Nachdem das Altstadtfest 2023 ein großer Erfolg gewesen ist, der zu vorderst darin bestanden hat, dass sich jedes Haus mit einem eigenen Stand vor dem Haus am Nachbarschaftsflohmarkt beteiligt hat, will ich dieses Jahr etwas neues versuchen, das ich die #Blumenbewegung bzw. doppeldeutig "blühende Nachbarschaften" nenne. Es geht darum, Begrünung zu einer Gemeinschaft und Beziehung stiftenden Sache zu machen, indem wir so viele Pflanzen wie möglich vor die Fenster und auf die Balkons bringen. 1/x
Das Konzept ist kompatibel mit dem Willen der Stadtverwaltung, die unter Beweis gestellt hat, dass sie unter "urban gardening" einen abschließbaren und verwaisten Bereich auf dem Schloßplatz meint und keine mobile Pflanzinseln unterstützt, da der Straßenraum zu 100% den Autos gewidmet wird (inkl. Fussgängerzone, siehe bspw. Ludwigsplatz, siehe auch #Beetmobil) und die Stadt kein Quartiersmanagement und keine wohnraumnahen Plätze mit Aufenthaltsqualität zu schaffen beabsichtigt. 2/x
Die Stärke der Idee besteht, wie auch schon der Flohmarkt, darin, dass sich jeder beteiligen kann. Die Einstiegshürde ist niedrig, die Kosten auch. Töpfe, Erde und Pflanzen gibt es für bereits sehr kleines Geld in den Supermärkten, der Blumenladen auf der Römerstrasse ist anders als die Garten- und Baumärkte ebenfalls fussläufig erreichbar. Mehr noch: 3/x
Hinter jedem Fenster, hinter jeder Pflanze ist ein Mensch, der sich zum Ausdruck bringt und sich kümmert, die Pflanzen schmücken den gemeinsamen Raum und wir machen einander sichtbar und kommen miteinander über die Pflanzen ins Gespräch. 4/x
Natürlich gibt es schon viele, die ehedem pflanzen. Aber es gibt ungleich viel mehr Fensterbänke und etliche Balkons, die bleiben karg. Die Sache wird dauern, aber man muss einfach anfangen. Es ist auch eine Sache des Wissens, des Erlernens, des Sich-trauens, des Nachahmens, letztlich eine harmlose Mode, die das Potential hat, Spaß zu machen. 5/x
Siehe dazu auch meinen Thread aus 2024: https://chaos.social/@plinubius/113381765149058649
Plinubius 🇪🇺 (@[email protected])

Attached: 2 images Was ich erstaunlich finde, ist zu beobachten, wieviele Pflanzkästen und mit einfachen Mitteln bepflanzbare Fassadensituationen (Balkons, Fenstersimse) ungenutzt sind, während sich Architekten, Stadtplaner und "Klimamanager" in teure Fassadenbegrünungen usw. hineinträumen. Es wäre schon viel erreicht, wenn man in (Miets-)häusern eine Lösung für a) die Befestigung und b) die Bewässerung von Pflanzkästen anböte und die Bewohner motivierte und anleitete, die Möglichkeit zu nutzen. 7/x

chaos.social
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