"Selbst erfolgreiche Autoren kämpfen ums Überleben in einer Branche, die Content über Kunst stellt. Die Frage bleibt: Wollen wir eine Gesellschaft, in der Literatur nur noch als Nebenprodukt der Selbstvermarktung entsteht?"

https://www.fr.de/ratgeber/buchtipps/spiegel-bestseller-und-trotzdem-arm-tobi-katze-im-interview-schriftsteller-social-media-zr-94187402.html

„2500 Follower – das ist lachhaft“: Bestseller-Autor Tobi Katze über Armut im Literaturbetrieb

Spiegel-Bestseller, 2500 Instagram-Follower – und trotzdem prekär. Autor Tobi Katze erklärt, warum gute Bücher allein in der Digitalwelt nicht mehr reichen.

@Literatopia
Danke fürs Teilen.
Fühle mich da sehr gesehen. Ich habe auch ein Problem mit Social Media Sucht, wie Tobi Katze, und struggle ständig damit. Wenn ich "Content" kreiere und in Social Media zeige, oder gratis Blogbeiträge mit Gesellschaftskritik schreibe, wird manches davon viel geteilt, geliked und so weiter.
Schreibe ich dagegen etwas über meine Bücher - der eigentliche Grund, warum ich vor Jahren in die Social Media gegangen bin - ist die Reaktion oft Schweigen im Walde.

@Literatopia
Und klar, ich habe keinerlei Anspruch auf irgendeine Reaktion in Social Media. Aber es ist halt schon bitter, wenn sich kaum jemand für deine Bücher interessiert, aber jeglicher anderer Content Aufmerksamkeit bekommt.

2/2

@amalia12

Verstehe ich. Das ist wirklich bitter. Vielleicht liegt es daran, dass Bücher mehr Auseinandersetzung verlangen und weniger für schnelle Reaktionen geeignet sind ... Wenn aber nicht sofort ein paar Leute auf ein Posting reagieren, spült der Algorithmus es ganz nach unten, wo es kaum noch jemand sieht ...

Bücher scheinen mir für Social-Media-Dynamiken sehr ungeeignet ☹️

@Literatopia
Ja, natürlich liegt es auch mit daran, dass die Beschäftigung mit einem Buch länger dauert, als schnell durchgescrollte Beiträge in Social Media. Allein schon eine (ausführliche) Leseprobe zu lesen, dauert ja eine Weile.

Und ich gebe dir recht, für Social-Media Dynamiken eignen sich Bücher nicht gut. Da haben es andere Kunstrichtungen etwas leichter. Ein Song dauert vielleicht 2 bis 4 Minuten, ein Artwork kann man sich in Sekunden anschauen, ein Filmtrailer dauert nicht lang ...

@Literatopia es ist halt einfach echt null Neues dabei. es glaubt nur jeder erst veröffentlichende Autor, er sei die Ausnahme und werde reich.
@abuerkl neu ist das alles leider nicht, wobei es mir so vorkommt, als sei es nochmal schwieriger geworden, auch nur ansatzweise davon leben zu können ...