Die Eskalationen zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie die neuen Kampfhandlungen zwischen Pakistan und Afghanistan zeigen, wie zerbrechlich Frieden ist.
Für die Zivilbevölkerung bedeutet jeder bewaffnete Konflikt Angst, Verlust und Unsicherheit. Krankenhäuser geraten an ihre Grenzen. Familien verlieren Schutz. Kinder verlieren Zukunft.
Gerade jetzt gilt: Selbst im Krieg gibt es Regeln. Das Humanitäre Völkerrecht verpflichtet alle Konfliktparteien, zwischen Kombattanten und Zivilpersonen zu unterscheiden, unverhältnismäßige Angriffe zu unterlassen und medizinisches Personal sowie humanitäre Einrichtungen zu schützen.
Das IHL ist kein politisches Instrument. Es ist der minimale zivilisatorische Konsens in Zeiten maximaler Gewalt.
Als Rotes Kreuz handeln wir auf Grundlage unserer sieben Grundsätze – insbesondere der Neutralität. Diese Neutralität ist keine Distanz zum Leid. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir auf allen Seiten Zugang erhalten, Verwundete versorgen und Schutz gewährleisten können.
Neutralität ermöglicht Vertrauen.
Vertrauen ermöglicht Zugang.
Zugang rettet Leben.
(Andreas Hanna-Krahl, Bayrisches Rotes Kreuz)
