Was an der Debatte zu Social-Media-Verboten falsch läuft und wieso dennoch viele das Verbot begrüßen.
Die zentrale Frage lautet: Was ist das eigentliche Ziel eines Verbots?
#SocialMedia #SocialMediaVerbot
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Was an der Debatte zu Social-Media-Verboten falsch läuft und wieso dennoch viele das Verbot begrüßen.
Die zentrale Frage lautet: Was ist das eigentliche Ziel eines Verbots?
#SocialMedia #SocialMediaVerbot
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Das Hauptproblem von den großen Social-Media-Diensten, insbesondere Plattformen wie Instagram und TikTok, liegt in ihrem Geschäftsmodell und den damit verbundenen Algorithmen. Social Media an sich ist nicht das Problem; es gibt durchaus positive Beispiele für seine Nutzung. Wenn wir also das Problem wirksam angehen wollen, müssen wir Big Tech ins Visier nehmen, nicht Kinder und Jugendliche.
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In der Debatte sehe ich jedoch ein anderes Ziel, das mit einem Verbot erreicht werden soll: Eltern wird der Druck genommen, Verbote auszusprechen, da dies dann der Staat oder die EU übernimmt. Darüber hinaus könnte Kindern und Jugendlichen etwas der Gruppenzwang genommen werden, an Social Media teilzunehmen (obwohl sich dies möglicherweise in den Untergrund verlagert). Diese Ziele sind durchaus lobenswert, und ich verstehe alle Eltern, die sich durch eine solche Regelung erleichtert fühlen.
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Ich bezweifle aber, dass das alles zu Ende gedacht ist:
- Was ist mit Schüler:innen, die auf YouTube Mathe „Nachhilfe“ nehmen und sich Dinge erklären lassen?
- Was ist mit jungen Menschen, die vielleicht auf dem Dorf leben, anders als die anderen vor Ort sind und per Social Media Gleichgesinnte suchen?
- Was ist mit den vielen, vielen tollen und innovativen Ideen, die auf Social Media durch junge Menschen vorangetrieben werden? Ich nenne einfach mal #BookTok.
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Und auch: Wollen wir wirklich Big Tech noch mehr Daten und eine verpflichtende Verifizierung aller (!) Accounts frei Haus liefern?
Wir müssen uns bewusst sein, dass wir damit nicht das Kernproblem lösen, sondern lediglich ein Pflaster aufkleben. Ich verstehe die Motivation und ich verstehe überlastete Eltern.
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Aber meine größte Sorge ist, dass uns dieser Ansatz mittel- und langfristig erhebliche Probleme bereiten könnte. Denn: Wenn wir den Fokus jetzt auf junge Menschen legen, verlieren wir den Blick auf die, die wir wirklich härter angehen sollten. Und da bin ich ehrlich gesagt für alles offen: auch ein Verbot als Ultima Ratio. Denn ein Auto, das keine Bremsen hat, darf in Deutschland auch nicht auf die Straße.
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