RE: https://mastodon.social/@joeycastillo/116132814374534472

Ich würde davon gerne ein paar von drucken lassen. Dann hätte ich auch mal einen Sticker-Beitrag für die #bibliocon26, damit @anotherfami ein wenig Unterstützung hat. Ich würde eine Druckerei in Köln nehmen, bei der ich das Ergebnis selbst abholen könnte, wahrscheinlich https://www.printexpress24.de/druckprodukte/aufkleber-drucken/. Was ist denn eine sinnvolle Auflage? 200 Stück? Oder sogar mehr?

@acka47
Wo gedenkst du denn, dass sich dieser #Sticker anbringen ließe?

Mich irritiert es auch immer, dass viele sonst so umweltbewusst sind, aber bei Stickern gehts dann doch nur um einen günstigen Preis. Ich habe letzte #BiblioCon meine openbiblio social und Bad Turing Sticker bei der @dieumweltdruckerei auf Recyclingpapier (Gras-, Stein-, Hanf- und Bambuspapier sind alle Etikettenschwindel, weil genauso oder noch umweltbelastender als konventionelles Papier) mit Biofarben klimaneutral (zertifiziert) herstellen lassen. Denn: Wieso nicht auf die belastende UV-Lackierung und das zusätzliche Plastik der üblichen Stickershops verzichten, wenn die Sticker keine Wetterbeständigkeit brauchen, weil sie sowieso nur in-door (z. B. auf Laptops) aufgebracht werden? Für 200 Sticker 7,5x7,5 cm, 4/0-farbig, 80g habe ich ~50 EUR bezahlt. Völlig vertretbar, Farben waren auch ok und die sind auch ein sozialbewusstes Unternehmen mit einem Support, an dem du echte (nette) Menschen am Telefon hast. #nosponsor

Übrigens: Schon mal probiert, selbst ethisch-vertretbar T-Shirts zu bedrucken? Das hat mich damals vielleicht sogar mehr Recherche und Aufwand gekostet als meine Beiträge für die BiblioCon vorzubereiten. Es war sehr abenteuerlich, denn ich musste erst zertifizierte sozial- und ökologisch fair produzierte Blanko-Shirts besorgen (die Firmen dahinter verkaufen üblicherweise nicht an Privatverbraucher) und dann im lokalen Makerspace bedrucken. Und das Erstellen einer Vektor-basierten Druckvorlage mit FLOSS-Software mal noch außen vor gelassen: Ohne das Entgegenkommen einiger sehr sozialer Menschen hätte es nicht geklappt. Es war natürlich zeitaufwendiger und kostenspieliger als sich schnell mal was online zusammenzuklicken. Aber wenigstens hatten @SemAntiKast und ich dann etwas am Körper, wo wenigstens der Anspruch dahinter war, es möglichst klima- und sozialverträglich herzustellen - und diese Anstrengung vermisse ich bei vielen, die #Merch verteilen oder verkaufen, auch bei #Bibliotheken.
@anotherfami
@nb Danke für die Hinweise. Ich könnte mir schon gut vorstellen, einige davon outdoor zu plazieren, werde mir das aber mal anschauen.
Prinzipiell bin ich aber auch kein prinzipientreuer Konsument und sehe nicht, dass sich die tiefgreifenden Probleme der Welt durch Änderung des Konsumverhaltens derjenigen, die es sich leisten können, ändern lassen.
@nb Während meines Studiums war ich noch Teil einer Bio-Einkausgemeinschaft und habe ein paar globalisierungskritische Stadtrundgänge organisiert. Dann hat sich nicht nur meine Sichtweise auf die Sache geändert, es fehlten mir schlicht die zeitlichen und auch finanziellen (denn bei einer fünfköpfgen Familie ist das nochmal etwas anderes) Ressourcen. Ich versuche hauptsächlich, einfach nicht so viel zu kaufen und das, was ich habe, möglichst lange zu nutzen und ggf. zu reparieren.

Zum Thema #Nachhaltigkeit und #Sticker wäre es auch beim #Selbermachen gut alle Aspekte des Herstellungsprozesses in den Blick zu nehmen. Wie bei der Gemeinwohlbilanzierung. Wo kommen die Materialien her, wie ist die Belastung der Umwelt bei Herstellung/Transport, welche Werkzeuge (auch Software, Drucker/Patronen) werden zur Herstellung benutzt usw. Das habe ich mir nicht angesehen. #SadBeigeFami

@nb @dieumweltdruckerei @acka47 @SemAntiKast

@nb

Danke nochmal für den Tipp mit der @dieumweltdruckerei . Ich habe das jetzt mal für den nächsten Schwung Sticker ins Gespräch gebracht, die wir im hbz beautragen. @anotherfami