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Der frühere energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Bengt Bergt wechselte nach seinem Ausscheiden in die Gaslobby:
Seit Juni 2025 ist er nun Cheflobbyist beim Gaslobbyverband „Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft“ (früher Zukunft Gas). https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/spd-abgeordneter-wechsel-gasverband-100.html
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Der Ex-SPD-Abgeordnete Bergt prägte die Gaspolitik der Ampel-Regierung mit - nun wird er Lobbyist bei einem einflussreichen Gasverband. Bereits während seiner Zeit im Parlament hatte Bergt laut <em>BR</em>-Recherchen engen Kontakt zu dem Verband.
Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft ist ein PR- und Lobbyverband der Gasindustrie. Zentrale Akteure darin sind Gaskonzerne wie Uniper und SEFE (früher Gazprom Germania).
Er fiel in der Vergangenheit immer wieder durch irreführende Lobbybotschaften auf. https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-und-klima/gaslobby-wie-zukunft-gas-die-stadtwerke-einspannt-109387/
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Brisant: Der Gaslobbyist und Aufsichtsratsvorsitzende von „Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft“ Friedbert Pflüger bezeichnet Bergt als „Erfinder der Grüngasquote“.
Das Thema hatte es bereits in den Koalitionsvertrag geschafft – und nun offenbar auch ins Kabinett. Davon profitiert allein die Gasindustrie.
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Denn: Die Grüngasquote verlangt die Beimischung „grüner Gase“ beim Heizen. Das schafft massive Fehlanreize und Kostenfallen, weil es dazu einlädt, neue Gasheizungen einzubauen.
Fossiles Gas ist teuer und klimaschädlich und angeblich grüne Gase sind kaum vorhanden und auch enorm teuer.
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Außer der Gaslobby unterstützt eigentlich niemand das Konzept der Grüngasquote. Selbst die Wirtschaftsverbände VCI oder Wirtschaftsvereinigung Stahl kritisierten erste Vorschläge dazu.
Kritik kommt auch von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden.
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Doch Bergt hat offenbar ganze Arbeit für die Gaslobby geleistet – und die Bundesregierung hat mitgemacht.
Ministerin Katherina Reiche zeigt damit erneut, dass sie ihrem Ruf als Gaslobby-Ministerin gerecht wird. Das darf so nicht durchgehen!
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Die letzte Bundesregierung hatte mit der Novellierung des Gebäudeenergiegesetz die Wende zu energieeffizientem Heizen eingeläutet. Das wieder rückabzuwickeln, vertagt Klimaschutz und führt in die Kostenfalle.
Mehr zur Rolle der Gaslobby beim "Heizungsgesetz": https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-und-klima/wie-die-gaslobby-das-heizungsgesetz-entkernt-hat-109931/
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Doch, genau das wird passieren.
"Die Grünen" sind dank jahrelanger Springergehirnerweichung in Doitshlant bekanntlich an allem Schuld.