Social Media Verbot: Über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen vor dem Einsatz von Altersverifikationen.

Der Kern der Kritik, herruntergebrochen auf die aktuelle Debatte:

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#SocialMedia #SocialMediaVerbot

1. „Alterschecks für alle“ sind problematisch. Was offline punktuell passiert (z. B. am Eingang), würde online zu einer Infrastruktur, die potenziell weite Teile des Netzes betrifft. Natürlich für alle Menschen: inklusive Erwachsener, die dann routinemäßig „Alter nachweisen“ müssen.

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2. Die Wirksamkeit ist nicht belegt und die Umgehung ist naheliegend. Accounts, Ausweise, VPNs, Drittanbieter: alles spielt in die Debatte ein. Es wird ehr Druck geben, desto mehr Markt für Umgehung. Ergebnis kann sein: geringe Schutzwirkung bei hohen Kollateralschäden.

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3. Die invasiveren Varianten sind besonders problematisch. Altersschätzung (biometrisch/AI) erhöhen Risiko von Fehlklassifikationen, Bias und Datensammeln – und schaffen neue Angriffsflächen.

4. Exklusion wird unterschätzt. Wer keine passende ID, kein kompatibles Gerät oder keine Wallet hat, wird faktisch ausgesperrt oder in unsichere Umgehungslösungen gedrängt.

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5. Nebenfolgen für Sicherheit: Wenn VPNs der Standard-Bypass sind, entsteht politischer Druck, ausgerechnet auf ein wichtiges Sicherheits- und Privacy-Tool für viele legitime Zwecke.

Die Forschenden fordern deshalb sinngemäß: Moratorium, bis Evidenz da ist – und bis klar ist, dass Privatsphäre, Gleichheit und Sicherheit nicht eingeschränkt werden.

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Viele Expertinnen und Experten sind sich einig: Wenn das eigentliche Problem die toxischen Mechaniken der Aufmerksamkeitsökonomie sind (Endlos-Scroll, Autoplay, manipulative Empfehlungslogik), dann darf der „Alterscheck“ nicht zur politischen Abkürzung im Super-Wahljahr werden.

Debatte auf Entscheidungsebene: Null.
Es scheint die Ansage zu geben: Augen zu und durch.

Paper: https://csa-scientist-open-letter.org/ageverif-Feb2026

#SocialMedia #SocialMediaVerbot

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