Ich werde im Bekannten- und Familienkreis gefragt, was man tun kann, falls die Energiewende erfolgreich sabotiert wird. Prognosen sind aktuell kaum möglich, aber ich denke, es gibt trotzdem Entscheidungen, die eher klug oder eher dumm sind. Fest steht nämlich: Wir müssen raus aus der Umklammerung der fossilen Mächte, die unsere Energien verknappen und verteuern wollen und uns in Abhängigkeit von ihren Gewaltenergien halten.

#longthread (1/8)

Wie weit uns die aktuelle Regierung aus Union und SPD dabei zurück wirft, kann ich nicht abschätzen, aber ich vermute: sie wird sich allergrößte Mühe geben. Ich habe also darüber etwas länger nachgedacht und möchte meine Gedanken hier mit Euch teilen. Hier ist also, was ich meiner Familie rate:

1.
#GRÜNE kämpfen auch für Euch für eine fundamentale #Energiewende. Dabei könnt ihr uns unterstützen. Spende, (aktive) Mitgliedschaft, Wahl.

#longthread (2/8)

Aber jenseits dessen könnt ihr vielleicht konkret etwas für Euch tun:

2.
Informiert Euch bei seriösen und fachkundigen Quellen (z.B. Andreas Schmitz, @akkudoktor/Carsten Herbert
Energiesparkommissiar).

3.
Betreibt persönliches Derisking: Vermeidet Abhängigkeiten von außerhalb der EU. Das betrifft Öl, Gas und Technik. Wenn Welthandel funktioniert: toll; wenn nicht: sollte es weder Eure Ernährung, noch Eure Heizung, noch Eure Mobilität beeinträchtigen.

#longthread (3/8)

4.
Lernt Eure Nachbarn kennen.

5.
Erwägt immer Lösungen, die ihr selbst bauen könnt (Wärmepumpe ohne Kälteschein?).

#longthread (4/8)

6.
Wenn ihr könnt: lasst Euch nicht aus euren Assets (private Immobilien) drücken. Wenn ihr nicht könnt: verkauft nicht an gewerbliche Käufer! Persönlich: überlegt Euch sehr gut, ob gewerbliche "Haus-Teilverkäufe" nicht in Wahrheit dazu dienen, Leute wie Euch und Eure Freunde zu verdrängen und zu marginalisieren. Wenn unsere Häuser in den Händen von Investoren landen, werden Eure Kinder und ihre Familien viel finanzielle Stabilität einbüßen.

#longthread (5/8)

7.
Schaut nicht auf Subventionen. Wenn ihr sie bekommt: nahmt sie mit; wenn nicht: egal!

Die ökologischen Energien sind schon jetzt fast ausnahmslos die ökonomischste Wahl.

#longthread (6/8)

8.
Unsere urbane Gebäudestruktur ist nicht gut dafür aufgestellt, aber: wenn ihr könnt, plant Lebensräume für Gemeinschaften (die meisten von Euch wollen nicht allein sein); seien es eher feste Gemeinschaften (Kernfamilie) oder offenere (Kommunen). Und bindet, wenn ihr könnt, Leute ein, die aktuell finanziell überfordert sind.

#longthread (7/8)

9.
Erwägt, aufs Land zu ziehen. Glasfaser + Gemüserente + Solar-Abundanz: das ist keine schlechte Perspektive. Jeder Euro trägt dort länger als in der Stadt.

10.
Schafft Räume aus Solidarität und Achtsamkeit auf dem Land und in der Stadt.

#longthread (8/8)

@AwetTesfaiesus
Abhängigkeit vom privaten Auto verhindern.
@morsuapri @AwetTesfaiesus
Solar auf dem Dach, Speicher im Keller, Elektroauto --> große Unabhängigkeit (solange man Auto fahren kann)
@MiBro @morsuapri @AwetTesfaiesus
Haben wir zwar, fahren aber trotzdem, wann immer möglich, mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

@MiBro @morsuapri

Kann aber auch sein, dass sich immer jemand in der Nachbarschaft findet, der fährt

@AwetTesfaiesus @morsuapri
Das ist natürlich die schönste Lösung ☺️
@AwetTesfaiesus @MiBro @morsuapri Aber auch auf dem Land gibt es Orte mit Bahnhöfen oder guten Busanbindungen.
@MiBro @morsuapri @AwetTesfaiesus trotzdem, dass ich von April bis Oktober mit eigener Energie fahren kann, setze ich mich politisch dafür ein, dass der Bus hoffentlich bald einen Takt bekommt, der diesen Namen verdient.

@MiBro @AwetTesfaiesus
1-Zimmer Mietwohnung im EG (nicht mal Balkonsolar sinnvoll nutzbar), kein Auto, kein Einfluss auf die Art der Wärmeerzeugung.

Diese ganzen Einfamilienhauslösungen passen eben nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung.

@morsuapri @MiBro

Das verstehe ich.

Ich habe versucht, klarzustellen: dass das nicht die Welt ist, die ich mir wünsche, sondern ein Ratschlag für die Welt, die wir haben.

Die nächsten sind für alle andere Lösungen (mit unserer aktuellen Regierung und) unter Kanzler Merz m.E. verloren.

https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116141494260197710

@AwetTesfaiesus @morsuapri @MiBro

Punkt 1: Die Grünen ja aber auch nur weil diese unsere letzte Hoffnung gegen den Faschismus sind !!!

Natürlich sind jene nicht mehr DIE LÖSUNG aber doch zumindest im Kampf gegen den Faschismus und Populismus.

Und genau das ist es JETZT was es braucht !!!

Die anderen, aus #AfD und konservativen Rechten der #Union warten doch nur darauf dass WIR uns auf kleine Splitterparteien verteilen.

Und genau dies müssen wir verhindern !!!

NUR DESHALB GRÜNE !!!

@morsuapri @MiBro

Und: ich habe ja sehr bewußt gesagt, dass es nicht (!) um Einfamilien-Haus-Lösungen geht. Ich habe auch das Speckgürtel-Leben ("Suburbia") hier bewußt nicht adressiert, weil ich es oft für eine lose-lose-Situation halte.

@MiBro @morsuapri

Und: die Abhängigkeit, von der Du (zurecht) sprichst könnte sich als seh klein darstellen, wenn Du sie ins Verhältnis setzt zu einem Leben im Alter in einer Stadt, in der alle Assets (Wohnung, Infrastruktur, Läden, etc.) sehr, sehr reichen Leuten gehören, die auf der anderen Seite des Planeten leben.

@AwetTesfaiesus @MiBro
Deswegen https://www.syndikat.org/!
Oder zumindest eine Genossenschaft.
Immobilienkonzerne enteignen.
Mietshäuser Syndikat – Die Häuser denen, die drin wohnen

@morsuapri

Vom eigenen Auto: ja; "von allen privaten Autos": das ist auf dem Land für 99,9% der Menschen nicht möglich

@AwetTesfaiesus
A) Im Bundesdurchschnitt haben über 85 % der Menschen in Deutschland Zugang zum ÖPNV (https://www.allianz-pro-schiene.de/themen/personenverkehr/oepnv-anbindung/erreichbarkeitsranking/)
B) Etwas mehr Solidarität würde helfen, diese Abhängigkeit deutlich zu verringern (Food-Coop, fahrende Händler*innen, die es in Frankreich immer noch gibt, ...).
C) Wer von der "Politik", vor allem von der aktuellen, Lösungen für die Mehrheit der Bevölkerung erwartet, lebt wohl hinter dem Mond.
Wer die Hände in den Schoß legt und wartet, wartet vergeblich.
Erreichbarkeitsranking

Bundesländer im Vergleich: Wie steht es um die Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland? Hier finden Sie alle Informationen.

Allianz pro Schiene

@AwetTesfaiesus Bei Punkt 9. bin ich anderer Meinung: Ich bin auf dem Land aufgewachsen und würde nicht mehr zurückwollen. Hier in der Stadt erreiche ich alles Nötige* zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV. In 10 Minuten bin ich zu Fuß am Hauptbahnhof. Auf dem Land wird das Leben ohne Auto beinahe verunmöglicht. Von kulturellen Angeboten, Erzeuger/Biomärkten und urbaner Dorfgemeinschaft ganz abgesehen.

*Als Mensch mit chronischer Erkrankung insbesondere auch Arztpraxen und Krankenhäuser.

@AwetTesfaiesus Aber damit möchte ich nur meine Sichtweise ergänzen. Danke für Deine Gedanken. Vieles davon sehe ich ganz ähnlich!

@sinnundverstand Deshalb schrieb ich "erwägt ..."

Mir ist sehr bewußt, dass das nicht für alle eine Option ist.

@AwetTesfaiesus @sinnundverstand
Wir müssen uns als Zivilgesellschaft viel mehr selbst mit einbringen, immer mit dem Fokus auf das #Gemeinwohl. Die Geld Oligarchen werden das nicht für uns tun. Das gilt selbstredend auch beim Thema #digitaleteilhabe und #DigitaleAutonomie .

Hierzu könnte man sich heute Abend ab 18:00 Uhr eine Stunde Zeit nehmen und sich in den Online-Talk von #EuropeCalling einwählen. Da geht es um Möglichkeiten die hier jeder Einzelne hat.

anmelden: https://t1p.de/lgt6g

Video Conferencing, Web Conferencing, Webinars, Screen Sharing

Zoom is the leader in modern enterprise video communications, with an easy, reliable cloud platform for video and audio conferencing, chat, and webinars across mobile, desktop, and room systems. Zoom Rooms is the original software-based conference room solution used around the world in board, conference, huddle, and training rooms, as well as executive offices and classrooms. Founded in 2011, Zoom helps businesses and organizations bring their teams together in a frictionless environment to get more done. Zoom is a publicly traded company headquartered in San Jose, CA.

Zoom
@sinnundverstand @AwetTesfaiesus Da stimme ich voll zu. Außerdem schwächelt die Deutsche Bahn insbesondere auf den Nebenstrecken, so es überhaupt noch Bahnverbindungen gibt. Hier fallen Züge kurzfristig aus, Anschlüsse werden verpasst und ohne Auto geht es nicht.
@sinnundverstand @AwetTesfaiesus Ich würde sagen, kommt auf die Lebensphase an und Stadt muss man sich auch leisten können. Wir haben früher auch in der Stadt gelebt (MUC/Vancouver/Sydney/Auckland) Das hat schon Vorteile. (Unseren) Kindern möchte ich ein Stadtleben aber nicht antun und ich finds schön, etwas weiter draußen zu leben. Wir sind, wenn alles passt (!) trotzdem dank guter ÓPNV-Anbindung innerhalb von 20 Minuten in der City.
@sinnundverstand @AwetTesfaiesus Hmm ... wir leben auf dem Land ohne Auto. Wenn man das wirklich will, geht das! Dann findet & entdeckt man Lösungen. 🤔
Darüber hinaus sind wir sehr kreative Tüftler & Selbermachende: selbstgebautes Bett, Gemüse anpflanzen, Marnelade kochen, Wasserrohre verlegen u.v.a.m. Für uns sehr sinnstiftend zu sehen, zu fühlen, zu spüren mit den eigenen Händen selber geschaffen.
Einen Chagall können wir dennoch von einem Antoine Wiertz unterscheiden ... 🫠

Liebe, was @die_Leo schreibt.

@sinnundverstand

@AwetTesfaiesus @die_Leo Ich fühle mich etwas missdeutet, da ich Menschen, die im Ländlichen leben, überhaupt nicht abspreche, kulturell aufgeschlossen zu sein. Und als Kleingärtnerin umgeben von artenreicher Stadtnatur und im Vorstand des größten Kleingartenvereins unserer Stadt denke ich, dass vieles in der Stadt nicht gesehen wird. Meine Aussage war nicht als Abwertung des Landlebens gedacht und möchte sie auch nicht so verstanden wissen.
@sinnundverstand @AwetTesfaiesus Ich habe Deine Beiträge nicht als abwertend empfunden. Sorry wenn das so rüberkam. 🫠
@die_Leo Manchmal fehlt der Ton dazu, wenn man sich nicht kennt. Danke! Finde es wirklich super, dass Ihr ohne Auto auf dem Land ein Zeichen setzt und so viel selber macht. 💪 @AwetTesfaiesus
@AwetTesfaiesus es ist aber nicht so wirklich ökologisch sinnvoll, dass alle in einzelhäusern leben.

@sfb

1. Das habe ich ja auch (bewußt) so gerade nicht geschrieben (Wohnraum auf dem Land ist oft auch krass viel vorhanden).

2. Wie ich gerade ergänzt habe: "große Lösungen" stehen gerade nicht auf dem Plan für die nächsten Jahre.

@AwetTesfaiesus Bei uns gibt es eine - vom CDU-Bürgermeister angestoßene - Bürgerenergiegenossenschaft. Da ist schon richtig viel Geld für Sonne und Wind drin. Wenn es so etwas bei euch gibt, macht mit!
@AwetTesfaiesus Naja, das Aufs-Land-Ziehen, wo die ländliche Infrastruktur schwindet, weiß nicht. Keine öffentliche Verkehrsanbindung, noch schlechtere medizinische Versorgung, gewachsene Sozialstrukturen, die die man nicht reinkommt (wenn man denn rein will) - ich bin kleinstädtisch groß geworden, das war schlimm genug; bekomme immer noch Beklemmungen, wenn es mich in Orte mit demselben Vibe verschlägt. Und Gemüse erntest du nur, wenn du aufwändig anbaust - m. E. wird das massiv unterschätzt.

@lipow

Ist mir klar. Ich schrieb bewußt "Erwägt"...

@AwetTesfaiesus :-) Ja, erwogen und abgelehnt hier :-)
@lipow Hab' irgendwann festgestellt, dass Klein-/Mittelstädte ganz knuffig sind, wenn es /nicht/ die ist, in der ich aufgewachsen bin. Aber das mag individuell verschieden sein. Kann schon Vorteile haben, wenn das Gemeinwesen einigermaßen überschaubar ist. @AwetTesfaiesus

@lipow

Weder möchte ich dem widersprechen, noch habe ich Evidenz, aber:

Ich denke, Gartenarbeit hat durchaus therapeutisches Potential. Insbesondere auch in puncto Selbstwirksamkeitserleben würde ich das Potential von Zucchini nicht unterschätzen. ;-)

@AwetTesfaiesus @lipow ich lebe auf diesem Land und es ist alles das, was Ulrike sagt. Gerade für die alternde Gesellschaft ist Landleben eine Katastrophe, und die teuerste Versorgung ebenfalls auf dem Land mangels Alternativen.

@Mirabeaulacht @AwetTesfaiesus @lipow

Ich finde, wenn man in einer kleinen Stadt mit weniger als 5.000 Einwohner*innen wohnt, hat man viele Vorteile aus beiden Welten. Es gibt (meist) eine Grundversorgung und die Immobilien sind so billig, dass auch die 24-Stunden-Pflege in der Wohnung/im Haus Platz hat. Dazu kommt, dass es am Land kühler ist als in der Stadt - ganz besonders bei uns hier in den Alpen.

@c_ozwei @Mirabeaulacht @lipow ich denke, da ist viel dran. Insbesondere werden viele Großstädte das Hitzeproblem im Sommer nicht in den Griff kriegen. Da sind Hitzeinseln entstanden, die sich baulich nicht mehr gut mitigieren lassen.
@AwetTesfaiesus Und wenn die Leute aus den Hitzeinseln (die ja da sind, wo dichte, grünfreie Bebauung ist) aufs Land ziehen ... guess what? Ist es plötzlich auf dem Land nicht mehr so kühl, weil dann viele Flächen frisch versiegelt werden ... @c_ozwei @Mirabeaulacht

@lipow @AwetTesfaiesus @Mirabeaulacht

Es gibt am Land viele leer stehende Häuser. Zumindest in meiner Region, die unter Abwanderung leidet.

@c_ozwei @lipow @Mirabeaulacht Mein Wahlkreis hat reichlich Leerstand.

@c_ozwei @lipow @Mirabeaulacht

Und übrigens Nebengelasse, die bezogen werden könnten.

@AwetTesfaiesus @c_ozwei @lipow das ist regional wohl sehr unterschiedlich, ich kann nur von NRW sprechen, da werden die Speckgürtel immer größer und Wohnraum ist überall knapp und teuer.
@Mirabeaulacht @c_ozwei @lipow ich würde schätzen, mein Wahlkreis könnte sofort 150.000 Memschen aufnehmen ohne einen einzigen Neubau zu brauchen. Allein die leeren Stallungen dürfen 50.000 fassen können.

@Mirabeaulacht @AwetTesfaiesus @lipow

In Österreich gibt es das Extrembeispiel Eisenerz. Die Stadt hatte im Jahr 1951 noch 12.900 Einwohner*innen. Jetzt sind es 3.300. Der Altersdurchschnitt liegt bei 56 Jahren...

@lipow @c_ozwei @Mirabeaulacht

Verdichtungsbau auf dem Land gibt es m.E. nicht

@AwetTesfaiesus Nicht, solange die Leute lieber in der Stadt wohnen; aber wenn z. B. aus Bremen 5000 Leute wegzögen, fiele das in der Stadt kaum auf, aber du bräuchtest plötzlich auf dem Land nen ganzen neuen Ort, um das aufzufangen. @c_ozwei @Mirabeaulacht
@AwetTesfaiesus
Ich geb mal meinen Senf dazu, hab letztens von einer Studie gelesen, die tatsächlich auf positive Effekte auf die Psyche hinweist, je mehr Vögel und Pflanzen Menschen um sich herum haben. Was ja mehr für Gartenarbeit sprechen würde.
Wir sind aus der Kleinstadt aufs Dorf gezogen und ich finde es irgendwie positiver. But the garden is a mess! Das wird richtig Arbeit, da Diversität rein zu kriegen.

@lipow
@PhoebeEule @AwetTesfaiesus @lipow
Diversität ist gesund, und das nicht ohne Grund 🖖

@basstreble
Willst du die Arbeit übernehmen? 

@AwetTesfaiesus @lipow

@PhoebeEule @AwetTesfaiesus @lipow 😂 gute Frage, ich habe gerade einen Regenwurmcheck in meiner Growerde gemacht und mich über Vögel gefreut, ich kann nur sagen weniger im Garten machen ist immer gut, also mach dir kein Stress 😉

@AwetTesfaiesus @lipow

Sonnenblumen auch nicht schlecht!