"Partner des Völkermords in #Gaza" ist eine zutreffende Bezeichnung.

Deutsche Politiker*innen werden sich daran gewöhnen müssen, sie immer öfter in der deutschen Öffentlichkeit zu hören.

Insbesondere #FriedrichMerz und alle anderen Mitglieder der @Bundesregierung, der willigen Beihelferin zu diesem #Genozid, die nur folgenlose Lippenbekenntnisse von sich gibt und trotzdem weiter Waffen und Material an #Israel liefern lässt.

Hat jemand erwartet, dass Menschen bei Sekt und Schnittchen brav ein paar vage Wörtchen zu Protokoll geben, zum Sterben ihrer Nächsten?

https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/antisemitismus-berlinale-102.html

Empörung nach Gaza-Eklat bei der Berlinale

Der Regisseur Abdallah Alkhatib, der für das beste Spielfilmdebüt ausgezeichnet wurde, bezeichnete in seiner Dankesrede die Bundesregierung als "Partner des Völkermordes in Gaza". Bundesumweltminister Schneider verließ die Veranstaltung.

tagesschau.de
@katzenberger
Ob das nicht auch eine Folge mangelhafter Aufarbeitung von Nazi-Verbrechen ist? Statt Schuld und Täterschaft anzuerkennen und Verantwortungsübernahme einzufordern will man dass einfach weiter machen und erwartet dass jeder darüber schweigt weil es halt so unbequem ist mit der eigenen Schuld konfrontiert zu werden.
Man will dass die Opfer und deren Angehörigen schweigen. Und skandalisiert wenn sie es nicht tun.

@stephie_hamburg

Es gab einen kurzen Moment in der Geschichte, in der die "Mütter und Väter" des Grundgesetzes die einzig legitime Staatsräson gleich als allerersten Artikel des Grundgesetzes formulieren konnten:

"Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Es währte nur kurz.

@katzenberger
Ich frage mich in wie weit die Eltern des Grundgesetzes anerkannt haben, was von ihren Mitbürger*innen all den Opfern angetan wurde.

Das mit der unantastbaren Menschenwürde muss ja mit Leben gefüllt werden. Das hat ja noch nicht mal mit queeren Menschen funktioniert.

@stephie_hamburg

Im Angesicht des Schreckens wird für einen Moment die Erkenntnis möglich.

Ich habe keine Zweifel, dass viele der Deutschen, die man zwangsweise durch KZs geführt hat, kurz danach wieder "normal weitermachen" konnten.

@katzenberger
Das denke ich auch..

@stephie_hamburg Es geht ja hier nicht nur um Moralisches wie Schuld, sondern um materialistsche Interessen.

Für eine Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen müssten all die enteigneten Betriebe und Vermögen wieder zurückgegeben werden und alle durch Zwangsarbeit zustandegekommendn Vermögen enteignet werden.

Gerade ab den (ich glaube) 1970ern wurde ja wirklich bewusst die Nazi-Zeit genutzt, um Propaganda zu machen für deutschen Imperialismus.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/100-jahre-schuld-menschheitsverbrechen-und-reparationsansprueche-im-20-jhd-dlf-kultur-4ca2c3c5-100.html

Reparationszahlungen - Vom deutschen Umgang mit deutscher Schuld

Symbolische Schuldanerkenntnis ja - zahlen nein! Auf diese Formel lässt sich der deutsche Umgang mit Kriegsverbrechen bringen.

Deutschlandfunk Kultur

@stephie_hamburg Im Jacobin gibt es einen guten Artikel dazu.  

"Deutschlands staatliche Erinnerungskultur entstand nicht aus moralischen, sondern aus geopolitischen Erwägungen. Was bis heute fehlt, ist eine ehrliche historische Aufarbeitung, die sich den Opfern des Nationalsozialismus und nicht dem deutschen Eigeninteresse verpflichtet fühlt."

https://jacobin.de/artikel/erinnerungskultur-israel-palaestina-gaza-holocaust-nationalsozialismus

Die deutsche Erinnerungskultur ist eine Kultur des Vergessens

Deutschlands staatliche Erinnerungskultur entstand nicht aus moralischen, sondern aus geopolitischen Erwägungen. Was bis heute fehlt, ist eine ehrliche historische Aufarbeitung, die sich den Opfern des Nationalsozialismus und nicht dem deutschen Eigeninteresse verpflichtet fühlt.

JACOBIN Magazin