So langsam nervt es mich total, dass nahezu alle Darstellungen in Film und Fernsehen Monogamie als Normalzustand deklarieren - und jede Abweichung als verachtenswert. Non-Monogamie führt immer nur zu Dramatik, wird immer als „schlecht“ dargestellt. So wird das kulturelle Vorurteil gegenüber abweichenden Beziehungsmodellen stetig gefestigt. 🤬

#Monotonie #Polygamie #Poly

@ritahayuni
Ja, das ist leider so.
In Dokus ist das Thema mittlerweile angekommen und auch vernünftig dargestellt. Also als anderes Lebensmodell, ohne Wertung.
Ich bin da bis auf wenige Ausnahmen auch ungeoutet, weil ich keine Lust habe, mich erklären zu müssen.
@ritahayuni oder wie meine Ergotherapeutin es formulierte: "ich hab ja nichts gegen andere Lebensweisen, aber wo ist die Lobby für ganz normale [cishet mono, Anmerkung der Redaktion] Beziehungen?!" 😅
@queerty Arme Frau. Merkt nicht, dass sie sich selbst in einen Käfig sperrt. (Niemand hat vor monogame Beziehungen zu verbieten, genauso wenig wie Heterosexualität, Männlichkeit oder Gasheizungen.)

@ritahayuni

Naja, nachdem sich die Hälfte der Standardplots der Filmindustrie aus dem temporären Nicht-Funktionieren monogamer Beziehungen¹ ergibt, und dann in der Klimax am Ende in den monogamen Sonnenuntergang reitet²…

Da müßte man ja zuerst mal kreativ werden…

Zudem würd ich mir Filme/Serien wünschen, in denen Poly beiläufig und nicht als Hauptsache vorkommt.
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¹klar, nicht-monogame und Poly-Beziehungen haben viele Probleme auch (und noch viel mehr), aber die meisten billigen Plots kommen ja nicht so tief und würden einfach nicht funktionieren
²Siehe hierzu auch Tucholsky³: „Es wird nach einem happy end im Film jewöhnlich abjeblendt.“ https://www.deutschelyrik.de/danach-1142.html
³ich kann die zärtliche und nicht monogame Schloß Gripsholm-Verfilmung von Kurt Hoffmann (1963) übrigens durchaus empfehlen

Danach - Deutsche Lyrik