#Linktipp: Heinen-Verlag entlässt vor Verkauf an DuMont komplette Redaktion der “Kölnischen Rundschau”. https://www.turi2.de/aktuell/heinen-verlag-entlaesst-vor-verkauf-an-dumont-komplette-redaktion-der-koelnischen-rundschau/
Heinen-Verlag entlässt vor Verkauf an DuMont komplette Redaktion der "Kölnischen Rundschau". | turi2

Für dumm verkauft? Im Zuge der Übernahme der "Kölnischen Rundschau" durch DuMont löst der Heinen-Verlag die gesamte bisherige Redaktion der Zeitung auf, teilt Verdis Journalisten­gewerkschaft DJU mit. 50 Redakteure und Medienschaffende erhielten zu Ende März die Kündigung. Der DJV-NRW spricht von "mehr als 30 Kolleg:innen in Köln und Bonn", die ihren Arbeitsplatz verlieren. Auf einer Belegschaftsversammlung sei den Beschäftigten mitgeteilt worden, das sie "bis Ende März weiterarbeiten sollen, um dann freigestellt zu werden", so der DJV. Damit ende "der letzte Rest Eigenständigkeit der Zeitungsmarke", die "als Hülle" künftig aus anderen Redaktionen des "Kölner Stadtanzeigers" und des DuMont-Konzerns "redaktionell gefüllt" werde, schreibt die DJU. "Damit wird die 'Kölnische Rundschau' zur Mogelpackung nach dem Modell Zombie-Zeitung", kritisiert Andrea Hansen, Landesvorsitzende des DJV-NRW, die Vereinbarung der beiden Verlage. Der DJU-Co-Vorsitzende Lars Hansen kritisiert: "Die Kaltblütigkeit der Geschäftsführung von DuMont und des ehemaligen BDZV-Präsidenten Helmut Heinen ist erschreckend." Die Kündigung der gesamten Redaktion mit Monatsfrist sei ein "für ein Medienunternehmen unwürdiges Verhalten." In der Pressemitteilung des Heinen-Verlags ist von Kündigungen direkt keine Rede. Etwas verschleiert heißt es nur: "Die redaktionelle Verantwortung liegt künftig bei DuMont und wird durch das dortige journalistische Team der Kölner Stadt-Anzeiger Medien wahrgenommen." Man wolle "für alle betroffenen Mitarbeiter/innen über einen Sozialplan die wirtschaftlichen Folgen abmildern und ihnen eine finanzielle Überbrückung ermöglichen". Verdi kündigt an, nun mit den Betroffenen zu beraten, inwieweit der Betriebsrat und die Gewerkschaft gegen diese Entscheidung vorgehen werden. "Heute überwiegt der Schock", sagt Lars Hansen und ist sicher, dass "die Kolleg*innen mehr um ihre 'Rundschau' kämpfen als die Verleger". kress.de, dwdl.de, DJV-NRW per Mail, turi2.de (Übernahme)

turi2
@Sascha Im Artikel steht aber etwas anderes?

@PaulHilmer Du möchtest vermutlich keine Antwort, da du den Text selbst lesen kannst.

@Sascha Mir ging‘s um die Abweichung von Überschrift und Artikel.

@RuthInkognito
Ich sehe da keine Abweichungen.
@Sascha
@PaulHilmer Ich lese, dass die Kündigungen angekündigt wurden, nicht dass sie bereits erfolgten. Die Überschrift lautet „entlässt“, nicht „will entlassen“. Das müsste doch ein klassischer Betriebsübergang sein, bei dem Kündigungen nicht möglich sind?

@RuthInkognito

Point taken.

Das hier klingt allerdings auch nicht nach "klassischem Betriebsüberganf":

"Die redaktionelle Verantwortung liegt künftig bei DuMont und wird durch das dortige journalistische Team der Kölner Stadt-Anzeiger Medien wahrgenommen." Man wolle "für alle betroffenen Mitarbeiter/innen über einen Sozialplan die wirtschaftlichen Folgen abmildern und ihnen eine finanzielle Überbrückung ermöglichen".

@PaulHilmer Der Heinen-Verlag verkauft doch seinen „Betrieb“ an Dumont. Selbst wenn Dumont die Leute nicht braucht, ist er zur Übernahme der Belegschaft nach § 613a BGB zu den alten Konditionen für ein Jahr verpflichtet. Wäre er das nicht, würde er kaum von Sozialplan oder Abmilderungen sprechen. Aber das ist nur meine Vermutung, ich kenne schließlich die Einzelheiten nicht.