Sitze im Zug und höre "interessante" Gespräche mit. Und dann dachte ich mir: was ist an der Asset-Ökonomie eigentlich problematischer,

▶️ arm geboren, arm geblieben egal, wie man sich bemüht.

▶️ reich geboren, reich geblieben egal, wie doof man sich anstellt.

#TaxWealthNotWork

Aber mal ehrlich: was meint ihr dazu? Ist soziale Abwärts-Mobilität wichtig? Immerhin verstößt das doch auch gegen den "Leistungsgedanken", wenn man nicht absteigt, no matter what, ... oder?

Dass die -Auf-wärtsmobilität nicht mehr existiert
28.8%
Dass die #Ab-wärtsmobilität nicht mehr existiert
4.5%
Beides ist gleich schlimm
37.1%
Was ist Asset-Ökonomie
29.5%
Poll ended at .
@AwetTesfaiesus beides korreliert natürlich, insofern eigentlich beides
@sonjdol wie meinst du? Ich finde ja eher, dass es ab einem gewissen Punkt nur noch die Abstiegssperre gibt
@AwetTesfaiesus das verstehe ich nicht ganz. Es gibt ja beides
@sonjdol wenn deine Großmutter Milliardärin war, wirst du nicht mehr Angst haben müssen Millionärin werden zu müssen
@AwetTesfaiesus schon klar, aber es geht ja darum, wie aufwärts und abwärts zusammenhängt
@sonjdol nicht sicher, ob wir dasselbe sehen. ich frage mich uA: wie hohl ist das Leistungsnarrativ, wenn du selbst bei krasser Minderleistung nicht mehr aus dem Milliardärshimmel fallen kannst.
@AwetTesfaiesus Das Leistungsnarrativ ist ja unabhängig davon hohl und dient sowieso nur dazu, Aufstieg zu verhindern und die Position der "Reichen" mit angeblicher Leistung zu legitimieren. Der facto haben die nie für irgendwas wirklich was geleistet
@AwetTesfaiesus das ist beides dasselbe, folglich gleich schlimm

@AwetTesfaiesus gute Frage.

Auf der einen Seite wünsche ich arm geborenen Menschen wirklich, dass es möglich wäre da raus zu kommen.

andererseits nervt es mich auch total an, dass manche Überreiche mit Steuergeldern gerettet werden und wünsche denen, sie sollten mal wissen, wie es ist, wirklich kein geld zu haben.

ansich wünsche ich mir aber, dass es nicht so krasse Unterschiede gibt. und dann alle ausreichend viel haben.

@AwetTesfaiesus

Ja schon, gerne Leistungsprinzip und soziale Mobilität, aber im letzten Sommer wollte die Grüne Parteispitze nichts von "Umverteilung" hören. 😜😉

@AwetTesfaiesus eine ordentliche Erbschaftssteuer, auch für Firmenanteile, würde dafür sorgen, dass sich die Erbengeneration auch anstrengen muss.
Gleichzeitig könnte der Staat als eine Art Treuhänder für die Anteile aus der Steuer auftreten und diese verkaufen. Das würde Leuten mit keinem Erbschaftsbackground Möglichkeiten geben, einzusteigen.
@AwetTesfaiesus Ach, ein Miliardär darf durchaus zum Milionär verarmen..
@AwetTesfaiesus P.S. hab übrigens 4. Möglichkeit angekreuzt. Mein Kommentar ist in Unkenntnis der Theorie dahinter ein blosses Bauchgefühl
@AwetTesfaiesus ich denke, dass es das eine nicht ohne das andere geben kann.
@AwetTesfaiesus
Ich denke die Abwärtsmobilität muss gedeckelt sein. Das führt dazu, das auch eine Aufwärtsmobilität gedeckelt werden muss. Das kann bei den Löhnen und Abfindungen leicht gemacht werden. Schwieriger wird das bei Einahmen aus Kapital. Wir schaffen es nicht mal eine Vermögenssteuer zu definieren. (obwohl rechtlich möglich) Geschweige denn Erbschaftsteuer gerecht zu regeln.

@AwetTesfaiesus

Hm. Das ist ne gute Frage.

Wenn ich ehrlich bin, dann seh ich das Problem bei zu großem Wohlstand vor allem in der damit einhergehenden Macht.

Dass Kinder sehr reicher Eltern sich nie Sorgen um ihren eigenen Wohlstand machen müssen ist zwar ungerecht. Ich kenn da auch so Fälle.

Aber der gesellschaftliche Schaden durch "unverdienten Wohlstand" ist glaub gar nicht so groß? (Feudalismus 2.0 wäre was anderes.)

@AwetTesfaiesus

Als linke Person will ich, dass es allen Menschen besser geht. (Und an den Leistungsgedanken glaube ich nur sehr eingeschränkt.)

Klar könnte ich meine Kraft auch darauf verwenden, dass niemand mehr kriegt als er verdient. Aber das scheint mir nicht so wirklich konstruktiv? Und man ist da vielleicht schnell bei der "Politik der Grausamkeiten", die die Rechten kennzeichnet.

Was jetzt kein Argument gegen Erbschaftssteuer sein soll. Politik gegen Verhältnisse, nicht Menschen. :)

@AwetTesfaiesus Interessante Frage. Natürlich bin ich vor allem an gerechterer Aufwärtsmobilität interessiert, aber je länger ich nachdenke...
Abwärtsmobilität ist wichtig, da in unserer Gesellschaft Geld Macht bedeutet. Solange die Mächtigen nicht befürchten, von Sozialgesetzen betroffen zu sein, wird sich nichts ändern. Nur wenn die Mächtigen das Aufstiegsversprechen brauchen, werden die Klassenschranken durchlässiger. Wir brauchen Abstiegschancen, nicht aus Neid, sondern aus Realismus.
@AwetTesfaiesus Naja kommt halt drauf an wie gross ein Stufenschritt ist.
Obergrenze für Vermögen und Untergrenze für Einkommen braucht es wohl.