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Heute war in Berlin die Demonstration „Solidarität statt Strafe“ gegen die neue „Grundsicherung“. Es waren so 300 (korrigierte Zahl) Menschen vor Ort.
Und wieder kam ein altbekanntes Phänomen zum tragen: wir Armutsbetroffenen hätten sehr, sehr gerne teilgenommen, konnten uns die Fahrkarte aber nicht leisten. Einige sind einfach zu krank, und manche schämen sich so sehr, dass ein öffentliches Outing undenkbar ist.
Solidarität aus der Bevölkerung bleibt nahezu vollständig aus.
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Auch bei unserem Protest in Köln erlebe ich das: allmonatlich rufe ich zu Solidarität auf, und es passiert, bis auf seltene Ausnahmen: nichts.
Besonders dies ist es, was mich in tiefste Verzweiflung stĂĽrzt.
Wir sind und bleiben einfach alleine, bis auf einzelne von der Gesellschaft alleinegelassen, ausgestoĂźen, unsichtbar gemacht.
Parallel dazu bewirkte die Hetze der letzten 20 Jahre das ihrige: wir werden beschimpft, haben es angeblich nicht anders verdient, müssten halt mal „richtig“ ran.
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Und die Mehrheit?
Sie schweigt. Das auszuhalten wird täglich schwerer.
Hier geht es um Existenzen. Um unser kleines Leben. Und es stimmt: euer Schweigen bringt uns um.

https://m.youtube.com/watch?v=WZhumvc2nDE&pp=0gcJCY4Bo7VqN5tD

#armut #gesellschaft #solidarität
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🔴 Live: Protest gegen Sanktionen in Berlin – Lage vor Ort

YouTube
@why_not [Kommentar zum Video: "Beobachter Live" ist ein Demo-Streamer aus dem Corona-Schwurbel-Lager, der seit kurzem versucht, sich als "neutraler" aufgeklärter Berichterstatter zu inszenieren bzw. in der Streamerszene neu zu positionieren. Vor einem Jahr sah dessen Kanal noch ganz anders aus, da waren Demos vom 3. Weg und offensichtlicher Verschwörungskram etc. Ob sein Wechsel jetzt Ausdruck eines Lernprozesses und ökonomische Strategie oder noch etwas anderes ist, sei dahingestellt. Wollte das nur als Kontext hier lassen, bevor da jemand einfach mal reinfolgt.]

@foyglgezang

Hatte gerad ne Warnung bekommen und den stream rausgenommen. Danke fĂĽr den Kontext.