Ganz viele Frauen tragen im Moment dieses Gefühl mit sich herum. Hetero-Frauen, Bi-Frauen, Lesben. Auch Transfrauen? Ja, vermutlich auch.
Fast immer ein Gefühl auch von Müttern.
Ein furchtbares Gefühl... bedrückend... beängstigend... auch angeekelt... vor allem aber voller Misstrauen... Ein Gefühl Männern gegenüber.
Kein neues Gefühl. Aber ein neu-genährtes und zwar mit abstoßender Ungeheuerlichkeit und einer Vielzahl von Tätern.
Ein "Generalverdacht" beschleicht uns.

1/2

#Epstein

Was soll nun aus uns werden - aus uns Männern und Frauen?
Wie können wir Euch jemals wieder vertrauen, Euch nicht unter Generalverdacht stellen, Euch nicht mit übergroßem Argwohn scannen... und doch insgeheim weiter leise Zweifel hegen? War vorher schon schwer. Ihr wisst selbst, dass eine Menge von Euch das kaputtgemacht haben.
Wär' einfacher, wenn man's Euch ansehen würde.
Blind vertrauen? Ich denke, das werden viele von uns Frauen nicht mehr schaffen.
2/2
#Epstein #Missbrauch #Gewalt #Männer

@LeilahLilienruh

Was würdest du dazu sagen, wenn wir (zusammen) Wege finden könnten, das Vertrauen wieder wachsen zu lassen
(und es auch Vorgehensweisen/Methoden gäbe, das zu fördern)?

Wollen wir darüber sprechen?

@EventOrg Ich würde sagen: Es wäre großartig, wenn diese Traumata durch ein vertrauensvolleres Miteinander gemildert werden könnten und würde gern Deinen persönlichen Ansatz dazu lesen.
Ich selbst bin exakt so ratlos, wie ich es formulierte.

@LeilahLilienruh

Dann laß uns drüber sprechen. (Mein "persönlicher Ansatz" ist gar nicht mein persönlicher, sondern einer, den wir (alle) zusammen erst noch wachsen lassen müssen. Ich kenne aber Methoden/Ansätze und Menschen, die mit systemischen/systemändernden Ansätzen und viel Erfahrung dabei unterstützen könnten (und vermutlich auch würden).)

Der erste Schritt dazu wäre, daß wir zusammen überlegen, was wir - auf welchem Weg(oder welchen Wegen) für machbar/gangbar halten.

@LeilahLilienruh

Ich würde dazu vorschlagen, daß wir uns zusammen im Klima-Café einen Tisch reservieren und darüber reden, wenn das für Dich in Ordnung wäre.

Basis-Info zum Klima-Café:
https://mobilize.adminforge.de/@klimacafe

Klima-Café

Das Klima-Café Das Klima-Café ist ein Ort, an dem Klima-Bewegte zusammen an Aufgaben für's Klima arbeiten und Vernetzungspartner finden können. Das Klima-Café hat seine erste Zusammenkunft im Frühjahr…

@EventOrg Nun, eine persönliche Diskussion halte ich nicht unbedingt für erforderlich. Da wäre ich als vielseitig interessierter Mensch nur noch auf Reisen und bei Treffen.
Aber Deine Ansicht interessiert mich schon.
Vielleicht magst Du ja hier Deine Kern-Lösungsansätze nennen?!

@LeilahLilienruh

Das Klima-Cafe ist ein virtueller Ort. Du kannst dich mit mir dort besprechen, ohne Anreisezeit. Du kannst dich direkt an den Tisch beamen.
Dann will ich auch nicht mit dir diskutieren. Sondern nur darüber reden, ob wir uns beide vorstellen können, Schritte zu gehen, um den von Dir angesprochenen Vertrauensverlust auf den Weg zu einer (möglichen) Heilung zu leiten.
Falls wir beide uns das vorstellen könnten, können wir überlegen, mit wem und für wen wir einen möglichen

@LeilahLilienruh

Weg ggf. entwickeln wollen. Und dann könnten wir überlegen, ob wir Schritte zur Realisierung durchführen wollen.
Das geht aber nur, wenn wir darüber reden. (Um deinen (berechtigten) Informationsbedarf ein bisschen zu füttern: Der Weg zu einer möglichen Lösung/Heilung beinhaltet Elemente von #Multisolving, System-Dynamics, Bezavta, GFK, Resilienz-Forschung, Brückenwelten und Ideen wie sie Marina Weisband und Maja Göpel entwickeln.
Sie sind aber keine Lösungs-Ansätze, sondern

@LeilahLilienruh

nur Bausteine in einem Baukasten, mit denen individuelle Lösungs-Ansätze erstellt werden können.
(Das in Text zu erläutern würde wesentlich länger dauern als darüber zu sprechen, zumal wir dann auch gleich synchrones Feedback/Reaktionen hätten.)

@LeilahLilienruh @EventOrg also als eine Person, die sich sehr bedrückt fühlt von diesem Generalverdacht und diesen auch dennoch gut verstehen kann und selbst deshalb sehr zynisch geworden ist:

Blindes Vertrauen ist weder möglich noch erstrebenswert. Aber ich denke eine Kultur, die Grenzen setzen fördert, Konsensverstöße sowie Konsens"unfälle"* aufarbeitet, Mediation anbietet und verhältnismäßige Sanktionen durchzieht, kann Täter*innen zumindest in kleinen Gruppen den Nährboden entziehen.

* Konsensunfall:

Konsensverstoß hat -wie ich neulich lernte- eine Konnotation, die mindestens fahrlässiges Verhalten einer der beteiligten Personen impliziert.

Viele Verletzungen haben jedoch auch mit Missverständnissen zwischen zwei Menschen, die sich nichts böses wollen und trotzdem Fehler machen, zu tun.

Und ich weiß es klingt unintuitiv, weil es nicht das gleiche ist, aber sowas aufarbeiten ist wirklich effektiv, da es Tätern plausible Abstreitbarkeit nimmt.

Und an dieser Stelle möchte ich sagen:
Nicht nur auch, sondern insbesondere trans Frauen sind von dieser Gewalt besonders stark betroffen. Und haben deswegen auch alles Recht der Welt, so gar kein Bock auf Männer zu haben.
@LeilahLilienruh
Auch Männer haben diese Form von Gewalt durch andere Männer erleben / durchleben müssen, prozentual weniger, aber es gibt sie.
Und ja, auch diese Menschen haben ein Leben lang Angst und sind darum absolut solidarisch.
@el_kra_kunst Du hast selbstverständlich absolut recht! Ein Aspekt, den ich im Kontext "Beziehung Mann-Frau" beiseite gelassen habe.

@LeilahLilienruh
Wenn ich das versuche aus weiblicher Sicht zu betrachten, hast du vollkommen recht, ...
Männer die solche Erfahrungen sammeln mussten geht es da wahrscheinlich ähnlich wie Trans Personen, sie fallen durchs Raster 🤷🏼

Und glaub mir, es ist unglaublich schwer allein das bisschen hier zu schreiben

@el_kra_kunst Ich weiß. Und danke Dir dafür, dass Du dennoch nicht schweigst.
Ich traf Männer jeden Alters, die nicht weniger litten als betroffene Frauen. Ihr Leid ist nicht geringer, nur häufig von etwas anderer Ausprägung, was die Symptomatik betrifft., da sie sich zusätzlich noch einer ganz anderen "Rollen-Erwartung" gegenübersehen.