„Ausserdem glaube ich, dass viele Menschen unterschätzen, was es bedeuten würde, eine #Altersgrenze ab 16 einzuführen. Dann müssen sich nämlich alle im Netz ausweisen, um ihr Alter nachzuweisen, nicht nur Kinder oder Jugendliche. Die Plattformbetreiber müssen ja irgendwie erfahren, ob ein Nutzer volljährig ist. Und es bedarf schon eines grossen Optimismus im Hinblick auf die Stabilität unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, wenn wir dem Staat so viel Macht geben. Kommt eine Art Ausweispflicht, kann er jede Diskussion namentlich zuordnen. Wenn autoritäre Parteien an die Macht kommen sollten, hätten sie damit ein ideales Werkzeug, um die Presse- und Meinungsfreiheit auszuhebeln.“

Verbot sozialer Netzwerke: Hoffmann kritisiert «moralische Panik»
Der Kommunikationswissenschafter Christian Pieter Hoffmann ist gegen pauschale Verbote und kritisiert die Forderungen von Friedrich Merz und Daniel Günther. Die Angst vor Falschinformation hält er für übertrieben. Er warnt stattdessen vor staatlichen Überreaktionen.
