn du Microsoft boykottierst, warum nutzt du dann ein Android-Handy!?" Dieser sarkastische Kommentar ist kein Argument. Er ist ein Trick. Denn er suggeriert: Entweder du passt dich kritiklos an - oder du verzichtest auf alles. Beides ist gelogen. Es gibt eine dritte Option.

https://kaffeeringe.de/2026/03/04/big-tech-nutzen-ja-oder-nein/

Digitalethik: Big-Tech nutzen - Ja oder Nein?

Nutzt die Technik, aber lasst euch nicht von ihr formen - und stellt unaufhörlich die Fragen, die die Konzerne nicht beantworten wollen.

kaffeeringe.de
@blog ein Grund warum ich den Di.Day so mag. Er bringt das Thema niedrigschwellig an die breite Masse und sagt nicht, dass man nur was machen kann wenn man ganz und gar "konsequent" sein. Es kann nicht jeder "einfach selbst hosten" :)
@anjavoss @blog Ja, das stimmt. Das gefällt mir auch sehr daran. Und es sind Menschen dabei, mit denen hätte ich nicht gerechnet.
@kaffeeringe @blog ja, meine Mutter zum Beispiel. Sie hat gefragt ob sie jetzt auch dieses Microsoft von ihrem Laptop löschen soll :D

@anjavoss @kaffeeringe @blog

Wenn sie es wirklich durchziehen will, empfehle ich Linux Mint - das habe ich wegen #endof10 bei meinen Großeltern (Ü80) installiert und sie kommen gut damit klar, besser sogar als mit einer testweise probierten Win11-Oberfläche, wo sich viel im Vergleich zu 10 verändert hat, während bei Mint vieles an derselben Stelle liegt wie bei Win10 (oder dahin gelegt werden kann).

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@ErikML @anjavoss @kaffeeringe @blog Guter Tip, hab ich 2014 gemacht und meine Daten via USB Platte im unveränderte Zugriff von LxMint.

@kurtus51 @anjavoss @kaffeeringe @blog

Auf Laptop nutze ich selbst auch Mint, weil es so schön ressourcenschonend ist. Auf dem Desktop habe ich aber Kubuntu weil da etwas mehr geht, v.a. Richtung Gaming. Würde ich aber für die (leicht klischeemäßige) Nutzergruppe 'ältere Menschen' nicht unbedingt empfehlen, das ist schon eine Stufe komplexer (wenn auch immer noch nicht wirklich kompliziert, wenn man sich ein bisschen damit befasst).

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@blog 1 sehr nicer Artikel.
@blog
Gut geschrieben!
Regt an weiter tätig zu bleiben.👍🙂
@blog toller Artikel 👍
@blog @Trifisch Bringt es sehr schön auf den Punkt. Danke!
@blog
Wow! Danke, du sprichst mir aus der Seele!
Ich handhabe es genauso. Wo es geht, steige ich um (Signal, Threema, Linux, Fediverse, möglichst lokal statt amazon oder dann europäische Plattformen). Ich hatte gerade erst tolle Gespräche mit einer lieben Freundin dazu. Ergebnis: sie probiert jetzt das Fediverse aus.
Mein Smartphone ist ein Fairphone, weil ich iwann auf eOS umsteigen will. Noch nutze ich Android, habe aber alle Zugriffe abgelehnt, wenn möglich.
#didit #dutgemacht 😉🥰

@Sagesse
Das mache ich ganz ähnlich.
Außerdem habe ich #rethinkdns installiert. Auch wenn ich bei weitem nicht alles verstehe, was mir da angezeigt wird, schaue ich mir zwischendurch gerne an, welche Apps aktiv sind. Die "fleißigsten" schicke ich dann mal in die Pause oder deinstalliere sie, wenn ich sie nicht unbedingt brauche.

@blog

@formenpark @blog @Sagesse

Der Part mit Wero ist da nur so ein zweischneidiges Schwert, wie ich es bereits hier erwähnt hatte.

https://mastodon.social/@DiWoWo/116137098486292016

#wero

@DiWoWo @formenpark @blog
Danke für den Hinweis. Ich habe gerade mal nachgesehen, meine Bank-App nutzt drei Tracker - und die Berechtigungen kann ich alle abschalten. Glück gehabt.

Apropos Berechtigungen: auch hier habe ich den Apps i.d.R. entzogen, was geht - trotz Warnung - und sie funktionieren trotzdem noch.

Restrisiko bleibt natürlich immer.

@Sagesse @blog Genau dein letzter Satz ist vielleicht auch ein Ansatz für User, die nicht oder nicht alles wechseln wollen oder können. Das aktuell genutzt System und die Apps in den Einstellungen so zu konfigurieren, dass so wenig wie möglich an Daten abfließen.
Viele kaufen ein Gerät, durchlaufen den Einrichtungsprozess, klick klick klick, installieren ein paar Programme /Apps und und fertig. Die wenigsten lesen doch genau, was sie da alles bestätigen und zustimmen.
Es sollten alle Einstellungen im System und in den Apps und auch in den Einstellungen der diversen Konten die man so besitzt mal in Ruhe durchgegangen werden, um Datenabfluss und Werbung zu verhindern. Beim erstmal aufwendig aber lohnenswert. Ich sehe schon seit Jahren keine Werbung mehr auf meinen Geräten, sehr angenehm.
@hagentietze @Sagesse @blog Super Hinweis. Auch da gilt nicht nur "Ja" oder "Nein", sondern auch "Wie".
@kaffeeringe @hagentietze @blog
Das Fiese ist, dass es natürlich superbequem zu sein scheint, z. B. 'autofill' zuzulassen oder wenn google et al sich merkt, was ich mir zuletzt angesehen habe oder wo ich zuletzt war...
Aber ich muss mir nur klarmachen, dass die sich das ja nicht merken, weil es mir nutzt, dann pfeife ich auf die Bequemlickeit.
Ich habe iwo mal gelesen "Seit der Einführung von Alexa weinen sich tausende Stasi-Spitzel jede Nacht in den Schlaf."
Warum wohl?
@kaffeeringe @hagentietze @blog
Achja, ich brauchte neulich einen neuen Fernseher. Ich wollte ganz bewusst einen "dummen" Fernseher haben.
Das hat auch keiner verstanden.😉
@Sagesse @kaffeeringe @blog ja das ist auch so ein Thema, vom TV bis zur Waschmaschine, alles online und mit dir und allem verknüpft. Die Firmen wollen überall dein treuer Begleiter sein und möchten nur dein Bestes - deine Daten und dein Geld😉 verkaufen es dir aber als Service 😆
@Sagesse @kaffeeringe @blog ja die vermeintlichen Features, die uns angepriesen werden sind in erster Linie für die Firmen selbst interessant.
@blog das ist dasselbe Bullshit Argument wie wer für Klimaschutz ist muss in Sack und Asche gehen.
@prefec2 @blog Das habe ich beim Schreiben auch gedacht. Ich wollte das Fass aber nicht auch noch aufmachen. 🙈
@kaffeeringe @blog das hat auch einen Namen, aber der ist mir nicht eingefallen 😁
@prefec2
Meinst Du whataboutism? 🫣
@kaffeeringe @blog

@blog

Android funktioniert ohne #Google und ohne #BigTech.

@tuwas @blog Android ja. Aber diverse Apps dann nicht mehr.

@tuwas @blog Oh, das klingt interessant. Wer entwickelt denn derzeit Android, wenn es nicht mehr Google ist?

Und wo kommt das Geweine um Einschränkungen von AOSP her, oder um das "Sideloading" von Apps? Wer wäre denn dazu jetzt mein Ansprechpartner, wenn es nicht mehr Google ist?

... oder ist es eigentlich wieder einer dieser gefährlichen Euphemismen, die hauptsächlich wieder die gescheiten Lösungen verzögern/verhindern, weil ihr euch das selbst glaubt?

@pino
Ganz so einfach ist das wohl nicht - jedenfalls nicht für IT-Muggles wie mich.
Einen guten Überblick zum Thema googlefreies Betriebssystem gibt es hier:

murena.com/de/wie-kann-man-das…

@tuwas @blog

murena.com/de/wie-kann-man-das…

@pino @tuwas @blog

Android an sich ist OpenSource-Software und es gibt 'entgooglete' Versionen wie z.B. /e/OS. Die kriegt man nur leider nicht so einfach. Ich selbst habe vor kurzem ein neues Smartphone mit so einem Betriebssystem vorinstalliert gesucht und bin nur bei murena fündig geworden. Ansonsten muss man das selbst installieren, was einem nicht unbedingt leicht gemacht wird.

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@ErikML @tuwas @blog Joa, Cyanogenmod hatte ich damals schon auf meinem HTC Desire. Und ja, es war ein bisschen friemelig, es da drauf zu bekommen. /e/OS habe ich heute. Das kannst du übrigens auch vorinstalliert bei Fairphone direkt bekommen. Von Murena hatte ich mein letztes Gerät.

... aber entgoogelt waren die alle nicht. Das ganze OS ist ja von Google. Es gibt auch kein entmicrosoftetes Windows. Das ist imho Schönfärberei und bremst die Entwicklung wirklich entgoogelter Systeme.

@pino @tuwas @blog

Kannst du auch konkret benennen, was daran nicht 'entgooglet' sein soll? Soweit ich das sehe kommt /e/OS ohne den ganzen Tracking-Müll von Google aus. Und ohne das ist Android OpenSource-Software.

Ceterum censeo afdem esse damnandum

@ErikML @tuwas @blog Von einem entgoogelten System würde ich erwarten - wenn es mehr als Schönfärberei sein soll - dass ich nicht auf Googles Gutdünken angewiesen bin, etwa was AOSP angeht, oder diese Sideloading-Geschichte (Frag mal die Mädelz bei F-Droid, was sie derzeit über die Offenheit von Google denken).

Das ganze OS ist von Google (Jaaa, ich weiß, der Linux Kernel, .... anyways). Nichts daran ist NICHT von Google. Als kann es nicht entgoogelt sein.

@blog Man kann natürlich Graustufen zwischen der kritiklosen Teilnahme und dem Totalverzicht finden. Aber die Gefahr ist seeeehr groß, dass es im Nu zur Albernheit verkommt.

Kennt ihr Raucher, die diese dritte Option wählen, und "kritisch Rauchen"?

Der Süchtige selbst merkt es oft gar nicht, aber es wird gaaanz schnell zur Lachnummer.

Bei Domian hatte damals mal jemand angerufen, offensichtlich eher am Ende seiner mentalen Kapazitäten, und hat für das "kontrollierte Trinken" geworben.

@pino @blog 😅😅
Ich drinke Bier, nicht weil ich wein nicht mag, sondern weil der Hopfen aus kontrollierten biologischen anbau kommt
@Trepur @blog Jetzt hast du mir zu später Stunde, und vor einem Büro-Tag, noch so eine Bierlust eingeredet... :D
@blog die Argumente sind auch eher "ich muss meine Entscheidung für mich gerechtfertigen, damit ich besser schlafen kann"
@blog Ich habe es einfach getan. Kein Facebook, Instagram, Google, iOS, Mac, Android, Microsoft. Das sind jetzt meine täglich Schnittstellen zur digitalen Welt. Fairphone, Murena, pcloud, ZOHO Office und der geniale Browser Ulaa, LA CHAT (KI) , Ubuntu ...Am meisten liebe ich , dass meine Bewegungen am Handy nicht mehr ausgewertet werden können. Mein Fokus liegt jetzt auch nicht mehr bei Instagram, sondern bei Pixelfed..Euch ALLEN eine schöne Zeit.
@blog Falsches Dilemma als Manipulationstechnik https://learn.hoou.de/mod/page/view.php?id=3450&lang=de_du
videos-zu-social-media-tricks: Falsches Dilemma als Manipulationstechnik | HOOU

@blog Ja und nein ... Dafür, dass der Übergang ein gradueller ist, dürfen wir uns selbst und einander nicht geißeln. Aber es ist schon etwas absurd, wenn Leute jetzt stolz verkünden, dass sie von ChatGPT zu Claude gewechselt sind, denn das ist wirklich nur Pest durch Cholera ausgetauscht
@OliverCzulo @blog Cholera ist inzwischen ziemlich gut heilbar. 😉
@blog vielen Dank für diese sehr gut formulierte Analyse! Ja, das Gefühl von der Suche nach Alternativen und den Netzwerkeffekten (ich arbeite immer noch daran die verschiedenen Leute von WhatsApp weg zu bringen) ist immer schwierig.

@blog Perfekte Zusammenfassung!😊👍
Genauso handhabe ich das auch. Und auch mal in Betracht ziehen, sein aktuelles System und die genutzten Apps in den Einstellungen mal auf Datenschutz und Sicherheit safe zu machen. Da könnte man hier mal schauen, wenn man einen Leitfaden möchte.

https://www-dedoimedo-com.translate.goog/computers/android-security-privacy-guide.html?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=rq#mozTocId681520

Android security and privacy guide

Long, detailed, step-by-step guide on how to tweak unrooted Android smartphones for maximum privacy and security, covering basic considerations, pragmatic approach, device purchase and long-term patching policy, installation and first-time setup, sensors - Wi-Fi, Bluetooth, NFC, and Location, biometrics, every configuration inside Settings, applications - system, permissions, special access, required and recommended list, how to install, and use, Firefox browser and adblocking, accounts and accounts linking, analytics and diagnostics, personalization, Google services, messaging apps, automatic image and video download, anti-malware software, VPN software, data backups, cloud, encryption, and more

@blog Richtig guter Artikel!
@blog
Sehr spannender Beitrag! 🙂
Meint ihr mit "komplettes Verzichten auf GAFAM" direkt sichtbare Dienste wie Suchmaschinen, Shops, Messenger usw., oder auch indirekte Nutzung über z. B. AWS etc.?
Mir erscheint ersteres zwar langwierig, aber machbar (nutze solche Dienste selbst nicht mehr), letzteres jedoch unmöglich, wenn man nicht ohne Internet leben will. 😉
@blog weil kalter Entzug nicht funktioniert. Deshalb lösen „wir“ uns schrittweise von der „Droge“, in dem wir nacheinander substituieren und somit die Anpassungsschmerzen steuern.
@alx @blog Echt jetzt? Bei M$ wollte ich bisher noch jedes einzelne mal nach einiger Zeit wieder schreiend davonlaufen. Immer wieder meine Therapie, wenn ich mich über das FOSS-Zeug mal wieder aufgeregt habe.
Wenn ich von etwas abhängig bin, dann von einem OS, das man zu nahezu 100% über die Kommandozeile steuern kann.
@giggls @blog das war ein alternativer Arguliner fuer die im Ursprungspost zitierten Personen.

@blog "auf alle gleichzeitig zu verzichten ist praktisch unmöglich'

Naja. KA. Das sehe ich anders .
Aber sie hat das ja vor ein paar Jahren getestet. Sieht heute anders aus.

Edit:
Aber grundlegend stimme ich schon zu was dem Artikel steht 👍

@mfuhrmann @blog Es ist ein Unterschied, ob Du Dir eine andere digitale Welt vorstellen kannst, oder ob Du das praktisch unsetzen kannst. Ich muss bei der Arbeit bspw. M365 und ein Google-Handy benutzen. Soll ich Deiner Meinung nach den Job wechseln? Klar, kannst Du als digitaler Eremit leben. Aber dann hast Du an wenigen Dingen im Leben noch Teil.

Ich nutze kein WhatsApp. Meistens ist das gar kein Problem. Aber gerade weiß ich, dass es eine WhatsApp-Gruppe meines Abi-Jahrgangs gibt. Das würde mich schon interessieren. Das ist es mir aber dann doch nicht wert. Den Job brauche ich aber, um Wohnung und Essen zu bezahlen.

@kaffeeringe

:+1: Ah. Mein ursprünglicher Post war viel zu lange. Dann hatte ich den drastisch gekürzt. Da hatte ich das auch mit drin 🤦‍♂️ Im Beruf sieht es natürlich anders aus.
Geht mir nicht anders.

@blog

@blog danke für den differenzierten Text. Das macht deutlich, dass die Welt nicht schwarz/weiß ist. Es ist nicht entscheidend was man nutzt, sondern warum?
@blog Danke für den differenzierten Text, der jeden in seinem Wert lässt und Hoffnungsimpulse setzt!
Ich selbst denke auch, dass es bzgl. der Einschätzung der eigenen Koherenz in Sachen "pro oder contra Big Tech" darauf ankommt, ob ich es aushalte, ab Tag 1 meiner Contra-Entscheidung mit dem Gefühl klarzukommen, nicht gleich perfekt zu sein und, sondern "gut genug" und das zu feiern, um daraus Kraft für die nächste Veränderung zu schöpfen. Für den nächste #diday beispielsweise.

@blog @padeluun

𝑫𝒂𝒏𝒌𝒆!

Das sind genau meine Punkte. Nur hab ich das Gefühl damit ganz alleine zu stehen in meinem Umfeld.